27.07.2012, 10:51 Uhr

DER „42-ER“ FREUT SICH AUF SEINEN EX-KLUB STURM

Der „42-er“ freut sich auf seinen Ex-Klub Sturm

Der erste Auftritt des FK Austria Wien in der Bundesliga-Saison 2012/13 vor eigenem Publikum ist für einen Violetten ein ganz besonderes Spiel. „Es ist immer schön gegen eine Mannschaft zu spielen, mit der man erfolgreich war. Ich hoffe, dass ich auch in diesem Match zum Einsatz komme“, sagte Roman Kienast vor dem Gastspiel seines früheren Arbeitgebers Sturm Graz am Samstag in der Generali Arena (18.30 Uhr/live Sky) mit nostalgischem Unterton.

Der Stürmer, der am Mittwoch in Wolfsberg in der 61. Minute für Roland Linz eingewechselt wurde und beim entscheidenden 1:0 durch Tomas Jun seinen Körper im Spiel hatte, ist erst im vergangenen Winter von der Mur-Stadt nach Favoriten gekommen. Zum Jubeln hatte Kienast in seiner bisherigen Austria-Ära gegen den Ex-Klub jedoch nichts.

Beim 1:1 am 24. März daheim wirkte er bis zu 70. Minute mit und musste von der Bank miterleben, wie Manuel Weber in der 94. Minute die Austria-Führung durch Roland Linz (88.) egalisierte. In der letzten Runde am 17. Mai in Graz fehlte Kienast verletzungsbedingt, als die Träume einer violetten Europacup-Teilnahme durch das 1:3 platzten.

Das wäre ein wichtiges Spiel für uns gewesen, das man leichtfertig hergegeben habe, erinnerte sich Kienast. „Jetzt wollen wir einen Heimsieg für die Fans und uns selbst einfahren. Und mit sechs Punkten auf dem Konto ins Derby in Hütteldorf gehen“, meint der Stürmer, der noch immer mit einigen Sturm-Spielern Kontakt hat. Er hofft und mit ihm die ganze Austria-Familie auf eine erfolgreich Revanche für die bittere violette Schmach zum Abschluss der verkorksten Frühjahrssaison, die auf dem enttäuschenden vierten Tabellenplatz endete.


Übrigens hat der 28-Jährige in seinem letzten Duell im Steirer-Trikot gegen die Austria am 10. Dezember 2011 nach der Pause einen lupenreinen Hattrick zum 5:1 beigesteuert. In dieser Form von damals möchten die violette Fans ihren Angreifer auch in dieser Saison sehen. „Ich war sehr viel verletzt, habe bei Sturm noch einen Mittelfußknochenbruch gehabt, der Gott sei dank schnell verheilt,“ erzählte Kienast, der dann im Frühjahr durch die Entfernung eines Überbeins am Knöchel per OP einen weiteren Rückschlag hatte hinnehmen müssen.

„Dadurch habe ich die Vorbereitung nicht zu 100 Prozent mitmachen können. Aber ich denke, nun auf einem guten Weg zu sein. Ich muss geduldig sein, es wird von Woche zu Woche besser“, sieht der Stürmer dem Kampf ums Leiberl zuversichtlich entgegen. Dass die Austria noch Mitteln im Budget für die eventuelle Verpflichtung eines Angreifers zur Verfügung hat, sieht er ernüchtern.

„Ich bin Profi genug und jetzt schon lange im Geschäft – es ist gang und gäbe, dass ein Verein, der etwas erreichen will wie die Austria, immer Spieler holt. Es wird immer Konkurrenz geben, man muss sich durchsetzen und schauen, so gut wie möglich im Training aufzufallen. Irgendwann bekommt man die Chance, die man dann natürlich nützen muss“.

Das wird er mit der ungewöhnlichen Rücknummer 42 auf seinem Dress tun, die er eigentlich gar nicht haben wollte. „Meine Lieblingsnummer am Trikot ist 24, weil mein Sohn Niklas am 24. geboren wurde. Die hätte ich auch gerne bei der Austria gehabt, ist aber schon vergeben. Daher habe ich die Zahlen einfach umgedreht“, erzählte Kienast, dessen „24“ Abwehrmann Remo Mally hat.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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