23.03.2012, 14:33 Uhr

KAPITÄN MANUEL ORTLECHNER: „MAN WIRD GEGEN STURM EINE ANDERE AUSTRIA SEHEN!“

Kapitän Manuel Ortlechner: „Man wird gegen Sturm eine andere Austria sehen!“

Wer den violetten Kapitän  Manuel Ortlechner ein wenig kennt, weiß, dass „Orti“ bei seinen Wortspenden zwei positive Eigenschaften vereint: Bedacht und gleichzeitig aus dem Bauch heraus und auch im Vorfeld des Schlagers gegen Sturm Graz kommen diese beiden Tugenden im Gespräch mit www.fk-austria.at voll zum Tragen.


Zuletzt lief es nicht nach Wunsch, wie gehst du und wie geht die Mannschaft mit dieser Situation vor dem Schlager gegen Sturm Graz um?
Wir waren nach der Niederlage gegen Mattersburg am allermeisten enttäuscht. Das Team weiß, dass es so nicht weiter geht, dass sich etwas ändern muss. Uns wurmt dieser Rückschlag zumindest so sehr wie unsere Fans. Wir hatten eine interne Aussprache, wissen, was sich ändern muss. Jeder muss sich verbessern. Wir sind bisher im Frühjahr eine Wundertüte, es muss Kontinuität hinein. Am Wochenende muss das Feuer nicht nur lodern, sondern brennen. Ich kann versprechen, dass man am Samstag gegen Sturm Graz eine ganz andere Austria sehen wird!


Der kommende Gegner wusste in den vergangenen Wochen ebenfalls nicht oft zu glänzen. Wie siehst du die Ausgangslage vor dieser Schlagerpartie?
Sie wird jedenfalls sehr interessant und gegen Sturm, auch ohne die enge Tabellensituation zu betrachten, war es fast immer sehr brisant. Sie haben sich bisher im Frühjahr mehrmals unter ihrem Wert geschlagen gegebenen. Ich will den Gegner aber weder schlechter noch besser machen als er ist. Fakt ist, für österreichische Verhältnisse treffen zwei starke Mannschaften aufeinander und wir wollen gerade zu Hause das Ruder herumreißen.


In der Innenverteidigung bekommst du durch den Ausschluss von Georg Margreitter einen neuen Partner im Abwehrzentrum.
Georg und ich haben bisher im Frühjahr ein sehr gutes Duo gebildet, aber Kaja Rogulj oder Remo Mally werden diesen Part neben mir gleichwertig erfüllen. Dafür haben wir einen starken Kader, ich mache mir diesbezüglich keine Sorgen. Beim 2:1-Sieg gegen Sturm Graz im Herbst haben beispielsweise Kaja und ich die Innenverteidigung gebildet, ein Beweis dafür also, dass wir hier gut aufgestellt sind.


Die Austria-Fans werden bei diesem Schlager einmal mehr besonders wichtig. Wie siehst du die derzeit mitunter kritischen Stimmen aus dem Fanlager?
Die Austria-Anhänger haben einen hohen Anspruch und endendwollende Geduld. Diese hohen Ansprüche sind bei einem Spitzenklub legitim. Damit muss man als Spieler rechnen und umgehen können, wenn man bei der Austria unter Vertrag steht. Alles andere wäre blauäugig.


Was würdest du dir von den Fans wünschen?
Frei heraus würde ich mir mehr Geduld für unser sehr engagiertes Trainerteam und bedingungslosen Support bei jedem Match wünschen. Vielleicht ist das illusorisch, aber damit wäre allen am meisten geholfen. Ich habe aber gleichzeitig sehr wohl Verständnis für kritische Stimmen nach den letzten Leistungen. Gerade unseren jungen Spielern, die solche Situationen, die ich in meiner Karriere schon zu Hauf erlebt habe, noch nicht kennen, hilft die offene Kritik aber nicht gerade. Ich habe aber auch nicht das Recht, irgendwem etwas Vorzuschreiben, ich will nur aufzeigen, was Sache ist. Am Ende bleibt es ein großes Miteinander und das sollten wir uns gerade vor dem nächsten wichtigen Match gegen Sturm Graz und den kommenden Krachern alle vor Augen halten!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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