08.03.2012, 13:30 Uhr

MARGREITTER: „ALS VERTEIDIGER IST MIR EIN 1:0-SIEG LIEBER ALS EIN 3:2!“

Margreitter: „Als Verteidiger ist mir ein 1:0-Sieg lieber als ein 3:2!“

Georg Margreitter ist zweifelsohne eine der violetten Mannschaftsstützen in dieser Saison. Gemeinsam mit seiner Abwehrreihe und dank der kräftigen Mithilfe aller anderen Teamkollegen kassierten die Veilchen in den vergangenen acht Spielen (4 Testspiele, 4 Meisterschaftsspiele) keinen einzigen Gegentreffer aus dem Spiel heraus. Allein ein Elfmetertor von Kapfenberg verhinderte, dass hinten seitdem überhaupt die Null steht.


Für Margreitter war genau diese konsequente Abwehrleistung auch der Schlüssel zum Sieg bei Innsbruck vergangenes Wochenende: „Wir haben über neunzig Minuten keine einzige, wirklich brenzlige Situation von Wacker zugelassen und nach einem Standard eiskalt zugeschlagen. Mit einer soliden Defensive erleichtert sich jede Mannschaft das Leben. Sobald man ein Tor kassiert, sind bereits zwei für den Sieg nötig und am Ende zählen im Fußball eben die Punkte.“


Auch ein weiterer Aspekt kommt für ihn noch zum Tragen: „Im modernen Fußball nähern sich die Mannschaften stetig an. Abgesehen von der spanischen Primera Division  ist die Zeit der Dominatoren vorbei. In sämtlichen Ligen geht es knapper zu, denn je zuvor. Durch die steigende Professionalisierung holen auch die kleineren Klubs tendenziell auf. Wer daher im Match einmal in Führung geht, hat einen entscheidenden Vorteil. Insofern ist es wichtig und richtig, dass wir unser Hauptaugenmerk zunächst auf die Abwehrarbeit gelegt haben. Jetzt, wo die Abstimmung dort passt, machen wir uns an die nächsten Aufgaben. Wir trainieren derzeit besonders gezielt Abschlüsse. Vielleicht haben wir derzeit weniger Möglichkeiten als zuletzt, aber wenn wir diese gezielt nützen, dann kann am Ende sogar mehr heraus schauen.“

 

Aus seiner persönlichen Zielsetzung macht er diesbezüglich keinen Hehl: „Als Verteidiger wird mir ein 1:0-Sieg immer lieber als ein 3:2-Erfolg sein. Tore verhindern ist auf meiner Position das primäre Geschäft, daran werden wir zu allererst gemessen. Unser Ziel hinten ist es, prinzipiell immer ohne Gegentor zu bleiben und natürlich haben wir uns das auch im nächsten Match gegen die Admira vorgenommen.“


Verständnis für leicht kritische Stimmen angesichts der bisher ausgebliebenen Torfestivals hat Margreitter nichts desto trotz: „Ich verstehe beide Seiten. Die Zuschauer kommen ins Stadion, um ein Spektakel zu erleben und natürlich wollen wir ihnen das so oft wie möglich bieten. Klarerweise reißt einen ein Match mit vielen Toren mehr vom Sessel, aber gleichzeitig müssen so oft wie möglich die drei Punkte her. Am Ende ist doch fast jedem Anhänger ein torarmer Sieg lieber, als ein Punkteverlust seines Teams. Schlussendlich zählt der Erfolg, auch wenn er einmal zu Lasten der Attraktivität geht, mehr und macht alle Seiten am glücklichsten.“


Dafür hat er auch ein gutes Beispiel parat: „Ich kann mich noch erinnern, als die Austria vor zwei Jahren nach zwischenzeitlich sehr großem Rückstand auf die Tabellenspitze nach einem sensationellen Frühjahrsfinish mit sieben 1:0-Erfolgen plötzlich wieder mitten im Titelrennen stand. Plötzlich herrschte eine Rieseneuphorie, auch wenn die meisten Begegnungen mit dem knappsten aller Ergebnisse gewonnen wurden.“

 

Dementsprechend ist für ihn auch in Sachen Spielkultur und Attraktivität vielleicht etwas Geduld gefragt: „Wir befinden uns in einem Prozess, in dem wir nun genau diesen zweiten Schritt angehen. Umstellungen passieren nicht von einem Tag auf den anderen. Wir haben ein neues, junges und sehr engagiertes Trainerteam mit einer klaren Philosophie und Arbeitsweise, die von der Mannschaft voll angenommen wird. Es wird sehr gut und modern gearbeitet und für mich ist es nur eine Frage der Zeit, dass uns auch im Spiel nach vorne endgültig der Knopf aufgeht.“

 

Die nächste Möglichkeit dazu haben die Veilchen bereits am kommenden Sonntag, wenn zum zweiten Mal in dieser Saison die Admira in der Generali Arena gastiert: „Das 2:4 aus der ersten Begegnung haben wir nach dem 3:0-Sieg in der Südstadt sehr gut verdaut. Wir haben dort unsere beste Auswärtsleistung in dieser Saison abgeliefert. Noch einmal wird uns die Admira nicht mehr derart auf dem falschen Fuß erwischen, wie zu Saisonbeginn. Der Überraschungseffekt und die Anfangseuphorie von damals gibt es in dieser Form nicht mehr. Es wird einmal mehr ein hartes Stück Arbeit, aber für mich zählt in diesem Match einfach nur der Sieg!“ Hoffen dürfen die Violetten dank der Aktion "Volles Haus gegen die Admira" dabei auch auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. CASHPOINT SCR Altach 10 17
4. SK Rapid Wien 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 10 10
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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