18.11.2012, 14:00 Uhr

DAS 3:0 ÜBER WR. NEUSTADT WAR AUCH EIN SIEG DER KADERBREITE

Das 3:0 über Wr. Neustadt war auch ein Sieg der Kaderbreite

Es war die 65. Minute im Spiel gegen Wiener Neustadt, als sich Trainer Peter Stöger mit einem Schmunzeln vom Geschehen abgewandt hatte, um mit Assistent Manfred Schmid abzuklatschen. Wieder einmal haben Einwechselspieler eine Partie entschieden, die sich lange Zeit als schwierig erweisen sollte. Zuerst assistierte der eingewechselte Alex Grünwald Joker Kienast (65.), nur drei Minuten später war es dann Grünwald selbst, der dank seines Treffers zum 3:0 den Deckel zumachte.


„Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich gute Leute auf der Bank habe“, meint Stöger, der in Hälfte eins zwar den Führungstreffer durch Ortlechner sah (21.), aber auch mit Problemen im Spielaufbau zu hadern hatte. Zwar dominierte die Austria das Spielgeschehen, verzeichnete am Ende gar 58 Prozent Ballbesitz, „aber wir haben zunächst zu viele Abspielfehler gemacht“.


Dafür verantwortlich war aber freilich auch der kompakte Defensiv-Verbund der Gäste, die das Mittelfeld eng machten und zumeist elf Spieler hinter der Mittellinie gruppierten. „In diesem Bereich war Wiener Neustadt sehr aktiv“, erklärte Stöger, der die Mannschaft im Vergleich zum 3:0-Sieg bei Wacker Innsbruck an gleich vier Position veränderte. Auch, weil er auf die Stammkräfte Suttner und Holland verzichten musste.


Doch passend zur laufenden Saison verrichteten auch deren Vertretungen gute Arbeit. Leovac schaltete sich auf der linken Abwehrseite oft in die Offensive ein, Dilaver machte als einziger Mann unmittelbar vor der Viererkette souverän das Zentrum zu.


„Im Endeffekt zeichnet es uns aus, dass wir viele Reservisten haben, die nicht frustriert sind und darum kämpfen, in die Startformation zu kommen“, erklärt Stöger eines der Erfolgsrezepte. „Das ist die Tatsache, dank der wir ganz oben stehen. Wir werden jetzt aber nicht überheblich, sondern müssen schauen, dass wir diesen Level halten können.“


Alex Grünwald, der bereits gegen Innsbruck als Wechselspieler kam und zwei Treffer vorbereitete, bestätigt Stögers These. „Die Mannschaft steht im Vordergrund. Ich gebe im Training und im Spiel 100 Prozent und will natürlich von Anfang an spielen, aber das entscheidet der Trainer“, so Grünwald, der zudem meinte: „Die Jungs haben sich auch schon vor meiner Einwechslung die eine oder andere gute Möglichkeit erspielt.“

 

Auch Kapitän Manuel Ortlechner zog zufrieden ein Resümee: „Das war etwas mehr Kampf als dass es leicht von der Hand gegangen ist. Zur Pause in der Kabine haben wird gedacht, es wird eben diesmal ein Kampfspiel. Das ist auch Qualität, wenn du einmal so ein Spiel gewinnst. Wir merken auch auf dem Spielfeld, die Zuschauer werden ungeduldig, wenn es nach 30 Minuten nicht 3:0 steht. Die Gelb-Rote Karte war dann natürlich auch ein Vorteil für uns. Trotzdem haben wir dann relativ souverän gespielt und sehr schöne Tore erzielt. Es ist nicht so, dass du im Vorbeigehen jeden schlägst."

 

Jedes Spiel ist echte Arbeit und so war es auch am Samstag. Ortlechner weiter: "Es gibt Spiele, da geht es leichter von der Hand und man weiß nicht warum. Und dann gibt es Spiele, die muss man auch erst gewinnen." In manchen Spielen haben die Veilchen schon Punkte liegen gelassen. Momentan aber nicht. "Auch wenn es nicht immer toll zum Anschauen ist, mir ist das egal, Hauptsache, wir haben die drei Punkte."

Noch nie war der Abwehrchef mit einer Mannschaft derart gut in eine Meisterschaft gestartet und hatte so viele Punkte wie aktuell sammeln können. "Vom Titel reden wir nicht, wir wollen den Salzburgern so lange es geht das Leben schwer machen. Schauen wir, ob wir ihnen in zwei Wochen ein Haxl stellen können. Wenn man von der Papierform ausgeht, bleiben sie der Favorit. Aber das heißt noch lange nicht, dass sie Meister werden."


Übrigens: Philipp Hosiner, der nach 54 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste, trug bei einem Schlag auf den Oberschenkel eine Prellung sowie einen Bluterguss davon.

 

Linktipp:

+ Spielbericht: Austria - Wiener Neustadt 3:0

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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