Performance 12.09.2012, 14:01 Uhr

DER PERFEKTE KONTER – WIE MUSS ER GESPIELT WERDEN?

Der perfekte Konter – wie muss er gespielt werden?

Wenn Profis verraten, was sie stark macht!

 

Nachdem Austria-Kapitän Manuel Ortlechner in Teil eins unserer neuen Performance-Serie erklärte, wie ein gutes Tackling auszusehen hat, verrät nun unser Nachwuchs-Akademie-Leiter Ralf Muhr, wie der perfekte Konter gespielt wird!

 

Vorab muss zwischen zwei unterschiedlichen Formen von Konterstößen unterschieden werden. „Da gibt es zum einen Teams, die sich in ihrer Spielanlage für Konterfußball entschieden haben“, erzählt Ralf Muhr, langjähriger Leiter der violetten Nachwuchs-Akademie. „Und dann wiederum gibt es zum Beispiel Philosophien wie unsere, in der wir zwar viel Wert auf Ballbesitz legen, jedoch trotzdem das schnelle Umschalten nach einem Ballgewinn forcieren.“ Und genau auf dieses Thema wollen wir diesmal näher eingehen.

 

Muhr: „Eines der Grundprinzipien unserer Nachwuchsmannschaften lautet: Egal in welcher Zone der Ball gewonnen wird, wir wollen so schnell wie möglich zum Torabschluss kommen." Eine Tatsache, die im Fall der Austria schwieriger ist, als sie zunächst erscheinen mag, denn: Die meisten Teams verlegen sich gegen den talentierten FAK-Nachwuchs auf Kontergelegenheiten. „Dagegen wollen wir über viel Ballbesitz, Kombinationen und ein hohes Stellungsspiel zu möglichst vielen Torchancen kommen.“

 

Möglichkeiten zu Gegenangriffen können sich trotzdem immer wieder ergeben. Nach Einwürfen oder Eckbällen des Gegners ist das ebenso möglich wie aus dem Spiel heraus - etwa nach einem Ballgewinn vor oder auf der Höhe der Mittellinie.

 

Der perfekte Konter: Für Muhr sind fünf Punkte entscheidend!

 

1. Im Normalfall über die Flügel spielen. Egal, ob nach einer Standardsituation des Gegners oder aus dem Spiel heraus – die Spielfeldmitte ist dicht belagert. Und: Der erste Stein, der einen Konter ins Rollen bringt, ist meistens ein Longline- oder Diagonal-Pass. Dieser sollte auch als Signal für die Mitspieler dienen.

 

2. Hohe Präzision und Dynamik: Bei einem perfekt gespielten Konter sollten die Zuspiele rasch und genau ausfallen. Ebenso wichtig ist, dass die Läufe in höchstem Tempo passieren – was schon zu Punkt 3 weiterführt…

 

3. Denn Letzteres ist vor allem dann gut ausführbar, wenn sich im besten Fall vier Spieler (mit dem kürzesten Weg zum gegnerischen Tor) unmittelbar nach Ballgewinn mit nach vorne einschalten, so dass der Ballführende nicht allzu lange auf seine Kollegen warten muss.

 

4. Wichtig ist, dass bei einem Konter der eigenen Mannschaft nicht die Defensive vernachlässigt wird. Heißt: Stürmen vier Spieler mit in die Spitze, müssen sich die anderen sechs so postieren, dass sie im Fall eines Ballverlustes nicht verwundet werden können.

 

5. Wenn die gegnerische Mannschaft in Ballbesitz ist, sollte es zumindest einen Stürmer der verteidigenden Mannschaft geben, der eine theoretische Anspielstation in der Tiefe darstellt. Dieser kann nach einem Ballgewinn und folglich raschem Anspiel das Leder entweder für die Mitspieler halten oder direkt das Eins-gegen-Eins-Duell suchen, wenn es die Situation anbietet.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle