22.04.2012, 12:30 Uhr

AUSTRIA SETZT AUF DEN JETZT-ERST-RECHT-EFFEKT

Austria setzt auf den Jetzt-erst-recht-Effekt

Mit hängenden Köpfen und schwer gezeichnet gingen die Spieler des FK Austria Wien am Samstagabend von den Kabinen des Stadions in Kapfenberg zum Bus. Das 0:1 beim Tabellenletzten setzte allen heftig zu. Die Titelchance ist damit wohl endgültig weg, der internationale Startplatz muss nun das oberste Ziel sein. Dafür sollen alle Kräfte im Klub gebündelt werden.

 

Am Donnerstag beim Mitgliederfest wird mit den Anhängern sicher einiges besprochen werden, wird man sich den kritischen Fragen stellen und natürlich auch die ehrlichen Antworten dazu liefern.

 

Fakt ist, dass es keine Diskussion um die sportliche Führung gibt. „Jeder einzelne weiß, dass es eine sehr schlechte Vorstellung in Kapfenberg war und dass wir uns alle etwas anderes erwartet haben“, gibt AG-Vorstand Markus Kraetschmer unumwunden zu. „Intern werden wir alles knallhart analysieren und versuchen, mit aller Macht zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Die Vorstände, das Trainerteam und die Spieler stehen jetzt in der Pflicht, dessen sind wir uns bewusst.“

 

Die aktuelle Situation wird von allen natürlich sehr ernst genommen und klar ist auch, dass es keine leichten Spiele in den verbleibenden vier Wochen bis zum Saisonende werden. „Aber wir werden alles unternehmen, um den Anschluss an die Spitze zu halten und es gibt ja auch noch alle Möglichkeiten für ein letztendlich erfolgreiches Abschneiden, wenn wir wieder uns für die Europa League qualifizieren“, fährt Kraetschmer fort.

 

Wenn die Ergebnisse nicht wie gewünscht ausfallen, ist es nie okay, ist man nie zufrieden, die Parole sollte also nun lauten: Jetzt erst recht! „Wichtig ist, dass wir trotz der Enttäuschung und obwohl alle sicherlich ein bisschen emotionalisiert sind, ruhig bleiben, und dass die Mannschaft am Samstag versucht, gegen Innsbruck zu gewinnen. Das ist ein sehr wichtiges Spiel. Es ist wichtig, eine Reaktion zu zeigen, die Punkte zu holen, um auch in der Tabelle zumindest auf Platz drei zu bleiben.“

 

Die Violetten müssen sich nun schütteln, auf die nächsten Aufgaben konzentrieren. Vielleicht ist jetzt die wichtigste Phase der gesamten Saison, Zeit zum Trübsal blasen gibt es jedenfalls keine.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
4. FK Austria Wien 18 32
5. SK Rapid Wien 18 24
6. FC Admira Wacker Mödling 18 23
7. RZ Pellets WAC 17 22
8. SV Guntamatic Ried 18 17
9. SV Mattersburg 18 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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