02.04.2012, 13:04 Uhr

MIT TEAMGEIST IN DEN SAISON-ENDSPURT

Mit Teamgeist in den Saison-Endspurt

Es war mit Sicherheit kein Spiel aus dem Gruselkabinett, sondern ein heißer Schlager am Sonntag in Favoriten. Nur das Ende jagte einem den kalten Schauer über den Rücken, die letzten Sekunden gegen Salzburg und Sturm Graz waren wie verhext. Nach wie vor ist zwar alles möglich, aber die vier vergebenen Punkte, die wir eigentlich schon fest eingepackt hatten, schmerzen sehr.

 

Die Enttäuschung nach dem 1:1 gegen die Bullen war bei allen Beteiligten der Violetten riesengroß. Doch nachdem der Ärger über den doppelten Punktverlust etwas verraucht war, mischte sich auch wieder ein wenig Zuversicht in die Aussagen der Spieler und Verantwortlichen. Zumal die Leistung berechtigte Hoffnung macht, dass zumindest Platz drei, der zur Qualifikation für die Europa League berechtigt, weiterhin fest im Visier bleibt.

 

„Wir müssen jetzt als Mannschaft eng zusammen halten und in die nächsten Spiele wie in lauter Endspiele gehen. Es geht jetzt immer um alles, wir müssen cleverer spielen“, gab Manuel Ortlechner in der Interviewzone der GENERALI-Arena bereits die Marschroute für den Saisonendspurt vor.

 

Der 31-Jährige ist überzeugt davon, dass noch einiges möglich ist in den restlichen acht Runden. „Der Trend würde passen, jetzt müssen wir schauen, dass wir in den nächsten Partien auch noch zumindest ein zweites Tor machen und dann das Ergebnis über die Runden bringen.“

 

Es ist ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt, was die Veilchen im Moment durchleben. Sowohl gegen Sturm als auch gegen Red Bull hatten wir die den Sack so gut wie zugemacht, die Gegner aber jeweils in der Nachspielzeit wieder entwischen lassen. „Es ist sehr bitter, wenn man zweimal hintereinander ein Spiel noch aus der Hand gibt und es nicht über die Zeit bringt“, analysierte auch Coach Ivica Vastic.

 

Dabei war der FAK vor dem Last-Minute-Ausgleich nicht einmal unter Druck, „aber mit dem Ballverlust im Mittelfeld hat uns die Absicherung nach hinten gefehlt. Man darf eben nie abschalten“, fährt der Trainer fort.

 

Ortlechner („Der Fußball-Gott kann nicht immer gegen uns sein“) richtete aber schnell auch wieder den Blick auf die kommenden Aufgaben: „In Ried und im Derby wird es nicht schwieriger als zuletzt. Wir müssen dort weitermachen, wo wir aufgehört haben, denn die Leistung war okay. Jetzt heißt es die Köpfe schnell wieder in die Höhe zu bekommen und positiv bleiben.“

 

Die Titelträume legt Vastic vorerst ad acta. „Unser Ziel ist in erster Linie ein internationaler Startplatz. Solange der nicht fix ist, können wir uns auf nichts Höheres konzentrieren. Hätten wir die vier Punkte aus den letzten beiden Partien mehr auf dem Konto, könnten wir sicher anders denken.“

 

Das Saisonfinale rückt mit großen Schritten näher, die Spannung um die wichtigen Entscheidungen steigt. Am Samstag in Ried geht es mit neuem Selbstvertrauen weiter!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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