13.07.2012, 10:02 Uhr

EIN TITEL IST FÜR „ENGLÄNDER“ MARGREITTER SCHON ÜBERFÄLLIG

Ein Titel ist für „Engländer“ Margreitter schon überfällig

Georg Margreitter steht vor seiner dritten Fußball-Saison im violetten Trikot und hat sich wie jeder anderer im Verein ein Ziel gesetzt: „Ein Titel muss her!“ Diesen Anspruch habe man, wenn man für einen solchen Verein wie dem FK Austria Wien in Österreich spielt. Zumindest wolle er bis zum Schluss um die Meisterwürde oder den ÖFB-Cup mitspielen. „Das möchte ich 2012/13 verwirklichen“, sagte der Innenverteidiger.

Der 23-Jährige, der im vergangenen Spieljahr mit 29 Einsätzen (2.565 Minuten/1 Tor) natürlich zum Stammpersonal gezählt hat, kann den Saisonanpfiff kaum erwarten. „Jeder brennt nach dem Urlaub, der Sommerpause und der intensiven Vorbereitung darauf. Ich freue mich schon“, meinte Margreiter vor dem ÖFB-Cup-Auftakt, der die Veilchen am Samstag (18.00 Uhr/live ATV) zum Burgenland-Meister SV Oberwart führt.

Er fühlt sich körperlich super, hat den Eindruck, dass der ganz Kader in der Vorbereitung geschlossen sehr gut arbeitete. Von den acht Testspielen (7 Siege, 1 Niederlage/43:6 Tore) machte Margreitter sieben mit. Das 3:1 am vergangenen Samstag anlässlich des „Ankicks“ in der Generali-Arena gegen West Ham United schätzt der Abwehrmann genauso ein wie Trainer Peter Stöger, der das Resultat nicht überbewerten wollte.

 „Ich habe gleich nach dem Match auf Twitter geschrieben, dass es aus unserer Sicht ein gutes Spiel war. Aber man muss auch sagen, dass die Londoner aus einem einwöchigen Lauftrainingslager kamen, ein bisschen müde waren und nicht in der Verfassung sind, wie es in einer Meisterschaft sein sollte“, merkte Margreitter fair an. Für das Selbstvertrauen vor dem Bundesliga-Start am 21. Juli in Wolfsberg gegen WAC war das Erfolgserlebnis aber allemal gut.

Für den Vorarlberger war das Treffen mit den Engländern ein ganz besonderes. „Es war das erste Spiel für mich gegen einen Klub aus der Premier League. Auch wenn es sich um ein Aufsteiger handelt, West Ham ist in England ein Traditionsverein. Aufschlussreich war es für uns in dem Sinn, dass man sah, dass wir da mithalten können“, sagte Margreitter zur der gelungenen Kick-off-Party in Violett.

Stichwort England: Die Insel ist eine Destination, wo Margreitter während seiner Karriere einmal landen möchte. Der zweite Kapitän hinter Manuel Ortlechner liebt den britischen Stil. „Die haben ein sehr körperbetontes, dynamisches und schnelles Spiel nach vorne. Das sind ganz markante Merkmale, das hat mir schon immer getaugt. Emotion in den Spielen und das Publikum – die Insel ist da ein ganz spezieller Ort für Fußballer“, schwärmt Margreitter.

Neben einem Titelgewinn schielt er auf das ÖFB-A-Team. Er war schon dreimal im Kader, einmal auf Abruf, und schnupperte rein. Eine Lebensmittelvergiftung im Herbst 2011 hat ihn auf diesem Weg etwas gebremst. „Und ich muss akzeptieren, dass momentan auf meiner Position vier Innenverteidiger (Dragovic, Prödl, Pogatetz, Scharner) spielen, die in internationalen Top-Ligen engagiert sind und dort auch zum Einsatz kommen“, gibt sich Margreitter realistisch.

Das mache es für ihn nicht leichter. Trotzdem sei der Schlüssel ins Team, wie jeder wisse, der Verein. „Dort muss man konstant gute Leistungen bringen. Wenn man in der Bundesliga für Austria Woche für Woche gut spielt, kann der Teamchef auch nicht wegschauen“, ist Margreitter überzeugt und appellierte an die violetten Fans: „Bitte kommt alle ins Stadion!“

Um nicht nur ihn, sondern die ganz Mannschaft zu unterstützten – unter dem Motto: Gemeinsam sind wir noch stärker. Die Anhänger werden es nicht bereuen, sie werden eine unter Peter Stöger offensiv ausgerichtete Elf sehen, die manchmal auch im 4-3-3-System praktizieren wird. Ob das für die Abwehr mehr Gefahr, ein höheres Risiko für die Verteidigung in sich birgt, glaubt Margreitter nicht unbedingt.

„Wenn die Abwehrreihe höher steht, ist sie anfällig für Konter oder gezielte lange Pässe. Auf der anderen Seite sieht man bei internationalen Top-Teams und sah man auch bei der EM: Wenn eine Elf hoch verteidigt und konsequent geschlossen nach vorne attackiert – auch bei Ballverlust -, dann tut sich der Gegner schwer sein Spiel aufzubauen und kann nicht so gezielt nach vorne spielen.“

Das bedeute, sagt der frühere U21-Teamspieler, dass die Austria die Bälle sogar mehr in der gegnerischen Spielhälfte als in der eigenen gewinnen werde. Die violette Familie ist aufgefordert, sich das in den kommenden Partien in den Stadien anzuschauen. Die nächste Gelegenheit gibt es ja am im ÖFB-Cup in Oberwart und dann am 17. Juli ebenfalls im Burgenland. In Neusiedl/See (19.00 Uhr) wird gegen TSV 1860 München die Generalprobe vor dem Liga-Auftakt, der die Veilchen am 21. Juli zum Aufsteiger Wolfsberger SC nach Kärnten führt, absolviert.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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