14.02.2012, 13:00 Uhr

MICHAEL LIENDL ZEIGT IN SEINER ALTEN PARADEROLLE NEU AUF

Michael Liendl zeigt in seiner alten Paraderolle neu auf

Michael Liendl war eine der Überraschungen in der violetten Startelf zum Meisterschaftsauftakt gegen Ried. „Ich hatte auch nicht unbedingt mit einem Platz in der Startelf gerechnet, aber umso größer war die Freude dann. Ich fühle mich zwar sehr gut in Form, aber man weiß ja nie.“ Während des Abschlusstrainings am Tag vor dem Match, holte sich Vastic den violetten Kreativgeist zur Seite und überbrachte ihm die gute Botschaft persönlich. Tags darauf lieferte Liendl beim 2:0-Erfolg gegen die Innviertler im zentralen Mittelfeld der Veilchen eine überzeugende Leistung ab.


Ausgerechnet auf einer Position, die er bei den Veilchen bisher nur ganz selten eingenommen hatte, auf der er sich selbst aber am Stärksten sieht. Kapfenberg katapultierte Liendl  seinerzeit auf diesem  offensiver Part im Zentrum mit 18 Toren und der gleichen Anzahl an Assists in die Bundesliga und auch heute fühlte sich Liendl dort anscheinend noch sichtlich wohl. „Es macht Riesenspaß dort zu spielen. Bei der Austria kam ich bisher zumeist am linken Flügel zum Einsatz, was für mich gerade bei einem spielerisch starken Team wie hier keinen allzu großen Unterschied macht.“


Gemeinsam mit James Holland rackerte der 26-Jährige gegen die Innviertler gleichzeitig auch viele Kilometer für die Defensive. Überhaupt hat sich das neue Mittelfeld-Duo, so Liendl, sehr rasch gefunden: „Wir haben gut harmoniert und auch die Laufwege klappen schon. Er ist ein cooler Typ, umsonst wird ihn Alkmaar damals auch nicht nach Europa geholt haben. James wird uns im Frühjahr sicher noch viel weiterhelfen.“


So wie auch Liendl, wie er selbst hofft: „Meine Performance im ersten Match nach der Winterpause war wirklich in Ordnung. Klar will ich im Derby unbedingt dabei sein. Wir haben aber vor allem als gesamte Mannschaft alle gemeinsam eine sehr geschlossene Leistung abgeliefert.“ Genau diese neue Kompaktheit ist für ihn auch der Erfolgsschlüssel: „Wir haben gegen Ried nicht viel zugelassen und nun, die Tests mitgerechnet, schon fünf Partien kein Tor mehr kassiert. Natürlich gibt das Sicherheit und Selbstvertrauen. Die Null muss stehen und nach vorne bekommen wir immer zumindest unsere zwei, drei Topchancen.“


Umso größer ist angesichts des gelungenen Starts ins Frühjahr für ihn auch die Vorfreude auf das 300. große Wiener Derby: „Egal ob Wiener oder Nicht-Wiener, ich bin schon jetzt unglaublich heiß auf diese Partie. Vor 30.000 Zuschauern oder mehr im Prater zu spielen ist schon ein echtes Highlight und klar denken wir mit einem Lächeln an die Gala im August gegen Rapid zurück.“


Gleich im Nachsatz kommt aber die Relativierung: „Wir haben noch gar nichts gewonnen und dessen sind wir uns zu hundert Prozent bewusst. Gerade in diesem Duell ist immer alles möglich. Die Chancen stehen einmal mehr 50:50. Daran, dass wir im Prater wieder gewinnen wollen, ändert das aber natürlich nichts. Wir haben einen guten Auftakt hingelegt, jetzt heißt es diese Woche voll konzentriert das nächste Ziel ins Auge zu fassen!“

 

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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