23.04.2012, 12:02 Uhr

BITTERER MOMENT, ABER NICHT DEM SCHICKSAL ERGEBEN

Bitterer Moment, aber nicht dem Schicksal ergeben

Nach der Niederlage in Kapfenberg waren sich alle einig: Das war einer Austria nicht würdig, für diese Leistung muss man sich bei den Fans entschuldigen. Jetzt gilt es zu retten, was noch zu retten ist. Wir haben eine Lektion bekommen, die weh tut. Ein bitterer Moment, da muss man nicht um den heißen Brei herumreden.

 

„Es ist enttäuschend, aber wir können dieses Spiel leider nicht mehr rückgängig machen. Im Moment können wir nicht verschweigen, dass wir uns offensiv zu wenig erarbeiten und uns kaum etwas nach vorne gelingt“, sagt auch AG-Sport-Vorstand Thomas Parits.

 

„Natürlich werden wir darüber intern reden. Aber ab sofort werden wir auch den Blick auf das Spiel am Samstag gegen Innsbruck richten, denn das zählt im Moment am meisten. Wir sind alle Profis und es gehört mit dazu, sich aufzurichten - selbst wenn man in einer Talsohle steckt. Wir stehen wieder auf, das haben wir ja auch in der Vergangenheit immer wieder gemacht.“

 

In den vergangenen Jahren haben wir uns oft selber wieder aus dem Schlamassel heraus gezogen und letztendlich erfolgreich mit dem Erreichen der Europa League, für die wir uns in den vergangenen zehn Jahren als einziger österreichischer Klub immer qualifizieren konnten, abgeschlossen.

 

Parits weiter: „Oberstes Prinzip ist jetzt, in dieser schweren Stunde rational zu bleiben und wir werden vor allem keine spontan-absurden Entscheidungen treffen. In den fünf Spielen in der Bundesliga müssen wir jetzt trotzdem versuchen, unsere Ziele zu erreichen. Das hört sich zwar nach einer Phrase an, aber an etwas anderes denken wir jetzt nicht.“

 

Der FK Austria Wien ist ein stolzer Klub mit einer großen Verpflichtung, dieser Stolz ist zuletzt etwas mit Füßen getreten worden. „Wir werden uns dem Schicksal aber mit Sicherheit nicht ergeben. Wir haben noch vier Wochen in dieser Saison vor uns, in der wir das Ruder herumreißen und einen versöhnlichen Saisonabschluss schaffen können. Erst dann wird Bilanz gezogen“, so Parits, der parallel auch schon seit einiger Zeit an der neuen Mannschaft für 2012/13 bastelt.

 

„Einige Verträge laufen aus bzw. können unsererseits Optionen gezogen werden. Die nächsten Spiele werden zeigen, auf wen wir setzen können. Wir sind uns aber auch dessen bewusst, dass wir Blutauffrischung brauchen, jetzt sind alle gefordert.“

 

Der Trainer steht jedenfalls nicht zur Diskussion. „Ivica Vastic hat einen Vertrag bei uns, den wir auch einhalten. Und man darf auch nicht alles schlecht reden, wie es viele jetzt tun. Immerhin sind wir noch im Cup dabei, stehen auf dem dritten Tabellenplatz und haben von den letzten vier Partien zwei gewonnen, einmal Remis gespielt und zuletzt einmal verloren - auch wenn man mit der Performance nicht immer zufrieden sein konnte.“

 

Parits fordert von allen, jetzt die Ärmel aufzukrempeln. „Jeder muss im Training hart arbeiten und zu seinen Stärken zurück finden. Die Spieler müssen an ihre Grenzen gehen und über sich hinauswachsen, dann werden wir auch wieder erfolgreich sein.“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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