17.10.2012, 14:04 Uhr

LANGER FLUG, KAUM SCHLAF: ABER HOLLAND LACHT SCHON WIEDER

Langer Flug, kaum Schlaf: Aber Holland lacht schon wieder

James Holland hat sein Länderspiel-Abenteuer erfolgreich hinter sich gebracht. Doppelt erfreulich: Mit den „Socceroos“, wie Australiens Nationalteam genannt wird, feierte er nicht nur einen 2:1-Sieg über den Irak, sondern durfte sich auch über ein paar Einsatzminuten freuen. Doch nicht nur deshalb stand er vor und nach der Trainingseinheit am Mittwochvormittag unter seinen Kollegen im Mittelpunkt des Interesses.


Lukas Rotpuller, Roman Kienast und Co. quetschten unseren James über alles Mögliche aus. Etwa über die warmen Temperaturen in Doha (Katar), wo das WM-Qualifikationsspiel letztlich ausgetragen wurde.  „Es ist immer etwas anders, wenn man diese Länder bereist“, resümiert der 23-Jährige. „Und doch macht es immer Spaß, bei der Nationalmannschaft zu sein. Auch dort herrscht eine gute Atmosphäre, wir sind eine eingeschworene Truppe.“


Australien geriet beim knappen Sieg zunächst ins Wanken, wodurch sich Holland zwischenzeitlich in einem Déjà-vu-Erlebnis wähnte. „Wir haben das Spiel dominiert und sind plötzlich irgendwie hinten gelegen. Ich musste sofort an unser Spiel gegen Sturm Graz denken. Gott sei Dank haben wir durch zwei späte Tore dann doch noch gewonnen.“ Und sich dadurch auf den zweiten Platz vorgeschoben - nur Mitfavorit Japan ist besser.


Der Sidneysider wurde wenige Minuten vor Schluss eingewechselt – und überraschte den einen oder anderen Zuseher mit seiner Rückennummer. „Jaja, ich habe die Nummer neun getragen“, schmunzelt Holland, ehe er erklärt. „Bei uns sind eigentlich alle Nummern festgelegt. Nur ich hatte noch keine – und nachdem die Neun frei war, habe ich sie mir einfach genommen. Aber keine Sorge, man sieht in mir nicht den Nachfolger von Stürmer-Legende Mark Viduka.“


Wobei der 6-fache Internationale im Australien-Trikot etwas offensiver eingesetzt wird als bei der Austria, wo er als defensiver Mittelfeldspieler vor der Abwehr fungiert. „Dort sieht man mich eher als offensiven Mittelfeldspieler, weil ich ja eigentlich auch für diese Position ausgebildet wurde.“


Nur wenige Stunden nach Spielschluss machte sich Holland auf den Weg zum Flughafen von Doha, ehe er heute Morgen in Wien landete. „Danach ging es direkt weiter zum Training“, erzählt der Australier, der zumindest drei der sechs Stunden Flugzeit schlafend verbringen durfte. „Jetzt fühle ich mich etwas müde, aber mir geht’s gut und ich habe mich ebenso wie Sutti (Markus Suttner weilte bei Österreichs Team, wurde dort aber nicht eingesetzt, Anm.) nicht verletzt, das ist vor dem Spiel am Sonntag das Wichtigste.“


Dann nämlich gastiert Rapid in der Generali-Arena (16.00 Uhr). Ein Umstand, der auch in Doha durchaus ein Thema war. Holland: „Ein paar Jungs haben mich bei einem Abendessen danach gefragt, schließlich ist das Wiener Derby auch in Europa eine große Nummer.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle