25.07.2012, 10:31 Uhr

LINDNER: „DIE TIEFEN WAREN EIN REIFEPROZESS“

Lindner: „Die Tiefen waren ein Reifeprozess“

Der FK Austria Wien ist auf der Torhüter-Position außerordentlich gut besetzt. Das sah man auch jeden Tag in der Vorbereitung, wenn man die Einheiten bei der täglichen Trainingsarbeit beobachtete. Mit Heinz Lindner und Pascal Grünwald verfügen die Violetten über zwei ÖFB-Teamkeeper, dazu kommt noch der Kroate Ivan Kardum.

„Wir haben ein super Tormann-Trio, darauf können wir auf aufbauen und zuversichtlich der Saison entgegenblicken“, sagte Torhüter-Trainer Franz Gruber, der die  Nummer-1-Frage schon beantwortet hatte.

Gruber hatte die Spannung über Wochen hoch gehalten. „Wir haben drei ausgezeichnete Leute zur Verfügung“. Gott sei Dank habe sich Pascal von seiner Verletzung gut erholt und Heinz seinen Urlaub zur Erholung sowie seine Teamkader-Einberufung zu einem „sehr gelungenen ÖFB-Debüt“ (3:2 am 1. Juni in Innsbruck gegen Ukraine) genützt. Und Kardum habe nach anfänglichen Schwierigkeiten Fuß gefasst und befinde sich auf einem sehr guten Weg.

„Jeder muss seine Leistung bringen und sollte auch danach trachten, bei Austria das Einser-Leiberl zu tragen“, appellierte Gruber an seine drei Schützlinge immer wieder.

Lindner nahm die Entscheidung, dass er in der Meisterschaft die Nr. 1 sein wird, wenig überrascht zur Kenntnis. „Ich habe es mir nicht unbedingt erwartet, aber natürlich erhofft“, gibt der 22-Jährige zu.

Ein Mitgrund dafür war sein erstes Länderspiel. Das Debüt gegen die Ukraine im Juni war die vorläufige Krönung für ihn, der 2011/12 auch vom Pech Grünwalds profitiert hatte. Der 29-Jährige Tiroler zog sich im Herbst eine Leistenverletzung zu und wurde dann später in der  Vorbereitung auf das Frühjahr wegen einer Schulter-Operation außer Gefecht gesetzt.

„Er hat vergangene Saison sehr gut begonnen, hat dann leider eine Verletzung erlitten, die ihm ein bisschen zu schaffen gemacht hat“, erinnerte sich Gruber. An der Rückkehr nach der zweiten Blessur ist dann in einem Reha-Institut in Nürnberg sehr gut gearbeitet worden. „Pascal hat wieder dorthin gefunden, wo er hingehört“, lobte der Torhüter-Trainer Grünwald, der seine Routine vorerst nur im Cup unter Beweis stellen wird.

 

Für Lindner ist es mittlerweile sein viertes Jahr beim FK Austria Wien, aber erst zum zweiten Mal wird er von Beginn an als Stammkeeper in die Saison starten. Sein persönliches Ziel ist klar. „Ich muss mich jetzt immer wieder bestätigen und auf demselben hohen Niveau bleiben wie im Frühjahr.“

Persönlich mache er sich keinen Druck, da er bereits wisse, was er schon geleistet hat. „Jetzt gehe ich konzentriert, aber relaxed in diese Saison.“ Auch daran merkt man, dass er in den vergangenen 18 Monaten sehr gereift ist. Er war nicht immer der „Einser“, durchlebte Höhen und Tiefen, ist nun wieder oben. „Die Tiefen waren ein Reifeprozess, ich gehe jetzt mit vielem anders um.“

Aber er weiß auch, dass es weder in der Bundesliga und schon gar nicht bei der Austria ein Ruhekissen gibt, auf dem man sich aufgrund seiner Einserposition ausrasten kann. In Wolfsberg kann er am Mittwoch seine Klasse abermals unter Beweis stellen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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