26.07.2012, 14:51 Uhr

AUSTRIA STARTETE WIE IN DOUBLE-SAISON MIT AUSWÄRTSSIEG IN LIGA

Austria startete wie in Double-Saison mit Auswärtssieg in Liga

Das hat man schon länger nicht gesehen. Und gehört! Nach dem 1:0-Sieg in der Lavanttal-Arena versammelte sich die Mannschaft sowie das Trainerteam vor der Gästekabine, bildete eine Traube und Markus Suttner stimmte an: „Die Leute wollen wissen, wer wir sind!“ Der Song „Die Jungs aus Favoriten“ wurde aus vollen Kehlen gesungen, die Erleichterung nach dem hart erkämpften Erfolg war allen anzumerken, das Stimmungshoch nicht überseh- und hörbar.  

Die Violetten sind wieder eine homogene Einheit, zogen am Mittwochabend durch den knappen Erfolg in Kärnten gegen Liga-Debütant Wolfsberger AC im vier Tage verspäteten Auftaktspiel in der Tabelle nach. Das erste Heimspiel am Samstag in der Generali Arena (18.30 Uhr) gegen Sturm Graz kann kommen!

Die Veilchen starteten erstmals seit der Double-Saison 2005/06 wieder mit einem Auswärtserfolg in die Bundesliga. Wie damals vor sieben Jahren, als  in der Südstadt dank zweier Linz-Treffer Admira 2:1 besiegt wurde, war unser aktueller Trainer Peter Stöger, damals allerdings als Sportchef neben Übungsleiter Frenkie Schinkels, auf der Bank gesessen.

„Wir sind alle sehr glücklich, haben ein gutes Spiel gemacht. Es war für uns ein wichtiger Start“, meinte „Stögsi“ nach dem hart erkämpften Sieg im wegen Regens und Unbespielbarkeit des Rasens vom Samstag auf Mittwoch verschobenen ersten Liga-Spiel vor 6.800 Zuschauern in der Lavanttal-Arena erleichtert. In dieser hatten sich die „Wölfe“ in der Anfangsphase und nach der Pause engagiert präsentiert.

Man habe gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt und gewusst, dass es hier nicht leicht werden würde, befand Stöger. „In den kommenden Wochen wird man sehen, dass sich viele Mannschaften gegen den WAC schwertun werden“. Stöger ist daher nicht unzufrieden und er verwies darauf, wie gut sich die Aufsteiger in den vergangenen Jahren in den ersten Spielen präsentiert hätten.

Dass aller Anfang schwierig ist, war in Wolfsberg nicht zu übersehen. „Die Mannschaft war im Frühjahr verunsichert. Wir haben viel zu tun gehabt, haben einige Dinge verändert“, führte der Chefcoach an und gab zu, dass man noch nicht dort sei, wo man sein wolle. „Aber ich habe das Gefühl, die Mannschaft wird eine Einheit, ein neuer Geist ist da“, sagte der 46-Jährige.

Er möchte mit seinen Mannen „in kleinen Schritten“ an das oberste Austria-Saisonziel namens Europacup-Teilnahme heranführen. Das erste Stück des weiten Weges wurde dank Tomas Jun bewältigt. Der Tscheche, der schon im ersten Pflichtspiel der Saison im ÖFB-Cup auswärts gegen SV Oberwart mit einem Doppelpack Vater des Sieges (3:1) gewesen war, schlug diesmal in der 76. Minute mit seinem Goldtor entscheidend zu.

Stöger wollte diese Partie unbedingt gewinnen, brachte für den defensiven James Holland eine Viertelstunde vor dem Ende den offensiven Tomas Simkovic. In der 77. Minute fiel das erlösende 1:0.

„Wir mussten zweimal hierher fahren. Es war nicht einfach, aber jetzt sind wir zufrieden. Es war nicht alles okay, aber das Wichtigste waren die drei gewonnenen Punkte. Wir haben aber drei, vier gute Chancen gehabt“, meinte der Offensivmann nach seinem Siegestreffer. Diesem war ein Gewaltschuss von Alex Gorgon vorausgegangen, wobei WAC-Keeper Christian Dobnik den Ball nur unkontrolliert weg faustete.

Das lag auch daran, dass der für Roland Linz in der 61. Minute eingewechselte Roman Kienast an der Fünfer-Grenze Dobnik im Luftduell kaum Platz ließ. Jun reagierte am schnellsten und nützte die zu kurze Dobnik-Abwehr zum 1:0. In der Analyse gab Stöger nach Studium der TV-Bilder fairerweise zu: „Ich hätte mich nicht aufgeregt, wenn ein Foul gegeben wäre, es waren viele strittige Szenen dabei“.  

Allerdings muss man auch anfügen, dass Kienast um mindestens einen Kopf größer als Dobnik ist und somit auch seine körperliche Überlegenheit bei dieser Situation geschickt ausnützen konnte.

Bereits am Samstag geht es in der Generali-Arena gegen Sturm weiter. Wer noch kein Abo oder Tagesticket hat, sollte sich diese unbedingt im Vorfeld sichern, denn der Schlager wird mit Sicherheit viele Besucher anlocken. Bislang sind schon 6.300 Karten abgesetzt.

Wer die Möglichkeit hat, sich bereits im Vorfeld sein Saison-Abo oder seine Tageskarte zu sichern, sollte diese Chance unbedingt nützen. Beides kann natürlich auch telefonisch mit Kreditkarte gemacht werden. Und natürlich online im TICKETING auf www.fk-austria.at sowie über Print@Home auf unserer Homepage.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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