06.04.2012, 13:01 Uhr

MIT RÜCKENWIND NACH RIED

Mit Rückenwind nach Ried

Das Rennen um Europa geht in die nächste Runde, am Samstag in Ried geht es im direkten Duell um einen Startplatz. Natürlich wäre ein Sieg Gold wert, um über Ostern einmal kurz durchschnaufen zu können. Auch die Oberösterreicher haben so wie Violett zuletzt zweimal Remis gespielt, stehen so wie wir bei 41 Punkten.

 

Für Coach Ivica Vastic hat die Mannschaft zuletzt beim 1:1 gegen Salzburg über weite Strecken hervorragenden Fußball gezeigt, den Titelfavoriten dominiert. Deswegen könne man durchaus mit breiter Brust nach Ried fahren.

 

„Wir haben unter der Woche  alles analysiert und hoffentlich auch unsere Lehren daraus gezogen. Jetzt müssen wir die positiven Eindrücke in uns aufsaugen und mitnehmen, dann werden wir dort auch gute Chancen auf ein Erfolgserlebnis haben“, sagt Vastic, ohne im nächsten Atemzug aber vor den im Kollektiv starken Innviertlern zu warnen: „Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen und müssen um jeden Meter auf dem Platz kämpfen. Ried will auch in die Europa League und braucht dafür so wie wir jeden Punkt.“

 

Offene Rechnungen gibt es mit den Oberösterreichern genügend. Seit etwas mehr als zwei Jahren wartet die Austria auf einen Auswärtssieg in Ried, zuletzt gab es zwei Niederlagen und ein Remis. Speziell das 1:2 am 15. Oktober 2011 wird vielen noch in schlechter Erinnerung sein. Da lag es aber in erster Linie am Referee. Christian Dintar hatte damals mit drei Entscheidungen den FK Austria Wien auf die Verliererstraße gebracht. Erst erkannte er zwei Treffer der Veilchen ab, dann fiel er noch auf eine Schwalbe herein, die er statt mit einer gelben Karte mit einem Elfmeter ahndete. Da gab es nichts zu gewinnen.

 

Diese negativen Gedanken sind aber längst abgehakt, ebenso die beiden Last-Minute-Tore gegen Sturm und Salzburg, die wie ein Stich in unsere violetten Herzen waren. Frei nach dem Motto: Mund abwischen und weitermachen. Vor allem auch im Hinblick auf die kommenden Wochen. Nach Ried geht es zum Cup-Viertelfinale zu Austria Lustenau (Mittwoch, 18 Uhr), danach wartet in der GENERALI-Arena das Derby gegen Rapid.

 

„Vor uns liegen ganz entscheidende Spiele“, so Vastic, dessen Team aber mit Rückenwind heute nach dem Training zum Auswärtsspiel reisen kann. Denn zuletzt hat man gesehen, dass die Mannschaft sich auf einem guten Weg befindet.

 

Dafür spricht auch, dass gegen Salzburg kaum eine Chance zugelassen wurde, man selber zugleich gefährlich war und das Spiel schon frühzeitig mit einem weiteren Treffer alles hätte entscheiden können. „Diesen Trend wollen wir fortsetzen“, sagt der Coach, der auf den verletzten Markus Suttner (Rippenbrüche) sowie Emir Dilaver (Muskelverletzung im Hüftbeuger) verzichten muss. Ein kleines Fragezeichen steht auch noch hinter Marin Leovac, der wegen Adduktorenproblemen erst am Donnerstag wieder mittrainieren konnte.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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