26.12.2012, 08:00 Uhr

FK AUSTRIA NACH PLATINI-DEMENTI ERLEICHTERT

FK Austria nach Platini-Dementi erleichtert

Der FK Austria Wien zeigt sich überaus erleichtert darüber, dass UEFA-Präsident Michele Platini einen Bericht der französischen Zeitung „Ouest France“ dementiert hat, wonach über eine mögliche Abschaffung der Europa League diskutiert und an eine gleichzeitige Aufstockung der Champions League von 32 auf 64 Vereine gedacht werde. „Das wäre nicht nur für die Austria, sondern unseren gesamten österreichischen Fußball ganz schlecht gewesen“, erklärte der violette AG-Finanzvorstand Markus Kraetschmer.
 
Die Europa League sei, so der 41-Jährige, für die Austria nach wie vor ein großes Ziel sowie sportlich und wirtschaftlich sehr, sehr wichtig. Platini, der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), hatte kürzlich in einem Interview mit der französischen Zeitung von einer internen Debatte über die künftige Form der europäischen Klub-Wettbewerb für den Zeitraum von 2015 bis 2018 berichtet. Offenbar ist der Franzose falsch verstanden worden.
 
Platini versuchte jedenfalls zu beruhigen. „Die Europa League ist etwas Großartiges, wir müssen sie unterstützen und an die nationalen Verbände denken“, betonte der Ex-Kicker am UEFA-Sitz in Nyon am Genfer See. Man sei  bemüht und versuche die Europa League stärker und attraktiver zu gestalten. „Ich habe nie gesagt, dass ich den Bewerb abschaffen möchte. Man prüft momentan nur mögliche Änderungen und Verbesserungen“, betuerte Platini.
 
Der Aufschrei gegen die vermeintliche Abschaffung der Europa League war laut und unüberhörbar gewesen. Er kam nicht nur aus Österreich, sondern auch von prominenter Seite. Karl-Heinz Rummenigge, Vorstand-Chef des FC Bayern München, sprach ebenfalls sich entschieden gegen eine neuerliche Europacup-Reform aus. „Wir sind nicht für die Abschaffung der Europa League und absolut gegen eine Erweiterung der Champions League“, sagte Rummenigge kürzlich auf einem Treffen der von ihm angeführten Europaen Club Association (ECA) in Moskau.
 
Auf der kommenden Sitzung der ECA, in der Austria im Februar durch Marketing-Leiter Dietmar Kurzawa sowie Thomas Allram, ebenfalls aus der Abteilung Marketing, vertreten sein wird, kommt das Thema sicher abermals zur Sprache. Es betrifft nämlich nicht nur Austria, die die heurige Europacup-Teilnahme erstmals seit zehn Jahren verpasst hat, und andere österreichischen Spitzenvereine, sondern auch alle anderen Ligen, die mit unserer Dimension vergleichbar sind.
 
„Die Europa League ist grundsätzlich ein gutes Produkt – gerade für die mittleren und kleinen Ligen“, sagt Kraetschmer, der darauf hinwies, dass in den vergangenen Jahren schon oft an den Formaten herumgebastelt wurde. Zuerst kam das Aus für den Cupsieger-Bewerb, dann die Reform des UEFA-Cups mit einer Gruppenphase, in der die Klubs nur einmal gegeneinander antraten, und zuletzt die Einführung der Europa League.
 
Schlecht, so Kraetschmer, wäre genauso eine Aufstockung der sich in den vergangenen Jahren gut entwickelten Champions League, weil diese dadurch verwässert würde. „Ich glaube, da wird es noch viele Gespräche geben“, meinte der Austria-Manager, der sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nur eine Diskussion über einen Umverteilungsschlüssel vorstellen könnte.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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