27.08.2012, 13:31 Uhr

DER TABELLENFÜHRER SPIELT NOCH LANGE NICHT AM ZENIT

Der Tabellenführer spielt noch lange nicht am Zenit

Erstmals seit anderthalb Jahren gelangen dem FK Austria vier Bundesliga-Siege en suite – dem jüngsten 2:0-Sieg über Wacker Innsbruck sei Dank. Eine Tatsache, die mehr als angenehme Folgen nach sich zieht. Nach Runde sechs stehen unsere Veilchen mit dem besten Torverhältnis an der Tabellenspitze – jeweils drei Punkte vor Rapid und Mattersburg, vier vor Salzburg. „Das freut uns alle, auch die Spieler“, verrät Trainer Peter Stöger, der am Montag jedoch schon wieder an die Vorbereitungen für die kommenden Aufgaben herantrat.

 

Woran gearbeitet wird? „Gegen Wacker hatten wir einige Phasen im Spiel, in denen wir am Ball nicht ruhig genug waren. Wir stellen an uns selbst den Anspruch, dass wir weniger Fehlpässe produzieren wollen.“ Etwa mithilfe von „mehr Spielverlagerungen hätte man beispielsweise noch mehr gefährliche Aktionen einleiten können“.

 

Zudem wünscht sich der stets sachlich analysierende Chefcoach mehr Nachdruck im Spielaufbau. „Nach dem zweiten Tor von Tomas Jun haben wir wieder viele gute Chancen liegen gelassen, da ist der Pass in die Tiefe nicht immer ideal ausgefallen.“

 

Kritikpunkte, die den siegreichen Schützlingen aber ohnehin bewusst sein dürften. Nach Spielschluss, als die Mannschaft von Tribüne zu Tribüne wanderte und sich bei den Zusehern für den tollen Support bedankte, nahm sich Stöger einige Spieler zur Seite, führte kurze Einzelgespräche: „Sie wissen, was noch nicht optimal läuft. Und in dieser Liga musst du einfach alles abrufen, ansonsten stehen die Spiele immer auf der Kippe – auch für die bessere Mannschaft.“

 

Doch es soll Schlimmeres geben als einen Tabellenführer, der im einen oder anderen Bereich noch Verbesserungspotenzial ortet. Denn Fakt ist auch: All diese Dinge fallen nicht allzu schwer ins Gewicht, wenn die Arbeit gegen den Ball derart souverän ausgeführt wird wie in den abgelaufenen Wochen. 425 Minuten ist die Austria bereits ohne Gegentreffer – und das trotz einer ganz und gar nicht defensiven Spielausrichtung.

 

Zudem war einmal mehr zu sehen, dass Kaja Rogulj nach Georg Margreitters Abgang gen Wolverhampton sofort wieder seinen Mann in der Innenverteidigung stand und mit seinen Kollegen in der Viererkette prima harmonierte. „Man trachtet in jedem Spiel sich zu verbessern, auch ich kann mich noch in jeder Beziehung steigern“, lässt uns der ehrgeizige Kroate wissen. Eine Einstellung, mit der er offenbar bestens ins Team passen dürfte.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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