19.07.2012, 11:13 Uhr

KIENAST HÄLT NICHTS VON ZAHLENSPIELEN ZUM SAISONSTART

Kienast hält nichts von Zahlenspielen zum Saisonstart

Vor dem Anpfiff einer neuen Fußball-Bundesliga-Saison hört man immer wieder, dass ein guter Start eines Klubs für den weiteren Verlauf der Meisterschaft wichtig sei. Auf die Frage, wie viele Punkte müsse der FK Austria aus den ersten drei Runden gegen den Wolfsberger AC (auswärts), Sturm Graz (daheim) und im Wiener Derby in Hütteldorf holen, um von einem gelungenen Auftakt sprechen zu können, bleibt Roman Kienast eine konkrete Antwort schuldig. Er lässt sich vor dem Gastspiel am Samstag (18.30 Uhr/live Sky) in Kärnten auf derartige Zahlenspielereien oder Prognosen erst gar nicht ein.

 

„Wichtig ist jetzt einmal am Samstag das erste Match in Wolfsberg. Unser Fokus ist von Spiel zu Spiel gerichtet“, meinte der Stürmer , der der Ansicht ist, dass gegen Aufsteiger immer schwer zu spielen ist, weil diese Mannschaften unberechenbar sind. „Vor allem in der ersten Partie und noch dazu daheim wollen die Kärntner natürlich zeigen, dass sie in der Bundesliga Fuß fassen können. Deshalb ist diese erste Aufgabe sehr gefährlich“, betonte der 28-Jährige.

 

Man dürfe den Gegner keinesfalls unterschätzen, appellierte Kienast an seine Mitstreiter. Er freut sich aber schon auf den Auftakt, der ein schnelles Wiedersehen mit den von Favoriten ins Lavanttal gewechselten Michael Liendl bringt. Geschenke werden weder von der einen, noch von der anderen Seite gemacht werden. „Wenn wir so spielen, wie wir es können, dann werden wir gewinnen“, ist Kienast optimistisch.

 

Im Vergleich zum verkorksten Frühjahr glaubt er, dass mit Regisseur Dare Vrsic ein „sehr guter Spieler“ dazugekommen ist. „Ich denke, wir hatten auch 2011/12 einen starken Kader – nur haben wir nicht das Maximum aus uns herausgeholt. Ich hoffe, das ist diesmal nicht der Fall“, vertraut der Blondschopf der violetten Stärke. Kienast ist seit dem Winter 2011/12 ein Veilchen und liebäugelt mit seinen dritten Meistertitel nach 2005 (Rapid) und 2011 (Sturm Graz).

 

Möglich sei alles, meint er und fügte hinzu, dass die Qualität im Kader jedenfalls vorhanden sei. „Wir haben Super-Spieler und wenn wir gut starten, gibt das viel Selbstvertrauen. Wenn wir dann von Spiel zu Spiel Punkte sammeln, hoffe ich, dass wir am Saisonende in der Tabelle oben stehen“, sinniert Kienast, der RB Salzburg als Titelfavoriten sieht. Die Bullen sind wie jedes Jahr vom Budget her und den Leuten, die sie holen, auf Top-Niveau“, sagt der Stürmer.

 

Natürlich zählt er seine Violetten zum engsten Kreis der Bullen-Jäger und erinnert sich an seine Sturm-Zeiten: „Vor zwei Jahren hat man ja gesehen, obwohl die Salzburger den besten Kader hatten, ist Sturm Graz Meister geworden.“ Der in Salzburg geborene Wiener glaubt, dass wieder drei, vier Vereine um den Meistertitel mitmischen werden. „Auch wir haben eine sehr starke Mannschaft!“

 

Dass die Austria das europacup-lose Jahr zu einer Reihe von internationalen Testspielen nützt, findet der Angreifer gut – auch wenn sich West Ham United, TSV 1860 München, FSV 05 Mainz, Eintracht Frankfurt oder Hannover 96 noch in der Vorbereitungsphase befinden. „Es ist sehr wichtig, solche Spiele unter der Saison einzubauen, um auch Spielern, die nicht so zum Zug kommen, die Gelegenheit zu geben, sich gegen starke Gegner zu präsentieren“, sagt Kienast.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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