17.12.2012, 09:58 Uhr

ANALYSE DES 3:1-TRIUMPHES ÜBER STURM! PLUS: BILDER

Analyse des 3:1-Triumphes über Sturm! Plus: Bilder

Der 3:1-Sieg über Sturm Graz – er war vor allem in Sachen Spannung die würdige Krönung einer überragenden Herbstsaison. Selbst eine 80-minütige Dezimierung – Tomas Jun sah bereits nach elf Minuten die Rote Karte – stellte sich letztlich nicht als zu große Hypothek für die Veilchen heraus.


Eine disziplinierte Defensiv-Leistung, schnelles Umschaltspiel und Ernsthaftigkeit im Abschluss sorgten folglich für den Triumph über einen Mitkonkurrenten, der zuvor neun Spiele ungeschlagen war (hier gibt's die besten Bilder des Spiels).


Trainer Peter Stöger resümierte: „Es war ein Spitzenspiel, noch dazu ein ganz wichtiges für uns. Es war eine Partie, wo wir alles, was wir an Moral und Energie in diesem Herbst getankt haben, abgerufen haben.“ Treffer von Philipp Hosiner (49.), Markus Suttner (66.) und Marko Stankovic (89.) führten ein deutliches Resultat herbei, nachdem Sturms Rubin Okotie zwischenzeitlich ausgleichen konnte (55.).


Die Grazer hatten ein Chancenplus, mit 51 Prozent knapp mehr Ballbesitz als wir, begingen jedoch trotz ihrer numerischen Überlegenheit auch fast dreimal so viele Fouls wie die Austria (7:19).


Dass es mit Tomas Jun trotzdem ein Veilchen war, das zugegebenermaßen verdient vom Platz flog, war Stöger der einzige Dorn im Auge. „Das hat Tomas nicht zu tun, er hat die Mannschaft geschwächt. Sie hatte dadurch mehr zu tun. Das Spiel wurde auf den Kopf gestellt.“


Jun revanchierte sich nach einem üblen Einstieg von Leonhard Kaufmann mit einer versuchten „Watschn“, streifte dabei das Gesicht seines Gegners. Die Rote Karte ging in Ordnung – Jun wird somit zum Frühjahrs-Auftakt, wenn die Austria bei Rapid im Hanappi-Stadion gastiert, gesperrt fehlen.


Doch Ausfälle konnten der Austria zuletzt kaum etwas anhaben. Im Gegenteil: Wieder einmal waren es Einwechselspieler, die entscheidende Impulse setzten. Hosiners 1:0 wurde durch einen Zuckerpass des starken Emir Dilaver eingeleitet, der zur Pause für den an der Hüfte verletzten James Holland kam. Das 2:0 durch Markus Suttner bereitete Marko Stankovic vor, der drei Minuten zuvor für Tomas Simkovic in die Partie gebracht wurde. Und das 3:0 gelang Stankovic dann via Weitschuss selbst.


„Die wenigen Torchancen, die wir hatten, wurden verwertet. Es war das Optimum. Mit zehn Mann gegen Sturm zu gewinnen – da gehört einiges dazu. Das zeigt, wie reif wir sind“, fand „Stanko“ lobende Worte.


Peter Stöger blickte indes auf das Frühjahr voraus. „Wir haben im Frühjahr einiges zu verwalten, vielleicht einziges auszubauen.“ Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf den nächsten Verfolger Salzburg, bereits zehn Zähler „Guthaben“ weist man die drittplatzierte Rapid auf. „Salzburgs Trainer hat zuletzt gemeint, er sei stolz auf seine Mannschaft, weil sie 41 Punkte gemacht hat. Man kann sich denken, wie glücklich ich bin.“

 

Linktipps:

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Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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