13.09.2012, 15:01 Uhr

JUN: "ICH WEIß, WIE DEFENSIVARBEIT AUSZUSEHEN HAT"

Jun: "Ich weiß, wie Defensivarbeit auszusehen hat"

Unter Peter Stöger zählt das Leistungsprinzip. Das wissen die Spieler – und betonen es auch immer wieder. Tomas Jun ist so einer, der seine Performances zurzeit Woche für Woche bestätigen kann und es daher auch auf die meisten Einsatzminuten (605) aller Offensivspieler bringt.

 

Chefcoach Peter Stöger sieht im 29-jährigen Tschechen, der die besten Ausdauerwerte aus dem Sommerurlaub mitbrachte, einen Offensiv-Allrounder. Einen, der vorne jede Position bekleiden kann und das in dieser Saison auch schon getan hat. Vier Saison-Treffer verbucht Jun bis dato – und er weiß, worauf das zurückzuführen ist: „Ich bin seit längerer Zeit verletzungsfrei, konnte die ganze Vorbereitung mitmachen und habe ein gutes Gefühl.“

 

Selbstvertrauen und Fitness – zwei Attribute, die es auf Juns Position braucht. Denn die violetten Außenstürmer müssen auch nach hinten arbeiten. „Das ist anders als bisher, denn früher habe ich zentraler und dadurch offensiver gespielt. Aber ich habe über 300 Erstliga-Spiele absolviert und weiß, wie Defensivarbeit auszusehen hat“, sagt der abseits des Platz eher zurückhaltende Publikumsliebling.

 

Schon vor der Ära Stöger hat er in einem 4-3-3-System einmal die Position des Außenstürmers bekleidet. „Als Spieler bekommt man ja mit, wie man sich auf gewissen Stellen am Platz verhalten muss“, sagt Jun, der die vom Trainer geforderte Laufbereitschaft mitbringt und vier von sieben Bundesliga-Partien über die volle Distanz bestreiten durfte. Zumal ihm auch der nächste Gegner liegen dürfte (Sonntag, 16:00 Uhr, Pappelstadion): In neun Spielen gegen Mattersburg gelangen Jun fünf Siege, fünf Trefer Treffer und ebenso viele Assists.

 

Stöger erklärte zu Saison-Beginn, dass Jun ein Spieler sei, „der unter Spannung gehalten“ werden müsse, um Bestleistungen abrufen zu können. „Ich glaube aber, dass das die meisten Spieler brauchen“, findet Jun. „Im Profi-Fußball geht es auch immer darum, zu versuchen, permanent auf dem höchsten Level zu arbeiten und das Maximum aus sich herauszuholen. Deshalb ist auch Konkurrenz immens wichtig.“

 

Der interne Kampf ums Leiberl wird auch durch die Verpflichtung oder Hochbeorderung einiger junger Spieler angeheizt. Egal ob diese Thomas Murg, Sebastian Wimmer, Srdjan Spiridonovic oder Martin Harrer heißen. Jun sagt: „Wenn ein 17- oder 18-Jähriger zur Kampfmannschaft kommt, muss er Qualität haben.“

 

Und doch sei es ein langer Weg für die aufstrebenden Talente. „Ich weiß, was ich sage: Ich bin mit 16 in die erste Mannschaft von Sparta Prag gekommen. Du brauchst in weiterer Folge etwas Glück und musst richtig hart arbeiten – und stark im Kopf bleiben. Dann kannst du es auch schaffen.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle