18.04.2012, 09:17 Uhr

CUP-TITELVERTEIDIGER FLORIAN MADER: „AB JETZT HELFEN EIGENTLICH NUR SIEGE WEITER!“

Cup-Titelverteidiger Florian Mader: „Ab jetzt helfen eigentlich nur Siege weiter!“

Sechs Runden sind in der Bundesliga noch zu spielen, ehe die Meisterschaftssaison 2011/12 genau in einem Monat am 20. Mai ins Finale geht. Spannung genug also für die Veilchen, die heute nach zwei trainingsfreien Tagen bereits voll in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel in Kapfenberg am kommenden Samstag starten. Austrias Mittelfeldmotor Florian Mader, sieht die Ausgangslage denkbar einfach: „In Wahrheit zählen in den verbleiben Matches, ob Liga oder Cup, nur mehr Siege.“


Die simple Begründung für die Meisterschaft: „Alles liegt unheimlich knapp beisammen. Die Topteams spielen in den kommenden Runden gegeneinander und werden sich zwangsläufig Punkte wegnehmen. Vielleicht kommen wir auch oben noch einmal ganz heran, aber nur wenn wir voll punkten. Genau deswegen sollten wir aber nicht die anderen Partien, sondern nur unser Gastspiel in der Steiermark im Auge haben.“


Genau diese Falken bescherten der Austria am Anfang der Frühjahrsmeisterschaft eine böse Überraschung, als sie in der Generali-Arena, auch wegen eines nicht gegebenen,  regulären violetten Treffers durch Alex Grünwald, völlig überraschend mit 1:0 gewannen. Dementsprechend motiviert, aber auch mit Respekt, blickt Mader dieser Begegnung entgegen: „Das war damals eine schlimme Niederlage, die wir beim KSV natürlich vergessen machen wollen. Unterschätzen werden wir sie ganz sicher nicht.“

 

Daran ändert für ihn auch die Tatsache wenig, dass Schlusslicht Kapfenberg angesichts von zwölf Zählern Rückstand kaum mehr vor dem Abstieg zu retten sein wird: „Realistisch betrachtet ist der Rückstand fast nicht aufzuholen, aber selbst wenn sie rechnerisch ganz weg wären, heißt das noch gar nichts. Gerade in den vergangenen Jahren haben sich etliche Fixabsteiger noch als Stolperstein für das eine oder andere Spitzenteams entpuppt.“


Warum dieses Phänomen für ihn kein Einzelfall ist: „Zum einen war dann einfach der Druck weg. Die Teams hatten nichts mehr zu verlieren und haben plötzlich befreiter spielen können. Zum anderen müssen sich gerade in solch einer Situation Spieler mit starken Leistungen in die Auslage stellen, wenn sie einen anderen Verein von ihren Qualitäten überzeugen wollen.“


Mit all diesen Argumenten im Hinterkopf sieht der Tiroler die Veilchen dennoch mit allen Chancen: „Wir haben auch die schweren Auswärtspartien bei Wacker oder zuletzt in Ried gewonnen, also warum nicht auch in Kapfenberg?“


Genau der letzte Auswärtserfolg in Ried ist für ihn auch die Moralspritze im Hinblick ÖFB-Cup, der die Veilchen am möglichen Weg ins Endspiel noch ein weiteres Mal in dieser Saison zu seinen Ex-Kollegen ins Innviertel führt. „Schwer, aber machbar, vor allem nachdem wir es uns dort zuletzt mit einem Sieg bewiesen haben“, schmunzelt Mader über das Los im Halbfinale.


Vergangene Saison gewann Ried auch dank eines Mader-Assists im Cup-Finale gegen Austria Lustenau im Happel-Oval mit 2:0. Als einziger aktueller, violetter Titelverteidiger im Pokal will er diesen unbedingt verteidigen: „Wir haben das Finale vor Augen, mehr Motivation braucht bei uns für das Match in Ried sicher kein einziger!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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