10.01.2012, 13:10 Uhr

MANFRED SCHMID: „ES IST EIN SCHÖNER MOMENT, WIEDER ZURÜCK ZU SEIN!“

Manfred Schmid: „Es ist ein schöner Moment, wieder zurück zu sein!“

Wer den neuen violetten Co-Trainer Manfred Schmid als Spieler bei der Wiener Austria kannte, der weiß, was den heute 40-Jährigen bereits damals auszeichnete: Ehrgeiz, viel Herz und der unbändige Wille, alles für den Erfolg zu geben. Alles Tugenden, die auch bei seiner neuen Aufgabe als Assistent von Chefcoach Ivica Vastic gefragt sein werden und wie es scheint, hat sich seit seiner aktiven Zeit im violetten Dress an dieser Einstellung nichts geändert.


Die ruhigste Zeit im Jahr hatte es für „Schmidl“ jedenfalls wirklich in sich: „Ich wusste, der Tag an dem ich auf die Trainerbank bei der Austria zurück kehre, wird kommen. Dass es jetzt so schnell geklappt hat, war zwar sehr überraschend, aber umso bewegender. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich jeder Aufgabe mit maximalem Einsatz stelle und dementsprechend haben wir auch in der trainingsfreien Zeit über den Jahreswechsel schon fleißig Vorarbeit geleistet. Ich habe jedes einzelne Spiel aus dem Herbst per Videostudium gesichtet und mir auch sonst viele Gedanken gemacht. Das Trainerteam stand im permanenten Kontakt. Wir haben uns mehrmals getroffen und telefoniert. Der Ansporn ist bei allen sehr groß. Jetzt geht es an die Arbeit!“


Worum es dabei konkret ging, ist für Schmid schnell umrissen: „Eigentlich um alles Wesentliche von der konkreten Aufgabenverteilung und persönlichen Vorstellungen, bis zu bevorzugten Trainingsmethoden, dem Ablauf und den Inhalten der Einheiten, der Philosophie oder dem Spielsystem. Es gab und gibt reichlich Stoff. All das wird step by step und wohl dosiert in den nächsten Wochen an die Mannschaft weiter gegeben.“ Die neue sportliche Führungs-Crew ist also vom Anpfiff der Wintervorbereitung weg bereits voll im Bilde.


Was sich die Spieler vom Co-Trainer Manfred Schmid persönlich erwarten können: „Ich bin ein sehr ehrgeiziger, lernwilliger  und konstruktiver Typ. Ich bin immer für jeden Spieler da. Man kann mit jedem Anliegen, ob sportlicher oder privater Natur, zu mir kommen. Die Unterstützung wird da sein, wo es nur geht.“

 

Mit dem nächsten Atemzug folgt aber auch die große Ausnahme: „Was ich gar nicht ausstehen kann und was ein Spieler ganz schnell zu spüren bekommt, ist, wenn er nicht bereit ist, alles zu tun und sein Leistungsmaximum abzurufen. Wenn ich das merke, gibt es bei mir auch eine andere Seite und dann kann ich sehr ungemütlich werden.“


Bekannte Gesichter gibt es für ihn im Kader mehr als genug: „Viele Spieler kennen mich noch aus der Akademie oder von den Amateuren und umgekehrt. Vom Umfeld bis zu ihren Stärken und Schwächen und dementsprechend erleichtert das beiden Seiten auch den Start. Sie wissen, was ich will und ich mitunter, was sie brauchen.“

 

Seit seinem Abschied vor vier Jahren hat Schmid viel dazugelernt: „Ich bin gegangen, um mich weiter zu entwickeln und zu lernen. Als Trainer bin ich sicher gereift und habe dank der vielen Erfahrungen und Wegbegleiter an Qualität gewonnen und werde so viel wie möglich davon in meiner täglichen Arbeit einbringen.“


Die Freude über seine Rückkehr war dem Erzveilchen, das noch bis Mittwoch den bei der Trainerausbildung weilenden Chefcoach Ivica Vastic  vertritt,  jedenfalls beim Amtsantritt förmlich ins Gesicht geschrieben: „Es ist wirklich ein schöner Moment, wieder zurück zu sein.“

 

Der erste Eindruck von der Stimmung im Team war für Schmid sehr vielversprechend: „Das Klima in der Truppe ist toll, es wurde gut gearbeitet und damit haben wir alle Voraussetzungen. Die Spieler wirken sehr motiviert.“ Heute Vormittag absolvierte die Mannschaft eine Einheit in der Kraftkammer, am Nachmittag geht es dann erstmals im Jahr 2012 auf den Rasen. Die Schwerpunkte laut Schmid in dieser Woche: „Im Vordergrund steht nach der trainingsfreien Zeit in den ersten Tagen wieder die Ballgewöhnung und die Grundlagenausdauer.“


An seinem unbedingten Engagement, das er gleichzeitig auch von jedem Spieler verlangt, lässt Schmid keinen Zweifel: „Ich werde von Früh bis Spät im Stadion sein. Im nächsten halben Jahr müssen wir alle gemeinsam die privaten Ziele hinten anstellen. Zum Glück ist in der Meisterschaft nicht allzu viel passiert. Wir haben die Chance ganz vorne mitzuspielen. Die Austria muss den Anspruch und das Selbstvertrauen haben, Titel zu gewinnen und dem wird alles andere untergeordnet.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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