16.05.2012, 13:30 Uhr

EIN FINALE IM DRUCKKOCHTOPF

Ein Finale im Druckkochtopf

Vorhang auf zum finalen Akt. Am Ende einer an Höhen und Tiefen geprägten Saison greift der FK Austria am Donnerstag nochmals nach den Sternen. Zwar nicht nach jenen des Champions-League-Symbols, aber wenigstens die kleinere Variante mit der Qualifikation für die Europa League ist das Ziel. Violett muss beim „Endspiel“ bei Sturm Graz (16:00 Uhr) jedenfalls punkten, zugleich darf die um einen Punkt vor uns rangierende Admira in Salzburg nicht gewinnen.

AG-Vorstand Markus Kraetschmer gibt klar das Motto vor: „Es geht jetzt mehr nicht darum, mit schönen Ball-Stafetten und brillantem Kombinationsfußball die Grazer auswärts mit einem Kantersieg zu bezwingen, sondern um Effizienz.“ So wie zuletzt am Sonntag beim 1:0 über Mattersburg. Keine Glanzvorstellung, aber drei Punkte für das Erfolgserlebnis.  

Und damit auch die Admira unter Druck gesetzt, die ihrerseits beim 1:1 gegen die Rieder wichtige Zähler ausgelassen hat. „Jetzt wissen sie, dass es nicht einfach ist, wenn man unbedingt gewinnen muss. Der Donnerstag könnte ähnlich werden“, fährt Kraetschmer fort, „wir haben nur den Sieg im Kopf, Admira spürt sicher unseren Atem. Sie müssen gewinnen.“ Wohlgemerkt beim besten Heimteam dieser Saison, erst eine Niederlage haben die Mozartknaben in der Bullen-Arena zugelassen.

Violett wird bereits heute das Abschlusstraining auf einem Platz in der Nähe von Graz absolvieren, reist bereits nach dem Mittagessen zum letzten Bundesliga-Spiel an.

Für die Austria wäre ein Jahr ohne das internationale Geschäft aufzufangen. „Wir haben kaufmännisch vorsichtig wie immer nur eine Europacup-Runde eingerechnet, demnach würden rund 200.000 Euro fehlen. Der Imageschaden wäre für uns weitaus größer. Wir haben den Einzug in den Europacup in den letzten zehn Jahren geschafft und wollen dies auch ein elftes Jahr schaffen. Das gehört zur Marke Austria“, sagt Kraetschmer.

Freilich wäre ein Erreichen eines internationalen Bewerbs auch für das Verpflichten neuer Spieler hilfreich.  „Es laufen Gespräche, und man muss so realistisch sein, dass zum Beispiel eine zweite deutsche Liga von der Budgetgröße in einer Konkurrenzsituation steht. Dabei würde das Argument Europacup für uns sprechen.“

Des Weiteren hat die Austria dank Auftritten in der Europa League mit den Transfers von Junuzovic (Werder Bremen), Barazite (Monaco), Baumgartlinger (Mainz) und Dragovic (Basel) gutes Geld verdient. „Transfererlöse sind aus Vorsichtsgründen grundsätzlich nicht budgetiert, aber grundsätzlich ein wichtiger Bestandteil in unserem Konzept“, erklärt Kraetschmer.

Zunächst gilt es aber, die eigene Aufgabe in Graz zu erledigen, das Duell zwischen Salzburg und der Admira hat man nicht in der Hand. Kraetschmer macht deutlich: „Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es nicht so einfach ist, wenn man sich nach einer schönen Saison die Krone aufsetzen möchte. Die Admira hat jetzt genau diese Situation, kann bei einem Sieg von uns  am Ende nochmals alles herschenken.“

 

 

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
» zur Gesamttabelle