02.01.2012, 12:00 Uhr

FITNESSCOACH MARTIN MAYER HÄLT VIOLETT AUCH IM URLAUB AUF TRAB

Fitnesscoach Martin Mayer hält Violett auch im Urlaub auf Trab

Die Herbstmeisterschaft ist vorbei und die Mannschaft der Wiener Austria hat nach einer langen Halbsaison mit nicht weniger als 33 Pflichtspielen ihren Urlaub angetreten. Und doch geht es für die violetten Profis auch in der besinnlichsten Zeit des Jahres alles andere als ruhig zur Sache. Grund dafür ist einmal mehr ein ausgeklügeltes Programm von Fitnesscoach Martin Mayer, das es wirklich in sich hat.


Bis zum 26. Dezember gab es für die violette Kampfmannschaft die wohlverdiente, komplette Verschnaufpause. „Nach diesem langen und intensiven Herbst ist es für die Spieler sowohl psychisch als auch körperlich wichtig, einmal ordentlich durchzublasen und loszulassen. Diese Ruhephase haben sie sich verdient, denn schließlich wartet auf die Mannschaft danach vorbereitungstechnisch die mitunter härteste Phase im ganzen Jahr.“

Konkret sind bis zum Trainingsauftakt am 9. Jänner rund neun Einheiten angesetzt, die sich aus Ausdauereinheiten und Kräftigungstraining zusammensetzen, wobei auch Regenerationstage anstehen. Der Schwerpunkt liegt dabei besonders auf Wechseltempoläufen. Die Erklärung von Mayer dazu: „Einfache Läufe sind in Wahrheit nicht mehr zeitgemäß. Während dem Match überwiegen diese Tempowechsel und gerade die hohe Laufgeschwindigkeit ist besonders gefragt . Der Trainingseffekt und das allgemeine Leistungsniveau können so deutlich gesteigert werden, weil sich der Körper an diese kurzen und intensiven Sprints gewöhnt. “


Wer glaubt, dass alle Spieler mit dem gleichen Programm in die Winterpause geschickt worden sind, der liegt meilenweit daneben. „Die Pulsuhren aller Spieler werden komplett individuell eingestellt. Jeder fährt sein eigenes Programm um die Weiterentwicklung des einzelnen ideal vorantreiben zu können.“ Dazu wurden die Uhren von Mayer mit sämtlichen gesammelten Laptopdaten aller Akteure abgeglichen (siehe Bild oben). Nichts wird also für die optimale Trainingsintensität dem Zufall überlassen.


Der ergänzende Kräftigungspart ist laut Mayer zweigeteilt: Neben der „Home-Edition“ mit Übungen wie Step-Ups , Muskel- und Rumpfübungen oder den  obligaten Sprüngen nach dem Lauftraining gibt es optional noch die Fitness-Center-Variante, bei der daneben auch die Arme und Beine ordentlich ran kommen.


Individualität steht darüber hinaus auch bei den angeschlagenen oder verletzten Spielern im Vordergrund: Der zu den Profis beförderte Martin Harrer und Goalie Pascal Grünwald dürfen nach ihren Leisten-OPs langsam wieder mit Laufeinheiten beginnen. Günther Arnberger ist nach seinem Schienbeinbruch am besten Weg zurück, Kaja Rogulj ist nach seiner Bandscheibenoperation bereits völlig schmerzfrei. Sein Urlaubsprogramm besteht vor allem aus Radeinheiten sowie Krafttraining ohne Zusatzgewichte.


Für die Genannten und alle weiteren Kandidaten steht für Mayer bei allem Eifer vor allem eines im Vordergrund: „Geringere Intensität und Umfang bei maximalen Engagement. Wir haben aber durchwegs mündige Spieler, die wissen, wie viel und was sie ihrem Körper zumuten können, um in einem bestmöglichen Zustand beim Auftakt dabei zu sein.“

 

Für sie alle seit heuer neu im Programm dabei ist auch die Möglichkeit einer weiteren Trainingsinnovation: „Miha-Bodywork“ heißt diese Methode, bei der unter Mithilfe von elektronischen Muskelstimulationen hochintensives Krafttraining betrieben wird. Dieses ist besonders für Akteure geeignet, die beispielsweise aufgrund von Verletzungen in ihrer Bewegung noch eingeschränkt sind.


In der Südstadt schlägt am 9. Jänner 2011 dann auch gleich die erste Stunde der Wahrheit für die Veilchen. Bei den sportmedizinischen Tests werden die Laktatwerte erfasst, sowie Sprint- und Ausdauertests durchgeführt. „Dort erhalten wir dann die nötigen Daten und werden sehen, ob bei jedem schon eine gute Basis und das gewünschte Level erreicht ist.“


Diesbezüglich gibt sich Mayer aber sehr opmitistisch: „Wir haben eine durch und durch engagierte, professionelle und leistungswillige Truppe beisammen, die große Ziele verfolgt und weiß, dass ihre Fitness dafür die Grundlage stellt. In den vergangenen drei Jahren haben sie das bei sämtlichen Tests wirklich eindrucksvoll unter Beweis gestellt und ich gehe davon aus, dass sie ihre Hausaufgaben auch dieses Mal absolut zufriedenstellend erledigen werden. Wir wollen im Frühjahr schließlich einiges gut machen und ganz vorne mitmischen!“

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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