25.10.2012, 14:33 Uhr

HOSINER WARNT VOR SEINEM HEIMSTARKEN EX-KLUB

Hosiner warnt vor seinem heimstarken Ex-Klub

Nach seinem Derby-Debüt im violetten Dress wartet auf Philipp Hosiner in der 13. Bundesliga-Runde am Samstag (18.30 Uhr) ein ganz besonderer Gegner. Der Stürmer tritt erstmals mit seinem neuen Verein gegen seinen Ex-Klub Admira Wacker an (Ticket-Infos). Trotz des 1:2 der Mödlinger im NÖ-Derby in Wiener Neustadt weiß „Hosi“ aus eigener Erfahrung, was da auf ihn und seine Mitspieler zukommt.

 

„Für die Admira-Gegner ist es in der Südstadt immer schwierig. Als ich dort war, haben wir eigentlich vor allem daheim stets gute Spiele gemacht“, erinnert sich der 23-Jährige. Der Tabellenfünfte hat vorige Saison bekanntlich als Aufsteiger den Veilchen mit einem Punkt Vorsprung die Teilnahme an der Europa League weggeschnappt. „Wir müssen hundertprozentig konzentriert in dieses Spiel gehen und immer aufpassen!“


Die Kühbauer-Truppe, die flinke Spieler in ihren Reihen hat, ist bekannt für ihr schnelles Umschalten. Aber Hosiner denkt, dass die Austria, wenn sie ihr volles Leistungspotenzial abruft und auch in Führung geht, gewinnen kann.


Hosiner ist in Favoriten längst angekommen und voll integriert. Er stand in der Liga seit seinem Debüt am 1. September (ab 50. Minute beim 2:0 in Wr. Neustadt) fünfmal in der Startelf und erzielte drei Tore. Damit hält er mit seinen fünf Admira-Treffern bei insgesamt acht Saison-Goals und ist damit Zweiter in der Schützenliste hinter dem „Bullen“ Jonathan Soriano (9).
 

Der Austrianer könnte mit dem Spanier gleichauf liegen, hätte er im Derby nach 67 Sekunden einen Kopfball nicht über die Latte, sondern ins Netz gesetzt. „Ich habe mir ein Tor gewünscht, das wäre ein Derby-Einstand nach Maß gewesen. Wir haben aber hoch verdient gewonnen, von daher war es zu verkraften, dass ich ein paar Chancen vergeben habe“, tröstete sich der Angreifer.


Er wird sein erstes Stadtduell als „wunderschön“ in Erinnerung behalten. „Es war wirklich eine tolle Stimmung, wir haben ein gutes Spiel gemacht und die Zuschauer waren zufrieden. Von daher war es ein gelungenes Debüt für mich“, resümierte der Burgenländer, der für die Favoritner am 7. Oktober beim 1:1 in Graz gegen Sturm und davor am 16. September beim 4:2 in Mattersburg mit seinem fünften Doppelpack in der Bundesliga getroffen hat.
 

So mancher violette Fan hat Hosiner aber auch noch mit Schaudern im Kopf. Am 28. August 2011 hatte der Eisenstädter im Admira-Trikot in der Generali-Arena die Austria beim 4:2-Erfolg die Veilchen mit drei Goals im Alleingang erledigt. Am Samstag könnte er einiges gutmachen. Derzeit hält er bei insgesamt 18 Treffern (davon 15 für Admira) in der höchsten heimischen Spielklasse.
 

„Ums Revanchieren geht’s nicht. Wir wollen einfach die drei Punkte holen, gewinnen. Wer die Tore schießt, wer gut spielt oder wer sich rächen will, das interessiert am nächsten Tag sowieso keinen mehr. Wenn wir das Spiel gewinnen und ich mache kein gutes Spiel, dann ist mir das auch recht“, versicherte der Stürmer, der das Super-Klima und die tollen Charaktere in der Mannschaft lobt.
 

Sich mit der Austria so lange wie möglich in der Tabelle oben zu halten, ist sein primäres Ziel. Darüber hinaus möchte er persönlich gute Leistungen abliefern, „alles andere kommt dann von alleine“. Er denkt, dass es bis zum Schluss einen Drei- bzw. Vierkampf – wenn Sturm vielleicht mitmischen kann – um den Titel geben wird. „Die Salzburger haben den besten Kader, das ist einmal so. Wir wollen mit unseren Tugenden, die wir im Derby gezeigt haben, im Meisterkampf bleiben.“
 

Er, der am Sonntag zwischen beim Duell Rapid und Salzburg zum „Remis-Fan“ wird, habe jedenfalls den Wechsel von der Südstadt an den Verteilerkreis nicht bereut. „Wie kann man das auch nach seinem Derby-Erfolg?“
 

So ist z.B. das ÖFB-Team, für das er im August 2012 beim 4:1 in Aserbaidschan sein bisher einziges Länderspiel bestritten hat, auch ein Thema. „Teamchef Marcel Koller schaut sich fast jedes Sonntag-Spiel an und besucht auch die anderen Top-Partien. Wenn man da seine Leistung bringt, ist es eine Frage der Zeit, wann man wieder dabei ist. Aber ich mache mir da keinen Druck“, sagt der frühere 1860-München-Legionär.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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