11.04.2012, 09:15 Uhr

MIT RIEDER SCHWUNG IN LUSTENAU ZUM AUFSTIEG IM ÖFB-CUP

Mit Rieder Schwung in Lustenau zum Aufstieg im ÖFB-Cup

Der 1:0-Erfolg am Karsamstag in Ried hat der Truppe von Trainer Ivo Vastic nicht nur ein schönes Osterfest beschert, sondern auch neue Zuversicht verliehen. „Das war nach den zwei Remis mit späten Toren der Gegner ganz wichtig für uns. Jetzt hoffen wir, dass wir den Schwung mitnehmen können“, sagte Florian Klein vor dem Cup-Viertelfinalspiel am Mittwoch (18.00 Uhr, live ORF eins) in Lustenau gegen den dortigen Namensvetter aus der Ersten Liga.

 

Für den 25-Jährigen und seine Kollegen geht es vor allem darum, eine Runde weiter zu kommen. Klein ist einer von 14 eingesetzten Spielern, die vor einem Jahr in der Generali Arena gegen den selben Gegner blamabel, sang- und klanglos 0:4 untergegangen sind. „Die neun, die noch heute da sind, wissen, wie bitter diese Niederlage war – daheim gegen einen Zweitlisten war für die Austria ein Wahnsinn. Es hat uns allen sehr leid getan“, meinte der Verteidiger stellvertretend.

 

Die Schmach sei jetzt aber ein Jahr vorbei, die Spieler hätten keine Zeit, zurückzuschauen, weil sie fast jeden dritten Tag eine Partie haben und sich jeder immer auf das nächste Spiel konzentrieren müsse. „Klar, wollen wir es um einiges besser machen als 2011“, sagte der zehnfache ÖFB-Teamspieler Wiedergutmachung an. Doch wissen alle, dass die Lustenauer nicht leicht zu spielen sind und das Reichshof-Stadion ein schwieriger Boden ist. „Sie spielen einen technisch guten Fußball. Wir müssen voll konzentriert sein und werden sie auf keinen Fall unterschätzen“, so Klein.

 

Andererseits haben die Veilchen im Innviertel auch wieder den Glauben an die eigene Stärken zurückgewonnen. „Wir haben jetzt viel Selbstvertrauen. Nicht nur durch den Dreier in Ried, sondern wir haben davor schon gegen Sturm und Salzburg gute Leistungen gezeigt, waren eigentlich zweimal die bessere Mannschaft“, erinnerte Klein an die Partien, in denen man in der Nachspielzeit noch den Ausgleich kassiert hatte.

 

Wie gegen den Meister aus Graz traf Roland Linz nach seiner Einwechslung auch wieder in Ried. Ob der Joker vielleicht auch im „Ländle“ stechen wird? „Er wird sicher dabei sein, ob von Anfang an oder später, entscheidet der Trainer. Jedenfalls ist es gut für uns zu wissen, wir haben einen Stürmer, der wenn er reinkommt, richtig steht und den Ball reinhaut“, lobte der defensive den offensiven Mann.

 

Für Klein und Co. Bleibt das internationale Geschäft, sprich Europacup, das erklärte Ziel, „das wir erreichen wollen und das wir auch erreichen werden“. Der Verteidiger hat auch den Titel im Visier. „Weil wir gegen die Salzburger und die Grazer gesehen haben, dass wir spielerisch mindestens so gut, wenn nicht sogar um ein Stück besser sind als diese Mannschaften. Außerdem glaube ich, dass die Salzburger nicht alles gewinnen werden.“

 

Alles sei noch möglich, glaubt er und wagte auch schon einen Blick auf das 301. Derby gegen Rapid am Sonntag (16.00 Uhr) in der Generali Arena. „Jeder Sieg gegen einen direkten Konkurrenten ist am Ende der Saison wichtig. In den vergangenen zwei Jahren seit ich hier bin, waren wir vor den Rapidlern. Das wollen wir so weiterführen. Wenn wir gewinnen, sind sie noch mehr unter Druck, und wir noch besser dabei. Das wollen wir unbedingt.“

 

Die schwierigeren Spiele stehen nach Meinung von Klein den Favoritnern noch ins Haus. „Gegen Mattersburg und Wiener Neustadt müssen wir Punkte sammeln und endlich wieder gewinnen und nicht so wie in den Jahren zuvor nur unentschieden spielen oder gar verlieren. Sonst besitzen wir im Titelkampf keine Chance“, appelliert der im Sommer 2009 vom LASK übersiedelte Rechtsfuß.

 

Sein Vertrag läuft nach dieser Saison aus. Was die Zukunft von „Flo“ betrifft, heißt es nach eigenen Angaben: „Nix is fix“. Ein Transfer ins Ausland sei ebenso möglich wie das Bleiben am Verteilerkreis. „Austria, wo ich von Anfang an bis jetzt eine super Zeit habe, ist zu 100 Prozent auch eine Option. Ich habe ein paar Perspektiven herausgesucht, die für mich reizvoll und sinnvoll sind. Wenn es so klappt, wie ich mir das vorstelle, dann wäre das toll für mich. Ich habe immer gesagt, dass das Ausland ein Ziel ist.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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