17.06.2012, 11:00 Uhr

AUSTRIA SICHTET OHNE ZEITDRUCK AUF TRANSFERMARKT

Austria sichtet ohne Zeitdruck auf Transfermarkt

Mit dem slowenischen Mittelfeldspieler Dare Vrsic von Olimpija Laibach und dem Abwehrmann Lukas Rotpuller, der von der SV Ried zurückgeholt wurde, hat der FK Austria Wien bisher zwei neue Spieler  verpflichtet. Weitere Zugänge könnten in den kommenden Wochen folgen. „Es werden Gespräche geführt. Wir sind nicht unter Zeitdruck, aber schon mit einigen Spielern in Verhandlungen“, verriet Sportvorstand Thomas Parits.

 

Da man heuer keine Rücksicht auf den Nennschluss für den Europacup nehmen muss, herrscht für eine Verpflichtung keine Hektik. Im Endeffekt hat von der im Frühjahr aufgebotenen Stammelf mit Florian Klein ja nur ein Spieler Abschied aus Favoriten genommen. „Wir werden nicht übermäßig schnell reagieren und wirklich nur punktuell verstärken“, sagte Parits mit dem Verweis, dass im Winter mit Torhüter Ivan Kardum, Roman Kienast, Tomas Simkovic und James Holland schon vier Neue engagiert wurden.

 

Dass es im Kader immer wieder zu Veränderung komme, sei eine ganz  normale Rotation, meint der Sportvorstand, der Ausschau nach weiterem frischen Blut hält, damit Neo-Trainer Peter Stöger mit einem starken Kader in die neue Saison gehen kann. „Im Mittelfeld sind wir sehr gut besetzt, da glaube ich nicht, dass wir einen Spieler engagieren werden“, meinte Parits. Sein Hauptaugenmerk liegt viel mehr auf dem Sturm und die Abwehr.

 

 Die Austria sei auch an jungen, talentierten Spielern interessiert. „Vielleicht holen wir zwei solche, die sich weiterentwickeln können und den Kader auffrischen“, sagte der Burgenländer, der nicht glaubt, dass noch ein weiterer Spieler des derzeitigen Kaders Favoriten verlassen könnte. Aber man wisse nie, was bis zum Transferende am 31. August noch passiere. „Wenn wirklich noch ein Über-drüber-Angebot kommt, muss man darüber nachdenken“, meinte Parits.

 

An und für sich wolle man mit den Spielern, die jetzt dem Kader angehören, in die neue Saison gehen. „Wenn wir auf dem Transfermarkt nochmals aktiv werden, dann müssen das wirkliche Verstärkungen werden. Experimente sind im Moment nicht möglich, da gilt es, aufzupassen“,  setzte Wirtschaftsvorstand Markus Kraetschmer Prioritäten. Er habe mit Parits und Stöger eine „sehr intensive Analyse“ vorgenommen. „Die  Konzentration liegt im Bereich eines Stürmers, um den internen Wettbewerb und die Qualität zu heben. Dafür werden wir finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Aber nicht um jeden Preis, sondern nur dann, wenn man die Qualität steigert“, erklärte Kraetschmer.

 

Er warnte gleichzeitig davor, alles auf Daren Vrsic festzumachen. Es wäre fatal, ihn als Heilbringer zu sehen, das wäre dem Slowenen und den anderen Spielern gegenüber unfair. „Wir müssen als Team arbeiten“, appellierte der Manager, der die Austria in der Verteidigung „sehr gut aufgestellt“ sieht. „Wir können dort nicht prophylaktisch agieren, weil vielleicht einer noch gehen könnte. Sollte was passieren, kann man reagieren“.

 

Was immer sich auf dem Spielersektor noch tun wird oder nicht, die ganze violette Familie arbeitet mit Hochdruck daran, an bessere Veilchen-Zeiten anzuschließen. Wir haben seit 2002 als einziger ÖFB-Verein stets am Europacup teilgenommen. „Die vergangene Saison war enttäuschend und natürlich ein Rückschritt, weil wir unser Ziel nicht erreicht haben, sportlich und finanziell nicht im internationalen Geschäft dabei sind“, meinte Parits und rief dazu auf, nach vorne zu schauen. „Wir wollen wieder in einen europäischen Bewerb kommen und in der Bundesliga so wie wie möglich vorne mitspielen“.

 

Dazu wünschen wir uns alle ein bisschen mehr Glück als in der Saison 2011/12, nach der am 17. Mai in der Abschlusstabelle ja nur ein Punkt zu einem violetten Happy End gefehlt hat. „Der Wille und die Entschlossenheit ist im ganzen Klub da, wir wollen möglichst schnell in die Erfolgsspur zurückkehren. Mit Stöger haben wir seine sehr gute Trainer-Wahl getroffen. Er kennt den Verein, er steht für Erfolg – nicht nur bei der Austria (Anmerkung: als Sportdirektor Double 2006).“

 

Was er, der neue Feldherr, in den vergangenen Jahren mit kleineren Klubs mit beschränkten finanziellen Mitteln und Möglichkeiten erreichte, hat Kraetschmer und Co. „hohen Respekt“ abverlangt. „Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir nächste Saison einer der fünf österreichischen Europacup-Starter sein werden“, gibt sich der Kraetschmer optimistisch.

 

Parits ist der gleichen Ansicht. „Dass Stöger mit der Austria schon Erfolge gefeiert hat, gab für den Trainer den Ausschlag. Er ist der richtige Mann für die Mannschaft. Ich bin sicher, dass das Betreuer-Team gut zusammenarbeiten wird und wir viel Freude haben werden in der kommenden Saison.“ Seit Montag schwitzen die Spieler unter Stöger für die Mission Wiedergutmachung, die ÖFB-Teamspieler werden kommende Woche aus dem Urlaub zurückerwartet.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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