01.05.2012, 11:35 Uhr

JETZT AUCH IM ÖFB-CUP AM EUROPACUP-BALL BLEIBEN

Jetzt auch im ÖFB-Cup am Europacup-Ball bleiben

Nach dem Befreiungsschlag, dem 3:0 daheim am Samstag gegen Wacker Innsbruck in der 32. Runde der Meisterschaft, wollen die Veilchen mit neuem Selbstvertrauen auch im „Samsung“-ÖFB-Cup am Europacup-Ball bleiben und die zweite Chance auf das internationale Fußball-Geschäft am Leben erhalten. Im Semifinal-Schlager (Mittwoch, 20.30 Uhr/live ORF eins) wartet in der Keine-Sorgen-Arena Titelverteidiger SV Ried auf den Rekordcupsieger.

Der höchste Erfolg unter Ivica Vastic sollte nach dem Treffen mit den Tirolern allen im violetten Lager Auftrieb für das heiße Saisonfinish geben. „Wir haben erst vor Kurzem bewiesen, dass wir in Ried gewinnen können“, erinnert unser Cheftrainer an das 1:0 im Innviertel am 7. April. Damals sorgte Roland Linz 59 Sekunden nach seiner Einwechslung für das Goldene Tor. Der Stürmer steht diesmal allerdings wegen seiner gegen Wacker erlittenen schweren Gehirnerschütterung nicht zur Verfügung.

Dafür ist mit Manuel Ortlechner, der gegen die Innsbrucker gesperrt war, wieder der Kapitän an Bord. Der 32-Jährige war übrigens der bisher letzte Austrianer, der sich im ÖFB-Cup in die Torschützenliste eingetragen hat. Er erzielte am 12. April auswärts im Viertelfinale gegen Austria Lustenau knapp vor der Pause die wichtige 2:0-Führung beim 2:1-Sieg. „Die Lustenauer Hürde war nicht leicht zu nehmen“, meinte Ortlechner, um seinen Blick sofort auf die kommende Cup-Aufgabe zurichten.

Ortlechner ist in Ried geboren, kennt den zweifachen Cup-Gewinner (1998 und 2011) wie seine Westentasche. „Ich habe dort acht Jahre im Verein gespielt. Die Trauben im Innviertel hängen immer hoch, das wissen wir. Unser jüngstes Erfolgserlebnis dort ist noch nicht so lange her. Ich glaube, das 1:0 ist ein gutes Omen für uns“, sagte Ortlechner, der sich sicher ist, dass die Rieder auf Revanche brennen. Zumal sie am Sonntag durch das 2:3 zu Hause in der Liga gegen Rapid mit vier Punkten Rückstand auf die drittplatzierte Austria auf den sechsten Tabellenplatz abgerutscht sind.

Unser Innenverteidiger, der im Sommer 2009 an den Verteilerkreis kam und heißt auf seinen ersten Titel im violetten Dress ist, gibt sich jedoch zuversichtlich, dass er mit der Austria in Ried abermals gewinnen kann. „Es wäre lässig, würde die Violetten erstmals seit 2009 wieder einmal im Cup-Finale spielen“, hofft Orti. Damals, am 24., Mai 2009 in Mattersburg, fuhren die Favoritner dank Toren von Okotie und Acimovic (2) durch ein 3:1 n.V. gegen Admira den 27. Cup-Titel ein. Zum Einzug ins Endspiel 2012 ist es noch ein weiter Weg. „Es steht nicht nur die Stadt Ried, sondern die ganze Region Innviertel hinter dem Verein. Das weiß ich besser als jeder andere Austrianer aus eigener Erfahrung“, warnte Ortlechner.

Die Rieder seien eine unglaublich kompakte Mannschaft mit ihrem besonderen 3-3-3-1-System und daher schwer zu knacken. „Das wird auf alle Fälle eine harte Nuss. Doch wir wissen, wie wir sie anpacken müssen. Ich denke wir haben die Aufgabe zuletzt zweimal ganz gut gelöst, sowohl daheim als auch auswärts gewonnen“, sagte der Austira-Kapitän. Zu Hause gelang im ersten Pflichtspiel unter Vastic am 11. Februar 2012 durch zwei Gorgon-Treffer ein 2:0.

Der dritte Sieg in Serie gegen die Rieder könnte im Hinblick auf unsere Europacup-Teilnahme noch Goldes wert sein. Nämlich dann, wenn RB Salzburg, der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga, Meister wird und am Dienstag (18.00 Uhr/live ATV) in der Steiermark gegen Zweitligist TSV Hartberg den Einzug ins Endspiel des ÖFB-Cups schafft. Dann wäre die Austria als Cup-Finalist automatisch im internationalen Geschäft. Dieses hat sie als einziger ÖFB-Vertreter 2002 immer erreicht.

In der Meisterschaft scheint hingegen ein noch viel beschwerlicherer Weg zum Happy End zu führen, tobt doch hier der Kampf um den dritten Rang hinter RB Salzburg (56 Zähler) und Rapid (53.). Vor den letzten vier Runden liegen wir als Tabellendritter punktegleich (48) mit unserem nächsten Gegner Admira (Samstag, 18.30 Uhr in der Südstadt) gleichauf. Dahinter lauern auch noch Meister Sturm Graz (46 Punkte), Cupsieger SV Ried (44) und Wacker Innsbruck (43) auf den Plätzen fünf bis sieben.

Der erste violette Heimsieg seit 11. März (2:1 gegen Aufsteiger Admira) sollte jedenfalls für die kommende Aufgaben eine Moralinjektion gewesen sein und neue Kräfte mobilisiert haben. Die drei Tore gegen Wacker Innsbruck am letzten April-Wochenende war eine Ausbeute, für die Ortlechner, Jun und Kollegen zuvor nicht weniger als sieben Liga-Partien benötigt haben.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 19 25
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 19 21
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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