27.02.2012, 11:14 Uhr

ALLES PROBIERT, NICHTS GEWONNEN

Alles probiert, nichts gewonnen

Als der vierte Offizielle an die Seitenlinie trat und nur drei Minuten Nachspielzeit anzeigte, gab es viele Schmährufe für das Team der Unparteiischen. Auch von der Stimmung auf den Rängen war zu spüren, dass am Samstagabend einiges falsch gelaufen ist. Das Schiedsrichterteam hatte seinen Anteil daran, dennoch erwarteten sich alle mehr von Violett gegen einen Abstiegskandidaten.

 

Fußball ist eine Momentaufnahme. Beim Sieg gegen Ried war es eine schöne, beim Derby eine mit dem positiven Aspekt, auswärts einen Punkt gewonnen zu haben, gegen Kapfenberg gibt es kaum etwas zu beschönigen – so kann man die emotionale Achterbahnfahrt des FK Austria in den vergangenen zwei Wochen zusammen fassen.

 

Der Abstand auf die Tabellenspitze ist zwar nach wie vor mit drei Punkten „machbar“, aber das Ziel der Veilchen ist freilich, nicht immer hinterher zu hinken, sondern einmal auch den ganz großen Wurf zu landen. Keine Frage, das historische 0:1 gegen den Tabellenletzten ist ein harter Dämpfer für alle.

 

„Das Ergebnis ist sehr enttäuschend, denn die Chancen auf den Sieg waren da“, befand auch Trainer Ivica Vastic nach der Partie und ergänzte: „Wir haben alles versucht, hatten 25 Torschüsse, wollten unbedingt gewinnen, das mit dem aberkannten Tor ist dabei natürlich sehr bitter.“

 

Der von Schiedsrichter-Assistent Roland Riedel zu Unrecht aberkannte Treffer von Alex Grünwald darf zwar nicht als Ausrede hergenommen werden, aber er nagte gewaltig an den Violetten. „Das war spielentscheidend“, sagt Vastic, „wir hätten die zweite Luft bekommen und anschließend wäre genug Zeit gewesen, um die Partie noch zu gewinnen. So war’s aber schwierig, durch die Abwehr durchzukommen. Auch wenn wir alles probiert haben.“

Das unterstreicht auch die Statistik: Austria verlor trotz 10:0 Ecken, 25:8 Torschüsse - davon 19:3 Torschüsse in numerischer Überzahl - und 23:6 Flanken.

 

Nun ist ein paar Tage Zeit, um die Wunden zu lecken und die Turbos wieder aufzuladen. Am Freitag geht es mit dem Bus nach Innsbruck, wo am Samstag auf dem Tivoli die nächste harte Prüfung wartet. Aus der Niederlage gilt es zu lernen und sie dann abzuhaken, ab sofort darf es nur noch den Blick nach vorne geben. Die Qualität dazu hat die Mannschaft jedenfalls!

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
» zur Gesamttabelle