24.04.2012, 14:59 Uhr

GEORG MARGREITTER: „JEDER MUSS SICH FRAGEN, WAS ER FÜR DAS TEAM BESSER MACHEN KANN!“

Georg Margreitter: „Jeder muss sich fragen, was er für das Team besser machen kann!“

Wer den violetten Innenverteidiger Georg Margreitter ein wenig kennt, weiß, dass ihn Niederlagen wie zuletzt in Kapfenberg besonders wurmen: „Wir sind allesamt mehr als unzufrieden mit dieser Leistung. Darüber wurde aber die vergangenen Tage ohnedies genug Klartext gesprochen. Auch wenn es abgedroschen klingen mag, Ruhe bewahren ist gerade in dieser schwierigen Lage entscheidend.“

 

Drucksituationen wie diese sind für den ÖFB-Teamspieler auch trotz junger Jahre längst kein Neuland mehr: „Mit Wiener Neustadt sind wir als großer Favorit ins Rennen gegangen, haben das erste Match gleich mit 0:3 verloren und hatten bis zum Titel durchwegs gewaltigen Druck von allen Seiten. Gleiches galt beim LASK, wo ich schon früh als Kapitän in der Verantwortung stand. Dort haben wir immer wieder Auf alles oder Nichts gespielt, sehr viele Tore kassiert und ebenfalls ordentlich einstecken müssen.“

 

Druck von außen wird für den Vorarlberger insgesamt aber überbewertet: „Es geht vielmehr darum, dass mein eigener Anspruch und Ehrgeiz ein größerer ist und unser aller Anspruch an uns selbst ein höherer sein muss. Das derzeit reicht nicht und wir wissen das. Noch stehen wir auf Platz drei und im Cup-Halbfinale. Es ist aber höchste Eisenbahn. Der Europacup-Startplatz und der Cup sind für mich die verbleibenden Ziele und für diese müssen jetzt im kommenden Monat alle Hebel in Bewegung gesetzt werden.“

 

Daher ist für ihn jetzt auch auf anderer Ebene Leistung gefragt: „Qualität ist auch, das Rundherum auszublenden zu können, um eben die nötigen Ergebnisse einzufahren.“

 

Lösungsansätze dafür gibt es für ihn einige, der mit Abstand wichtigste beginnt für Margreitter aber beim einzelnen Spieler: „Jeder muss sich die Frage stellen, was er selbst besser machen kann. Man muss bei sich selbst anfangen, keine Ausreden suchen und dann wird auch das große Ganze wieder funktionieren.“

 

Dieser Prozess soll für ihn vor allem in einem sichtbaren Resultat enden: „In den letzten eineinhalb Jahren in denen ich hier war, haben wir fast immer den Spaß vermittelt, den wir beim Fußball spielen haben. Zuletzt kam hier sehr viel Verkrampftheit dazu. Wir brauchen zumindest wieder in Ballbesitz diese Lockerheit. Wir haben noch immer genügend spielerisch starke Akteure und Instinktfußballer, es steckt mehr in diesem Team.“

 

Ausfälle von kreativem Stammpersonal wie Tomas Jun oder Alex Grünwald als Grund für die letzte Pleite beim KSV herzunehmen, lässt Margreitter an dieser Stelle nicht gelten: „Das sieht doch ohnedies jeder und ist angesichts der mannschaftlichen Qualität keine Rechtfertigung.“

 

Dementsprechend ist es für ihn auch nur zweitrangig welcher Gegner am kommenden Wochenende wartet: „Es ist in Wahrheit komplett egal, gegen wen wir am Samstag spielen. Wir müssen wieder unser Potential ausschöpfen und befreit agieren, darum geht es!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
» zur Gesamttabelle