31.10.2012, 11:21 Uhr

IN VILLACH: WIEDERSEHEN MIT EINEM ALTEN BEKANNTEN

In Villach: Wiedersehen mit einem alten Bekannten

Wenn der FK Austria Wien am Mittwoch (19.00 Uhr) im Achtelfinale des ÖFB-Cups in Kärnten gegen den Villacher SV antritt (Karten-Infos), dann kommt es auch zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Günter Kronsteiner, der zwischen Mai 2003 und Mai 2005 als Stronach-Berater, Sportdirektor, Trainer und Sportmanager für die Violetten tätig war, ist die zweite Saison VSV-Trainer. „Mit der Austria verbinde ich meine schönsten Erinnerungen an den Fußball in Österreich“, sagte der Steirer.

Er freut sich schon richtig auf diese Cup-Partie, weil die „Austria noch immer mein Klub ist.“ „Ich habe mit Markus Kraetschmer noch Kontakt und bin mit einigen Anhänger über Facebook in Verbindung“, erzählte der 59-Jährige, der mit den Veilchen 2004/05 den Einzug ins Halbfinale des UEFA-Cups gegen den AC Parma (1:1/heim bzw. 0:0/auswärts) ganz knapp verpasst hatte. „Das war damals eine tolle Zeit. Man hat gesehen, was möglich war, dass etwas zu bewegen ist“, erinnert sich Kronsteiner.

Am Mittwoch wird seine Affinität zur Austria jedoch zumindest für 90 Minuten eingefroren. „Über den Favoriten gibt es keine Diskussion“, erklärte der VSV-Coach. Er findet es aber auch angenehmer, wenn der Gegner Favorit ist. Er hat uns am Sonntag im Spiel Rapid – Salzburg sogar die Daumen gehalten, dass wir Tabellenführer bleiben und als solcher nach Villach kommen. „Das bringt vielleicht noch ein paar Zuschauer mehr“, hoffte Kronsteiner auf eine Kulisse von 1.500 bis 2.000 Besuchern.

Am vergangenen Donnerstag beim überraschenden 2:0 gegen den FC Pasching, der überlegen die Tabellen der Regionalliga Mitte anführt, wurden nur rund 600 Besucher gezählt. Die Villacher weisen nach der erfolgreichen Generalprobe für den Cup 14 Punkte Rückstand auf. „Wir vergessen gegen die Austria nicht, dass wir zwei Klassen tiefer nur an fünfter Stelle liegen“, meinte Kronsteiner, der den kommenden Gegner nicht persönlich beobachtet hat, aber ihn kennt.

„Diese Regionalliga ist verrückt“. Die Paschinger hätten ein Budget von zwei Millionen Euro, Austria Klagenfurt habe 1,5 und der LASK nicht viel weniger, rückte er die Relationen ins Lot. „Mit 370.000 Euro können wir da nicht mithalten.“ Deshalb habe man auch das Ziel von Präsident Egon Putzi, der ihn in die Faschingsstadt geholt hat, vorerst sein lassen. Der Aufstieg in die Erste Liga ist ob der Übermacht vorerst ad acta gelegt.

Bekanntester Spieler des VSV ist Christian Prawda, den Manuel Ortlechner als einzigen kennt. „Mit ihm habe ich gemeinsam für Austria Kärnten in der Bundesliga gespielt“, meinte unser Kapitän. Und auch der Manager ist mit Peter Hrstic ein Kicker mit Oberhaus-Erfahrung. Bester Saison-Torschütze im 22-Mann-Kader mit vier Ausländern ist Denis Curic mit sieben Liga-Treffern.

Mit dem SC Wr. Neustadt hat VSV in der zweiten Cup-Runde durch einen 3:1-Heimsieg schon einen Verein der tipp3-Liga eliminiert! Am Montag präsentierte sich das Stadion in Villach-Lind unter einer weißer Decke. „Derzeit sieht es katastrophal aus. Aber ich gehe davon aus, dass der Schnee bis Mittwoch vom Rasen geräumt ist und auf die Wetter-Prognose, die Besserung prophezeit“, berichtete Kronsteiner.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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