10.09.2012, 12:52 Uhr

MURG: BEREIT SEIN UND WIRKLICH WOLLEN - WIE DAS IDOL

Murg: Bereit sein und wirklich wollen - wie das Idol

„Ich möchte jetzt eh einmal ein großes Danke aussprechen“, diktiert der 17-jährige Thomas Murg mit hochgezogenen Augenbrauen. „Wie schnell mich die Mannschaft aufgenommen hat, war schon einzigartig. Die Leute hier sind charakterlich wirklich schwer in Ordnung.“

 

Als der gebürtige Voitsberger im vergangenen Sommer den großen Schritt wagte und von Regionalliga-Mitte-Klub GAK zu einem der Bundesliga-Titelanwärter wechselte, konnte er nur bedingt wissen, worauf er sich damit einlässt. Wenngleich er sagt: „Eigentlich bin ich ein Mensch, mit dem wahrscheinlich nie jemand Probleme haben wird. Ich bin ganz normal und will immer auf dem Boden bleiben.“

 

Ein Eindruck, den der Offensiv-Spieler auch bei seinen Kollegen vom ersten Tag an hinterlassen hat. „Ich bin mit dem Trainingslager in der Vorbereitung eingestiegen. Das hat die Integration zusätzlich einfacher gemacht.“ Auch, wenn die ersten Tage alles andere als leichtfertig bewältigbar waren. „Die Umstellung war schon sehr groß. Das Tempo im Training ist viel höher, hier gibt es schließlich ausnahmslos sehr gute Kicker.“

 

Doch er dürfte seine Sache innerhalb der ersten fünf Trainingswochen gut gemacht haben. Denn Trainer Peter Stöger hielt sein Wort, von Beginn weg mit ihm zu planen, wenn die Leistung stimme. Nach sieben Runden bringt es Murg auf beachtliche fünf Einwechslungen. Kein schlechter Wert für einen 17-Jährigen, der noch vor etwas mehr als zwei Jahren für einen steirischen Sechstligisten aufgelaufen war und sich auch beim anschließenden Wechsel gen GAK sofort einen Stammplatz erspielte.

 

Auch letzten Sommer waren Murgs Verehrer sonder Zahl. Dass er sich für die Austria entschied, hatte auch damit zu tun, dass er wusste, woran er bei Stöger war. „Der Trainer schenkt mir Vertrauen und ich versuche, das zurückzuzahlen.“ Tatsächlich baut der Austria-Coach große Stücke auf das Talent, wurde Murg doch schon in Runde zwei zu einem Zeitpunkt eingewechselt, als man gegen Sturm Graz mit 0:1 zurücklag.

 

Gerne hört der 1,73 Meter große Flügelspieler die Vergleiche mit Zlatko Junuzovic, der mittlerweile für Werder Bremen kickt. Wobei: „Es hilft nichts, wenn mich die Leute mit ihm vergleichen, aber ich eines Tages nie das erreiche, was er schon erreicht hat.“ Zumal das ganz große Idol des Borussia-Dortmund-Sympathisanten ein anderer ist.

 

Mario Götze hat es Murg schon früh angetan. „Ich habe bereits ein paar seiner Spiele verfolgt, da hat er noch bei den Amateuren der Dortmunder gespielt. Als er zur Kampfmannschaft gekommen ist, hat er die Verletzung von Kagawa perfekt ausgenutzt und heute ist er 40 Millionen Euro wert. Da merkt wie schnell es geht, wenn man bereit ist und wirklich will.“

 

Auf den Willen wird es auch bei den nächsten Herausforderungen ankommen. Via Intensivkurs will der im November 18-Jährige so schnell wie möglich den Führerschein erlangen, denn bisweilen ist er noch auf Mitfahrgelegenheiten mit den in der Nähe wohnenden Ivan Kardum, Marin Leovac, Kaja Rogulj oder Remo Mally angewiesen. Und mit Januar rückt "Murgi" dann beim Bundesheer ein.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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