26.10.2012, 09:00 Uhr

HIRN EINSCHALTEN - VORTURTEILE PLATZEN LASSEN!

Hirn einschalten - Vorturteile platzen lassen!

Vereint gegen Rassismus und Diskriminierung, so lautet die Botschaft bei allen Spielen der Österreichischen Bundesliga in der FARE Aktionswoche.  


Die Stadionaktionen der Klubs der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile in der 13. Runde (27./28.10.) sowie der „Heute für Morgen“ Ersten Liga in der 14. Runde (26.10.) laufen unter dem Motto „Vorurteile platzen lassen!“. Vor dem Anpfiff rufen die Mannschafts-Kapitäne zum Engagement gegen Intoleranz, Homophobie und Sexismus auf. Alle Spieler zerplatzen dann gemeinsam mit den Begleitkindern Luftballons, welche symbolisch für die Vorurteile in unseren Köpfen stehen.


Die Fans im Stadion erhalten Info-Poster und Luftballons zur Kampagne. Als Zeichen gegen Ausgrenzung laden einige Profiklubs AsylwerberInnen und andere gesellschaftlich benachteiligte Gruppen am Spieltag kostenlos ins Stadion ein.


Barbara Prammer, Präsidentin des Nationalrats und der FairPlay-Trägerorganisation VIDC-Wiener Institut betont die wichtige gesellschaftliche Rolle des Fußballs: 


„Vielfalt ist ein fester Bestandteil des österreichischen Fußballs geworden. Die erfolgreichen Nationalteamspieler, deren Eltern zugewandert sind, machen die positiven Seiten unserer Migrationsgesellschaft deutlich. Die Vereine übernehmen in den FARE Aktionswochen eine wichtige Vorbildfunktion, in dem sie gemeinsam mit Spielern und Fans klar machen, dass es im Fußball keinen Platz für Diskriminierung geben darf. Fußball ist für alle da – egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung.“ 


Auch das Nationalteam macht sich für Vielfalt und gegenseitigen Respekt im Fußball stark. Bei einem Fotoshooting für das diesjährige Aktionswochenposter zeigten die Stars dem Rassismus symbolisch die Rote Karte. Mit von der Partie waren unter anderem Zlatko Junuzovic, Marko Arnautovic, Martin Harnik, Christoph Leitgeb und Veli Kavlak, allesamt Teamspieler mit Migrationshintergrund. Das Poster wird an über 2.200 ÖFB-Vereine verschickt.


Damit Diskriminierung auf den Tribünen keinen Platz hat, werden auch Fangruppen aktiv, darunter Tivoli Nord, der Dachverband der Wacker Innsbruck Fans, die ARGE ToR von BW Linz, die FreundInnen der Friedhofstribüne des Wiener Sportklub und die organisierten Fans von FC Lustenau.


Die europaweiten Aktionswochen des in Wien gegründeten FARE Netzwerks bringen zwischen 16. und 31. Oktober Vereine, Fans, Verbände, NGOs und MigrantInnen aus 40 Ländern zusammen. Die UEFA mobilisiert alle 32 Vereine der Champions League und die 48 Teilnehmer der Europa League für die FARE Aktionswochen.


Die Bundesliga-Aktion findet in vergleichbarer Form seit 2004 statt. Seither beteiligten sich 1.760 Profispieler, 240 Schiedsrichter und 2.080 Kinder aktiv an der gemeinsamen Aktion mit der Initiative FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel. Insgesamt wurden 243.000 Fans direkt in den Stadien erreicht.


Lassen wir die Vielfalt leben, auf dem Platz, in der Kurve, in den Vorstandsetagen. Darum Hirn einschalten – sich über Ausgrenzung bewusst werden und Vorurteile platzen lassen!

 

 

Manuel Ortlechner wird vor dem Spiel gegen die Admira zum Engagement gegen Intoleranz, Homophobie und Sexismus aufrufen

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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