15.06.2012, 12:45 Uhr

LUKAS ROTPULLER: „ICH BIN EIN BEIßER, ICH BIN EIN TYP UND DAS WERDE ICH AUCH ZEIGEN!“

Lukas Rotpuller: „Ich bin ein Beißer, ich bin ein Typ und das werde ich auch zeigen!“

Die letzten zehn Monate wird Austria-Rückkehrer Lukas Rotpuller mit Sicherheit nicht so schnell vergessen. Vergangenen Sommer wurde der damalige Kapitän der Austria Amateure nach Ried verliehen. „Dann ist alles irrsinnig schnell gegangen, ich hatte kaum Zeit zum Nachdenken, wurde zehn Tage später bei Sturm Graz vor voller Hütte gleich ins kalte Wasser geschmissen.“


Auf ein viel beachtetes Debüt in der Bundesliga folgten zwölf ungeschlagene Partien mit Ried, wo Rotpuller aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken war. Der Herbstmeistertitel war da nur mehr der Zuckerkuss auf ein Halbjahr, dass es für ihn in sich hatte: „Ich kam zu einer eingespielten Truppe, wo ich niemanden kannte und die Rollen eigentlich verteilt waren. Umso mehr freut es mich, dass ich trotzdem so schnell Fuß fassen konnte. Mein Einstand in Graz hat danach vieles erleichtert. Entweder du wachst an solch einer Herausforderung oder du zerbrichst.“


Im Gegensatz zur natürlichen Anpassungszeit im Innviertel sollte das für den Ex-Akademiker in Wien Favoriten noch schneller abgehandelt sein: „Ich kenne einen Großteil der Mannschaft bereits aus unserem Nachwuchs und von den Amateuren. Für mich geht es viel mehr darum, mir hier schnell den selben Status wie in Ried zu erarbeiten. Dort war ich jetzt schon wer, hatte meinen Platz in der Rangfolge bereits erkämpft und genau das gilt es jetzt bei der Austria von unten weg wieder aufs Neue zu erarbeiten.“


Warum dass für ihn so wichtig ist: „Jeder kann nur sein volles Potential abrufen, wenn er sich wohl fühlt. Zuletzt wurde komplett auf mich gebaut. Vor allem durch diesen Rückhalt kam meine starke Saison erst zu Stande. Selbstvertrauen ist eben das Um und Auf.“

 

Dass auf ihn in der violetten Innenverteidigung reichlich Konkurrenz wartet, ist er sich aber voll bewusst: „Die Dichte ist speziell auf meiner Position sicher noch einmal höher. Ich weiß aber auch, was ich kann, werde mich in der Vorbereitung voll reinknien und um meinen Platz im Team kämpfen. Jetzt heißt es sich komplett reinhängen und alles rausholen was geht. Ich bin ein Beißer, ich bin ein Typ und das werde ich zeigen.“


Sein Resümee zur abgelaufenen Saison in Oberösterreich: „Es war auf alle Fälle ein gewonnenes Jahr, beinahe hätte es sogar für den ersten Titel gereicht, aber Cup-Finalist ist auch nicht schlecht.“ Die wichtigste Erkenntnis: „In der Bundesliga kochen auch allesamt nur mit Wasser. Angst braucht man vor niemanden haben. Ich bin an der Herausforderung gewachsen, habe unheimlich viel gelernt, gerade gegen starke und ausgefuchste Gegenspieler. All diese Erfahrungen haben mich stärker gemacht und genau diesen Weg gilt es jetzt bei der Austria fortzusetzen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 8 17
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 8 15
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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