11.11.2012, 09:42 Uhr

MADER STRAHLTE, JUBELTE ABER VERHALTEN

Mader strahlte, jubelte aber verhalten

Er hatte viele Hände nach dem Spiel zu schütteln, etliche Freunde und Verwandte wollten ihm nach seinem Auftritt am Innsbrucker Tivoli gratulieren. Seinem kleinen Cousin zeigte Florian Mader vor der Rückfahrt nach Wien sogar noch den Mannschaftsbus – nach einem Sieg darf man auch einmal das kleine Heiligtum der Violetten von innen sehen. Ein Zeichen dafür, dass es beim FK Austria Wien derzeit perfekt läuft.

Der 30-Jährige, der bei Wacker groß wurde und viele Saisonen dort spielte, brachte uns mit seinem ersten Bundesliga-Treffer für die Veilchen endgültig auf die Siegerstraße. Der Jubel danach fiel angesichts seiner langen Tiroler Vergangenheit aber gedämpft aus. „Ich hatte eine sehr schöne Zeit hier, deswegen habe ich mich etwas zurückgehalten“, erklärte der Mittelfeldspieler, der nach 35 Bundesliga-Partien erstmals scorte. Und dann ausgerechnet als Premiere in seiner Karriere per Kopf, normalerweise ist er für seine Schussgewalt bekannt.

Seine Analyse nach dem 3:0 war kurz und knapp. „Wir sind gut reingekommen, haben dann aber einige Ungereimtheiten in unserem Spiel gehabt, unsere Linie aber bald wieder gefunden.“ Die Hausherren, zuletzt so wie wir viermal in Folge siegreich, hätten eine breite Brust gehabt, letztendlich habe die Austria aber völlig verdient gewonnen.

Mader hatte übrigens auch die meisten Torschüsse bei den Veilchen abgegeben (5), Alex Grünwald ebenso viele Vorlagen, zwei davon führten zu Treffern durch Tomas Jun (5. Saisontor) und Philipp Hosiner (15. Bundesliga-Treffer).

Die Matchstatistik untermauerte unsere Überlegenheit. In allen Bereichen (gewonnene Zweikämpfe, Ballbesitz, Torschüsse, Ecken, Flanken) waren die Violetten vorne. Einen Spitzenwert erzielte noch Manuel Ortlechner, der 92% seiner Zweikämpfe gewinnen konnte.

 

Als bisher bestes Auswärtsteam holte die Austria 22 von 24 möglichen Punkten. Damit stellten wir den Rekord des ehemaligen FC Tirol 2001 ein.

Trainer Peter Stöger, ein bekannt kritischer Geist, war sehr zufrieden über den elften Saisonsieg im fünfzehnten Spiel, sah aber noch Luft nach oben. „Es war nicht alles optimal, vor allem nach der Gelb-Roten der Innsbrucker, da haben mir zehn Minuten gar nicht gefallen. Zugleich ist das aber ein Zeichen dafür, wie hoch wir selber bereits den Level ansetzen.“

Was man sich bei der Austria-Familie vorgenommen hatte, dass es ein äußerst erfolgreicher November werden könnte, ist zu 50 % einmal geschafft. Ried und Innsbruck wurden bereits besiegt, jetzt folgen mit Wr. Neustadt (hier geht's zur tollen Kartenaktion für Samstag) und Mattersburg zwei Heimspiele.

 

Der Tabellenführer könnte kurz vor Weihnachten richtig schön absahnen. Stöger warnend: „Wir freuen uns sehr über diese Erfolge, man darf jetzt aber nicht überheblich werden. Wir haben gesehen, wie hart man sich jeden Sieg in dieser Liga erkämpfen muss.“

Einziger Wermutstropfen: Markus Suttner und James Holland fehlen nächstes Wochenende Gelb-gesperrt, dafür bekommen andere wieder eine Möglichkeit, ihr Können zu beweisen.

Den Sonntag gab das Trainerteam frei, ab Montag läuft der Rundown für die noch fehlenden 50 %.


    


Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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