15.11.2012, 13:04 Uhr

DIE JÜNGSTEN ASSISTS TATEN ALEX GRÜNWALDS SEELE GUT

Die jüngsten Assists taten Alex Grünwalds Seele gut

Er ist derzeit einer derjenigen Spieler, die sich im starken und ausgeglichenen Kader des FK Austria Wien mit der Rolle eines Jokers begnügen müssen. Daher freuen Alex Grünwald Erfolgserlebnisse wie zuletzt in Innsbruck umso mehr. „Ja, das tut der Seele sehr gut. Besonders in einer Phase, in der man nicht immer von Beginn an spielt“, sagt er nach seinen zwei genialen Vorlagen gegen Wacker, die zum 2:0 und 3:0 geführt haben.
 

Diesen positiven Schwung und Elan will der Mittelfeldspieler, der am Tivoli in der 58. Minute eingewechselt wurde, natürlich in die nächsten Runden mitnehmen. Vielleicht kann Grünwald dem Tabellenführer auch wieder am Samstag (16.00 Uhr) in der Generali-Arena helfen, wenn es gegen seinen Ex-Klub SC Wr. Neustadt geht. Der 23-Jährige weiß jedoch, dass seine beiden Assists kein Bonus sein müssen. „Sicher waren die Vorlagen für mich nicht negativ. Dafür wechselt mich der Trainer ja auch ein. Er weiß, dass ich Qualität habe“, sagt Grünwald.

 
Wenn er reinkomme, versuche er, etwas Entscheidendes zu machen. „Das ist mir in Innsbruck Gott sei Dank gelungen“, sagt Alex erleichtert. Jeder hat sich mit ihm gefreut, hatte er es in den vergangenen Monaten doch nicht leicht gehabt. Ende der vorigen Saison machte ihm lange eine Schambein-Entzündung zu schaffen, dann warf ihn eine Bauchmuskel-Zerrung zurück und zuletzt bremste ihn eine Waden-Blessur. So versäumte er die ersten sechs Pflichtspiele 2012/13 und kam erst am 19. August erstmals zum Einsatz. Als Joker erzielte er in Ried das Goldtor zum 1:0.

 
Seine Startelf-Premiere gab Alex gar am 16. September – beim 2:0 gegen SC Wr. Neustadt. Kontakt zu seinem Ex-Klub hat er kaum noch, weil jetzt fast keine Spieler mehr dort sind, mit denen er in einer Mannschaft stand. Nur mit Christian Ramsebner steht er noch in Verbindung. Unser erfolgreicher Joker hat den kommenden Gegner am Sonntag via TV gesehen und sagt: „Natürlich war Salzburg besser. Wir müssen von der ersten Minute an hundertprozentig konzentriert an die Aufgabe herangehen und dürfen nichts anbrennen lassen.“

 
Wenn man auch nur einen Augenblick nachlasse, könne es schnell in die andere Richtung gehen. „Neustadt ist Letzter, wird sind Erster. Klar sind wir da hoher Favorit und wollen die drei Punkte!“ Trainer Peter Stöger, ebenfalls ein Ex-Neustädter, hat die Niederösterreicher gegen die „Bullen“ live im Stadion beobachtet und mahnt: „In der ersten Hälfte hat es Neustadt geschafft, Salzburg ganz schlecht ausschauen zu lassen. Wir dürfen am Samstag nicht überheblich reingehen -  was wir bisher in dieser Saison aber ohnehin noch nie getan haben.“

 
Auf die Frage, was Grünwald tun müsse, um wieder in der Startelf zu stehen, antwortete Stöger: „Jeder muss mehr machen. Der Alex hat mittlerweile mitbekommen, dass er ein Spieler ist, auf den wir setzen, der immer wieder seine Möglichkeiten bekommt.“ Angesichts der Qualität des Kaders gebe es aber keine Sicherheit, fix in der Mannschaft zu bleiben. „Jetzt hat Alex die Chance bekommen, sich als Ersatzspieler zu beweisen. Das hat er gut umgesetzt. Schauen wir, was die nächsten Wochen bringen.“

 
Grünwald versteht den Standpunkt seines Chefs. Bis jetzt habe jeder seine Chance bekommen. Auch er selbst hat zweimal von Beginn an gespielt. „Zurzeit setzt der Trainer eben auf andere Spieler in der Startelf.“ Der Kärntner mit technischem Können kehrt sein Kämpferisches hervor und meint: „Ich probiere einfach mein Bestes zu geben in jedem Training. Ich will natürlich mit Leistung aufzeigen, damit ich öfters von Anfang an spiele.“ Er wolle sich körperlich verbessern, alles herausholen, da sei noch Potenzial da. „Damit ich spielerisch alles umsetzen kann und wieder Stammspieler werde“.

 
Nach dem momentanen violetten Erfolgsgeheimnis befragt, nannte Grünwald „einfach die sehr gute Stimmung“ im Veilchen-Lager. Der Kader sei ausgeglichen, auf der Bank Qualität vorhanden. „Wenn ein Spieler ausfällt, bleibt unser Niveau trotzdem gleich.“ Im Titelrennen erhofft sich der Mittelfeldspieler in den restlichen fünf Herbst-Spielen „so viele Punkte wie möglich. Damit wir dann im Frühjahr vorne dabei sind und mitspielen.“

 

Linktipp:

+ Online-Ticketing-Aktion zum Neustadt-Spiel: Jede Karte nur 5 €

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
» zur Gesamttabelle