26.12.2012, 13:36 Uhr

AUSTRIA SETZTE IM "VIOLETTEN HERBST 2012" MAßSTÄBE

Austria setzte im "violetten Herbst 2012" Maßstäbe

Die Schützlinge von Cheftrainer Peter Stöger haben aus der ersten Saisonhälfte der Bundesliga 2012/13 einen violetten Herbst gemacht, der alle Austria-Herzen höher schlagen ließ. Das zeigt sich auch recht deutlich und eindrucksvoll in den Halbzeit-Bilanzen, die die Statistiker nach 20 Runden ausgearbeitet haben.

 

Erster in der Gesamttabelle, Bester im eigenen Stadion, Primus in fremden Stadien und dazu erster Platz in der Torschützenliste. Unsere Veilchen haben in den vergangenen Wochen und Monaten fast in allen Bereichen die Maßstäbe gesetzt.
 
Philipp Hosiner und Co. sind beispielsweise seit einschließlich der 10. Runde ohne Niederlage (8-3-0) und kamen damit dem Erfolgslauf Ende der Saison 2009/10 unter Coach Karl Daxbacher näher. Damals blieben die Violetten 12 Partien (10-2-0) und dann auch noch zu Beginn 2010/11 (2-1-0) dreimal, also 15 Matches, ungeschlagen.


Vom klubeigenen Bundesliga-Rekord sind die aktuellen Kicker jedoch noch weit entfernt. 1984/85 gab es unter Feldherr Thomas Parits, der heute AG-Vorstand Sport ist, 25 Partien en suite (21-4-0) keine Niederlage. Parits-Nachfolger Hermann Stessl setzte 1985/86 noch zwei weitere Erfolge drauf. Sodass die violette Bestmarke bei 27 Spielen ohne „Nuller“ (23-4-0) steht.

 
Der Oberhaus-Allzeit-Rekord des Wiener Sportclub scheint im heutigen Fußball für die Ewigkeit unangetastet zu bleiben. Die Dornbacher gingen zwischen 1957/58 und 1959/60 in 41 Liga-Spielen (33-8-0) ungeschlagen vom Rasen!

 
Fakten aus den ersten 20 Runden der 39. Bundesliga-Saison (2012/13) mit violettem Bezug:


PUNKTE: Die 48 Zähler, die Tabellenführer FK Austria mit 15 Siegen und drei Remis gesammelt hat, sind seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in 20 Runden erst einmal, vom FC Tirol mit ebenfalls 48 Punkten 2001/02, erreicht worden. Die Wiener überboten ihre bisher beste Ausbeute (43) um fünf Zähler.
 

HEIMSTÄRKE: Mit 22 Punkten (7-1-2/21:6 Toren) ist die Austria knapp vor RB Salzburg, Sturm Graz (je 21) sowie Rapid (20) die erfolgreichste Mannschaft der Bundesliga.
 

AUSWÄRTSSTÄRKE: Hier sind unser Veilchen mit 26 Zählern (8-2-0/27:10) klar die Nummer eins vor Salzburg (20), Rapid (18) und Sturm (14).
 

SERIEN: Elf Runden ohne Niederlage (8-3-0), wie wir seit dem 10. Spieltag jetzt schon sind, hat in dieser Saison noch kein anderer Verein erreicht. Dabei gelangen uns sechs Siege in Folge (12. bis 17. Runde). In der Fremde sind wir zehnmal in Folge (8-2-0) unbesiegt.
 

RESULTATE: Unsere 15 Siege im Herbst 2012 setzten sich aus je drei 1:0, 2:0, 3:0, zwei 3:1 sowie je ein 4:2, 6:1, 6:3 und 6:4 zusammen. Wir haben nur zweimal 0:1 verloren (Sturm, Salzburg) und einmal 0:0 (bei den Bullen) gespielt.
 

AUSBEUTE: Die meisten Punkte holten wir bisher – in allerdings drei Spielen - gegen den WAC (7), die wenigsten in zwei Duellen mit RB Salzburg (1). Gegen Sturm weisen wir dank des 3:1 zum Jahres-Abschluss vier Zähler auf, gegen alle anderen Klubs, die erst zwei Mal der Gegner waren, steht jeweils ein halbes Dutzend Punkte zu Buche.
 

TORLOS: Wir blieben in den 20 Spielen bisher zehnmal ohne Gegentor, haben andererseits nur dreimal keines erzielt (siehe oben).
 

TABELLENFÜHRUNG: Diese hatten die Veilchen insgesamt zwölf Mal inne (von 6. bis 9. sowie ab der 13. Runde). Rapid lag bisher fünfmal (1., 2., 4., 5., 10. Runde), Titelverteidiger RB Salzburg dreimal (3., 11., 12. Runde) an der Spitze.
 

ZUSCHAUER: Zu unseren Heimspielen kamen laut eigenen Angaben durch den Stadion-Sprecher 97.500 Besucher (Schnitt: 9.750) in die Generali Arena. Einen Anstieg gegenüber dem Herbst 2011 verzeichneten nur wir, Sturm Graz und verständlicherweise Aufsteiger WAC.
 

KULISSE: Vier unserer zehn Heimspiele wurden von jeweils mehr als 10.000 Fans besucht. Größte Unterstützung gab es am 21. Oktober beim 2:0-Derby-Triumph mit 12.500 Menschen, die wenigsten am 25. August beim 2:0 gegen Wacker Innsbruck mit 7.400 Personen.
 

GUTES OMEN: In den bisherigen 38. Bundesliga-Saisonen war der „Winterkönig“ 23-mal mit dem späteren Titelträger identisch. Die Favoritner rutschten bisher 13-mal als Erster ins neue Jahr und brachten den ersten Platz neunmal auch ins Ziel, zuletzt 2005/06 unter dem Duo Stöger/Schinkels.
 

VORSPRUNG: Diesmal gehen wir mit einem Guthaben von sieben Punkten (auf Salzburg) ins neue Jahr. Das ist der größte Vorsprung seit 2006/07, als die Salzburger ein Plus von 13 Zählern aufwiesen und sich letztlich souverän zum Meister kürten.
 

GELBE KARTEN: „Bösester Bube“ war bisher Michael Madl, der achtmal verwarnt wurde. Austria-interner Spitzenreiter ist MarkusSuttner, dessen konstant guten Leistungen durch seine sieben Kartons nicht getrübt werden. Öfters gelb sahen auch Rogulj, Simkovic (je 6), Holland (5) und Mader (4).
 

GELB-ROTE KARTEN: Wurden im Herbst insgesamt 16 gezückt, zwei betrafen Austrianer, den inzwischen nach England gewechselten Georg Margreitter sowie James Holland. Die meisten Gelb-Roten kassierten Mattersburg, Wr. Neustadt (je 4), Austria, Admira, Wacker (je 2), Salzburg und Rapid (je 1).
 

ROTE KARTEN (13): Als einziger Austrianer musste auf diese Art Tomas Jun vorzeitig unter die Dusche. Es war im 112. Einsatz in der Liga seine erste Rote. Wacker (3), Salzburg, Ried, Mattersburg und Wr. Neustadt (je 2) sowie Admira beendeten ebenfalls dezimiert Spiele.
 

INDIVIDUELLER ERFOLG: Einen solchen darf sich ein Austrianer an seine Farben heften. Marko Stankovic brachte es auf 14 Einsätze im Herbst und ging dabei kein einziges Mal (13-1-0) als Verlierer vom Platz. Allerdings spielte er nur viermal durch, wurde sechsmal ein- und viermal ausgewechselt.
 

DAUERBRENNER: Torhüter Heinz Lindner und Verteidiger Manuel Ortlechner spielten vom Austria-Kader in allen 20 Partien vom An- bis zum Abpfiff durch. Kapitän Ortlechner war sogar der einzige Feldspieler, der die volle Arbeitszeit absolvierte. Neben unserem Torhüter spielten auch die Torleute von Salzburg (Walke), Rapid (Königshofer) und Siebenhandl (Wr. Neustadt) 20-mal die volle Distanz.
 

EINGESETZTE SPIELER: Austria-Trainer Peter Stöger hat in den 20 Spielen insgesamt 22 Akteure eingesetzt. Die meisten Aktiven verbrauchten RB Salzburg und Admira (je 27), dann folgten Sturm (24), Rapid, Wacker, Mattersburg (je 23), Ried, Wr. Neustadt, Austria (je 22) und WAC (20).

 

Linktipp:

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Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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