18.10.2012, 10:25 Uhr

KOCH HOFFT AUF SEINEN ERSTEN WIENER-DERBY-EINSATZ

Koch hofft auf seinen ersten Wiener-Derby-Einsatz

Der erste Wiener Saison-Gipfel am 5. August 2012 ging ohne ihn über die Hütteldorfer Bühne. Da gehörte Fabian Koch nicht dem Kader an. Am kommenden Sonntag in der Generali-Arena (16.00 Uhr), wo für den FK Austria Wien gegen die punktegleichen Rapidler der Schlager der 12. Bundesliga-Runde auf dem Programm steht, könnte es für ihn zur Derby-Premiere kommen.


„Ich hoffe, diesmal zumindest im Kader zu sein. Man wird sehen, was passiert“, sagte der Innsbrucker, der zuletzt in Graz gegen Sturm (1:1) als rechter Verteidiger für den verletzten Emir Dilaver zu den besten Veilchen gezählt hatte. „Ich glaube, eine ganz gute Partie gespielt zu haben. Jetzt im Training wird sich herauskristallisieren, wer sich den Platz mehr verdient“, meinte Koch.


Der 23-Jährige, der von seinen Kollegen „Kochi“ gerufen wird, hat bisher 20 Einsätze (966 Minuten) in Pflichtspielen für die Austria gehabt, auf sein erstes Tor wartet er noch. „Natürlich wäre es wunderschön, es im Derby zu erzielen. Es würde sich jeder darüber freuen“, sagt Koch, der glaubt, dass der Erfolgsdruck auf beiden Vereinen liegt.


„Derby ist Derby, da spielt alles andere keine Rolle“. Austria und Rapid sind nur durch die Tordifferenz (10 bzw. plus 13) getrennt auf den Plätzen drei und zwei. Nur Salzburg ist mit einem Zähler besser, der Spitzenreiter hat schon am Samstag Aufsteiger Wolfsberg zu Gast.


Den „Bullen“ bescheinigt Koch derzeit einen Lauf, aber er glaubt, dass deren Serie auch einmal einbrechen würde. „Wir müssen da dranbleiben, auf unsere Chance warten und dann eiskalt zuschlagen“, gab der Innsbrucker die Devise für die kommenden Wochen aus. Schließlich lautet  Kochs ganz großes Ziel, Meister zu werden.


Es wäre sein erster Titel in der obersten Spielklasse, nachdem er mit Wacker Innsbruck einmal in der „Erste Liga“ Meister geworden ist. Koch schaut nach vorne, hat die jüngste Vergangenheit mit dem aberkannten Kopftor von Lukas Rotpuller und dem falschen Elfer-Pfiff nach sauberer Suttner-Attacke in Graz verarbeitet.


Das sei bitter gewesen, doch müsse man damit leben, einmal sei es so, einmal so, über eine Saison gleiche sich das aus. „Wir hatten es selber in der Hand, das Spiel zu entscheiden. Zum Beispiel hatte Flo Mader am Ende eine Chance, die er im Training immer verwertet“, erklärte Koch.


Er ist jedenfalls bereit für das Derby. „Ich bin zurzeit recht gut drauf, es passt“, sagt der Tiroler, den als Jugendlicher der Tscheche Pavel Nedved als „Wahnsinnskicker“ immer inspiriert hat. Nedved war Mittelfeldspieler, wie Koch in seinen fußballerischen Anfängen. Jetzt gefällt es ihm als rechter Verteidiger „sehr gut“, es ihm sei ihm egal, ob er hinten oder vorne im Mittelfeld eingesetzt wird.


Koch wurde in der Winterpause 2010/11 nach Favoriten geholt und unterschrieb einen bis Sommer 2013 gültigen Vertrag mit Option auf eine weitere Saison. Wie fühlt sich eigentlich ein Tiroler in Wien? „Die Berge gehen mir ein bisschen ab, doch sonst hat die Stadt alles zu bieten, was man begehrt“, antwortet der Abwehrmann, dessen Freundin in Innsbruck lebt.


Christina und er kennen einander viereinhalb Jahre und treffen bzw. sehen einander meist an Wochenenden. „Das passt schon so“, meint Kochi, der sich zu 100 Prozent auf den Fußball konzentrieren kann. Als große Stärke von ihm führt er seine Schnelligkeit im Eins-gegen-Eins, defensiv wie offensiv, an. „Ich schaue immer, dass ich mich nach vorne einbringe und helfe hinten, die Null zu sichern“. Vielleicht bekommt man seine Stärke im Derby zu sehen.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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