21.11.2012, 14:03 Uhr

KIENAST: "ES GIBT KEINEN GRUND, NICHT INS STADION ZU KOMMEN"

Kienast: "Es gibt keinen Grund, nicht ins Stadion zu kommen"

„Wir spielen derzeit sehr gut und sind Tabellenführer. Es gibt keinen Grund, nicht in die Generali-Arena zu kommen.“ Roman Kienast hofft auch in der 17. Bundesliga-Runde am Samstag (18.30 Uhr) gegen Nachzügler SV Mattersburg auf eine ähnliche Kulisse wie vor einer Woche, als fast 9.400 Zuschauern gegen Schlusslicht SC Wr. Neustadt nach Favoriten pilgerten! „Wir brauchen die Fans und ihre Unterstützung, damit wir gemeinsam unser Ziel erreichen“, appelliert der Stürmer.

 
Die Endstation Sehnsucht ist für alle Veilchen zumindest die Europacup-Teilnahme 2013/14. Der unmittelbare Fokus richtet sich jedoch stets auf die kommende Aufgabe. Diese sei wieder eine sehr wichtige Partie für die  Austria, meint der 28-Jährige. „Die Burgenländer haben zwar derzeit ein Negativ-Lauf, aber ein solcher hat einmal ein Ende. Man darf sie nicht auf die leichte Schulter nehmen“, mahnte Roman zur Konzentration. Es sei jedoch keine Frage, dass man für die Fans wieder drei Punkte einfahren wolle.

 
Der sechste Sieg in Serie wäre schon im Hinblick auf den Schlager am 2. Dezember (16.00 Uhr) in Salzburg von großer Bedeutung, da man dann auch als Spitzenreiter und mit Selbstvertrauen zum Meister reisen würde. Kienast erwartet in den letzten vier Spielen des Jahres übrigens ein spannendes Duell um die „Winterkrone“ zwischen seinen Veilchen und den „Bullen“. Auch wenn die Salzburger im Finish 2012 auf ihren Torjäger Jonathan Soriano wegen einer Blessur verzichten müssen. 

 
„Ich wünsche keinem, länger verletzt zu sein. Soriano ist ein wichtiger Bestandteil der Salzburger Mannschaft. Ich hoffe, er ist so schnell wie möglich wieder fit, aber vielleicht sollte er gegen uns noch pausieren“, sagte Kienast, der selbst einen lange Pechserie mit Mittelfußknochenbruch, Knöchel-OP und Muskelfaserriss im Adduktoren-Bereich hinter sich hat. Sein drittes Saisontor in der Liga gegen die Neustädter per herrlichem Volley waren Balsam und seine Wunden.

 
„Ich war froh, dass ich jetzt wieder über einen längeren Zeitraum, über 30 Minuten, gespielt habe und mir dazu ein Treffer gelungen ist“, atmete der Angreifer erleichtert auf. Nach seinem 140. Bundesliga-Spiel hält der frühere Schweden- und Norwegen-Legionär nun bei 38 Toren. Es war sein dritter Treffer in dieser Saison nach dem Doppelpack im ersten Derby und der insgesamt fünfte im violetten Trikot. Vielleicht gelingt ihm als Joker gegen die Mattersburger der nächste Streich?

 
Wichtig ist für Kienast nach den vielen Rückschlägen vorerst einmal, fit zu sein. „Das bin ich derzeit zu 100 Prozent und das möchte ich jetzt auch über einen längeren Zeitraum bleiben. Dann wird’s auch wieder nach oben gehen. Natürlich will ich wieder zu den ersten Elf zählen“, nannte er seine persönliche Saisonziele. Dass es auf seiner Position der Sturmspitze durch den Zugang von Philipp Hosiner nicht leicht wird, ist ihm klar.

 
„Er hat gleich eingeschlagen, seit er bei uns ist. Er ist Führender in der Torschützenliste, er trifft oft und das steigert sein Selbstvertrauen. Es ist vielleicht gut, dass er Leute im Rücken hat, die ihm ein bisschen Druck machen. Das pusht ihn zusätzlich nach vorne. So geht es jedem Spieler in unserem Kader. Deswegen sind wir auch bereit, solche Leistungen abzurufen.“

 
Seine Joker-Rolle, meint Kienast, müsse er so hinnehmen. „Die Mannschaft spielt momentan sehr gut. Es ist schwierig, da reinzukommen. Aber ich gebe nicht auf. Im Training sieht man, dass jeder spielen will – auch diejenigen, die nicht so oft zum Zug kommen. Ich schaue, so gut wie möglich zu trainieren und so zu meiner Chance zu kommen“, skizziert er seine Situation im Kader.

 
Dass es bei der Austria derzeit so gut läuft, hat mehrere Gründe. Es habe alles schon ab dem Sommer funktioniert. „Wir hatten eine super Vorbereitung, sind gleich positiv in die Meisterschaft gestartet und dann greift ein Rad ins andere“, erklärt der „Lange“ mit der Rückennummer 42. Die Stimmung sei sehr gut und die Trainingsqualität auf einem sehr hohen Level – das müsse man beibehalten.

 
„Es kann im Fußball auch wieder schnell nach unten gehen. Daher muss man immer fokussiert bleiben. Das macht jeder von uns und deshalb ist unser Level so hoch und spielen auch sehr gut“, sagte Kienast, der in Salzburg geboren ist, im November 2002 in der obersten heimischen Spielklasse debütiert, im September 2004 sich erstmals in der Bundesliga in die Torschützenliste eingetragen hat und seit Jänner 2012 ein Violetter ist.

 

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Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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