22.06.2012, 09:53 Uhr

MANFRED SCHMID: „MÜSSEN UNS ALS MANNSCHAFT BESTMÖGLICH KENNEN!“

Manfred Schmid: „Müssen uns als Mannschaft bestmöglich kennen!“

Die zweite Trainingswoche neigt sich dem Ende zu. Grund genug für www.fk-austria.at mit Co-Trainer Manfred Schmid ein erstes kleines Resümee zu ziehen. Das Engagement seiner Truppe, der erste Fokus und neue System-Varianten kommen genauso zur Sprache, wie typische Charakteristika von Chefcoach Peter Stöger oder die anstehenden Schwerpunkte im Trainingslager.

 

Wie sind die ersten beiden Wochen abgelaufen, ehe es morgen schon ins Trainingslager Richtung Kärnten für euch geht?
Kurzum, die Mannschaft marschiert! Jeder hier weiß, dass wir angesichts der verpatzten Vorsaison einiges zum Ausmerzen haben. Wir wollen das vergangene Halbjahr schnellstmöglich vergessen machen. Alle arbeiten ohne Ausnahme sehr zielstrebig, konsequent und mit hohem Einsatzwillen. Die guten Testergebnisse zeigen, dass wir in eine gute Richtung gehen. Was noch mehr freut ist, dass die Mannschaft das eben Gelernte teils bereits vielversprechend umsetzt.

 

Wie sind die Trainingswochen konkret verlaufen?
Klar wurde körperlich sehr viel gearbeitet, aber abgesehen von wenigen Krafteinheiten ausschließlich auf dem Platz. Die Laufschuhe brauchen wir wenig bis gar nicht. Es macht den Spielern sichtlich viel Spaß, auch wenn sie nach fast täglich zwei Einheiten und schon einigen Testspielen bei nur einem freien Tag müde sind. Jeder geht an seine Grenzen und genau so soll es auch sein.

Zuletzt wurden gleich einige Systeme ausprobiert, unter anderem auch ein 3-4-3. Was kannst du uns dazu erzählen?
Wir wollen offensiv, kreativ und attraktiv spielen und gerade zu Hause noch umso mehr dominant. Von der Mannschaft wird verlangt, dass sie ihre Defensivarbeit konzentriert erledigt, aber dann gerade in Ballbesitz-Situationen schneller umschaltet und bei allen Läufen in die Spitze mit hundert Prozent gegangen wird. Welches System dieser Anlage schlussendlich zugrunde liegt ist zweitrangig. Wir werden einige wenige einstudieren, die je nach Bedarf und Anforderungen angewendet werden sollen.

Was kannst du uns über deinen alten, neuen Cheftrainer Peter Stöger erzählen?
Er ist ein sehr geradliniger, ehrlicher und korrekter Mensch, geht direkt auf jeden zu, verschönert und schmückt nichts aus. Er hat echte Führungsqualitäten, sowohl was das Team, die Betreuer als auch das Vereinsumfeld angeht. Peter weiß, er kann nicht alles alleine machen und gibt auch Verantwortung ab, beobachtet aber viel und sagt sofort, wenn ihm etwas nicht passt.

Die Harmonie im Trainerteam scheint perfekt zu passen!
Seine Fachkompetenz ist für mich unbestritten und er hat noch große Ziele vor sich. Vor weniger als einem Jahr haben wir schon einmal darüber philosophiert, wie es wäre, gemeinsam die Austria mit diesen Spielern zu trainieren. Jetzt sind wir tatsächlich da und wollen alle gemeinsam einen guten und vor allem erfolgreichen Job hinlegen.

 

Welche Schwerpunkte habt ihr euch für das Trainingslager in Velden gesetzt?
Auf dem Platz, vor allem im taktischen Bereich, ansonsten sehr viel Teambuilding mit etlichen Aktionen und Besprechungen. In den Einheiten wollen wir die zwei, drei möglichen Spielsysteme verinnerlichen, Abläufe und Passwege automatisieren. Dafür ist es essentiell, seine Mitspieler noch besser kennen zu lernen. Was sind die jeweiligen Stärken und Schwächen der Kollegen, was sind ihre Aufgabengebiete. Welcher ist ihr starke Fuß, wohin mögen sie ihre Pässe am liebsten, wie kann man sich gegenseitig am effizientesten einsetzen und vieles mehr. All diese Fragen und die Antworten darauf sind ein wichtiges Thema. Im technischen Bereich ist die Minimierung der Abspielfehler ein wichtiger Punkt, daneben wird aber natürlich auch weiterhin der körperliche Aspekt eine Rolle spielen.


Die Wiener Austria hat mit Dare Vrsic einen neuen Spielmacher bekommen. Wie sind deine ersten Eindrücke von ihm?
Ich bin der festen Überzeugung, dass er uns mit seiner offensichtlichen Qualität sofort weiterhelfen wird. Er ist technisch sehr versiert, gut und vor allem sehr ruhig und mit viel Übersicht am Ball, beherrscht den öffnenden und tiefen Pass und ist dazu gleichzeitig noch selbst sehr torgefährlich.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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