03.11.2012, 09:00 Uhr

BESUCHER-SCHNITT STIEG WIEDER DEUTLICH ÜBER 9.000

Besucher-Schnitt stieg wieder deutlich über 9.000

Das 303. Derby, das vor zwei Wochen mit 12.500 Besuchern für eine volle Generali-Arena gesorgt hat, führte es deutlich vor Augen: Der FK Austria Wien befindet sich nicht nur durch den 2:0-Triumph auf allen Linien im Aufwind - zumal noch ein 6:4-Sieg bei der Admira folgte sowie ein 4:0-Kantersieg im Cup. Nach dem sportlich schwierigen Frühjahr, das sich auch auf den Stadion-Besuch ausgewirkt hat, ist unser Zuschauer-Schnitt in der laufenden Saison wieder deutlich auf über 9.000 pro Heimspiel angewachsen.


„Das zeigt, dass die guten Leistungen unserer Mannschaft vom Publikum honoriert werden“, sagt der violette AG-Finanz-Vorstand Markus Kraetschmer. Die Zwischenbilanz brachte jedoch auch zutage, dass die Abo-Zahlen leicht hinter denen der vorigen Saison zurückliegen. „Wir müssen das Vertrauen der Fans zurückgewinnen und das braucht eben seine Zeit“, erklärt der 40-Jährige.

 

„Auch der Sicherheitsaspekt muss permanent evaluiert und optimiert werden, man darf sich nie zurücklehnen, Vorfälle wie zuletzt beim Derby sind unverzeihbar, auch wenn die Austria und ihre Fans unschuldig waren, der kurz- und mittelfristige finanzielle Schaden, den solche Chaoten verursachen, trifft unseren Klub“, meint Kraetschmer sehr nachdenklich.


Unser Wirtschaftsvorstand ist überzeugt, dass sich letztlich auch auf diesem Sektor alles wieder zum Positiven wenden wird. „Die Austria-Fans waren nach der Entwicklung des Frühjahrs 2012 etwas nachdenklich, abwartend. Sehr geschmerzt hat uns in der Zuschauer-Entwicklung natürlich der Wegfall des Europacups“, merkt Kraetschmer an und hat mit den zuständigen Mitarbeitern daher das Abo- und Ticket-Konzept überdacht.


Die erstmalige Nicht-Teilnahme am Europacup seit zehn Jahren sollten auf dem Besucher-Sektor bis zum Ende der Saison kompensiert werden können, wenn die Mannschaft von Trainer Peter Stöger weiterhin so begeisternde Leistungen wie in den letzten Wochen zeigt. Es sei erfreulich, dass der Zuschauer-Schnitt wieder steige. „Das Konzept der verschiedenen Schwerpunkte auf der Nord- und Südtribüne sowie der neue Austria-Sektor auf der West-Tribüne ist bis jetzt sehr gut angenommen worden.“


Obwohl die Veilchen noch immer davon entfernt sind, bei jeder Heimpartie vor ausverkauftem Haus zu spielen („Das muss man sich erarbeiten, wohlgemerkt nicht nur durch sportlichen Erfolg!“), steht das Projekt "Ausbau Nord-Tribüne“ laut Kraetschmer weiter auf dem Entwicklungsplan des Vereins. „Wir dürfen nicht vergessen, die Nord-Tribüne ist heuer bereits 30 Jahre alt. Bei jedem vergleichbaren Gebäude sagt man, nach spätestens 30 Jahren sollte man sich investitionstechnisch Neuerungen überlegen.“


Dabei gehe es vor allem in Abstimmung mit dem Projekt „Viola Park“ um eine Gesamt-Entwicklung im und rund um das Stadion. „Da der Ausbau der U1 voran schreitet und eine Untersuchung bestätigte, dass wir in Wien, Niederösterreich und im Burgenland unser entsprechendes Fanpotential haben, ist das ein Thema, das uns in den nächsten Jahren beschäftigten wird“, sagt der AG-Vorstand, der natürlich dabei immer die Frage der Finanzierung im Auge hat.


„In Zeiten eines wirtschaftlich schwierigen Umfeldes, in dem auch die öffentliche Hand sparen muss, ist es sicher nicht leicht. Auch wenn wir bereits erste Pläne und Modelle angedacht haben: wir werden mit Sicherheit kein unnötiges wirtschaftliches Risiko eingehen. Bis zu einer möglichen Realisierung wird demnach sicher noch das eine oder andere Jahr vergehen“, ließ Kraetschmer durchblicken, nach dessen Informationen die U-Bahn wahrscheinlich bis September 2017 bis zum Verteilerkreis und darüber hinaus bis an den südlichen Stadtrand verkehren wird.


Das würde ein „absoluter Quantensprung“ in der Qualität der Anreise unserer Fans werden. Dem erhöhten Publikumszuspruch habe man bereits jetzt mit 800 zusätzlichen Parkplätzen auf dem Gelände des ehemaligen Holzhändlers Blumenfeld Rechnung getragen. „Die Anmietung dieses Areals ist nicht billig, aber wir wollen es den Austria-Fans so angenehm wie möglich machen, zur Generali-Arena zu kommen. Die gute Auslastung bei den bisherigen Heimspielen spricht für unsere Entscheidung“, versicherte Kraetschmer.


Permanetes Thema in Favoriten bleibt auch das Engagement für soziale Projekte. Der Klub zählt  sich seit Beginn des Jahres zu den Mitgliedern der sogenannten „Scort Foundation“, der auch der FC Basel, Werder Bremen, Bayer Leverkusen und Hapoel Tel Aviv angehören und die u.a. jungen Menschen in Krisengebieten durch Ausbildung Perspektiven eröffnen will. „Wir werden in dieser Saison Trainer nach Sri Lanka schicken, um dort weitere Coaches auszubilden“, kündigt Kraetschmer an.


Außerdem haben die Violetten Schülern einer Partnerschule ermöglicht, heuer erstmals an einem Camp für behinderte Kinder in Basel teilzunehmen. Sich in den Dienst der guten Sache zu stellen, ist der Austria längst zu einem Anliegen über das ganze Jahr geworden. Unsere Spieler, Trainer und Funktionäre sind da wie immer auch in der vorweihnachtlichen Zeit unterwegs. „Am Programm unser traditionellen Charity-Tour wird gearbeitet, einer der „Höhepunkte“ wird wieder der Besuch des St. Anna Kinderspitals sein“, sagt Kraetschmer.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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