29.10.2012, 14:03 Uhr

AG-VORSTAND PARITS ZUFRIEDEN: "PHILIPP PASST ZU UNS"

AG-Vorstand Parits zufrieden: "Philipp passt zu uns"

Der FK Austria Wien ist der große Gewinner der 13. Bundesliga-Runde. Nachdem wir am Samstag in einem Torfestival Admira Wacker auswärts 6:4 in die Knie gezwungen und die Tabellenführung übernommen hatten, blieben wir am Sonntag dank des 2:0 von Rapid über den bisherigen Leader RB Salzburg an der Spitze. „Ich habe nichts dagegen, Eerster zu sein“, sagte Trainer Peter Stöger am Sonntag in der ORF-Sendung „Sport am Sonntag“.

 
Der Aussage des Ex-Teamspielers, der mit seinen 46 Lenzen hinter Franz Lederer (SV Mattersburg) zweitältester Coach der tipp3-Bundesliga ist, widersprach im violetten Lager niemand. Obwohl jeder wisse, dass das Ranking nur eine Momentaufnahme sei. Aber diese Position tue allen gut. Sie sei eine Bestätigung der Philosophie und der Arbeit der Betreuer. „Wir sind vor einer Double-Mannschaft, die sich über den Sommer mit Spielern für 20 Millionen Euro verstärkt hat“, bemerkte „Stögsi“ mit Stolz.

 
Die Veilchen, die am Mittwoch (19.00 Uhr) im ÖFB-Cup-Achtelfinale in Kärnten gegen den Regionalligisten Villacher SV antreten, sind in dieser Saison zum fünften Mal Spitzenreiter. Erster waren sie auch schon von der sechsten bis neunten Runde. Sie sind nun ebenfalls wieder die alleinige Nummer eins in der Auswärtstabelle (6-1-0) und weisen in der „Gesamtwertung“ zwei Punkte Vorsprung auf die „Bullen“ und drei Zähler auf den Stadtrivalen auf. Am kommenden Sonntag (16.00 Uhr) kommt die SV Ried in die Generali-Arena.

 
So schön das 6:4 in der Südstadt war – alles war nicht Gold, was glänzte. „In der Offensive hat nahezu alles funktioniert. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Spiel. Doch über die Defensive gibt es in dieser Woche ein bisschen Etwas zu besprechen“, meinte Stöger über die Aussetzer, die zu vier Gegentoren geführt hatten. Man habe im Zentrum nicht so dicht gemacht wie in den Spielen davor, daher habe man Probleme in der Rückwärtsbewegung gehabt. Zu Erinnerung: In den ersten zwölf Runden zappelte der Ball in der Liga nur insgesamt sechsmal im Netz der Violetten.

 
Den Unterschied in der Südstadt machte Philipp Hosiner aus, der 89 Sekunden nach Beginn das 1:0 (schnellstes Tor der Saison) und kurz vor dem Abpfiff beim Stande von 4:4 noch zweimal gegen seinen Ex-Verein zuschlug. Hatte der Matchwinner nach dem ersten Tor seinen Jubel noch im Verborgenen gehalten, so tat er sich damit am Ende schon etwas schwerer. „Beim 5:4 waren sehr große Emotionen dabei“, gestand der 23-Jährige, der erst Ende August von der Südstadt nach Favoriten gewechselt war.

 
Mit nunmehr elf Saisontoren führt der Stürmer die Torschützenliste an. Für die Kühbauer-Truppe traf er fünf, für die Violetten in sieben Liga-Partien sechs Mal! Übrigens gelangen Hosiner wie am 28. August 2011, als er in der Generali-Arena Admira zum 4:2-Erfolg verholfen hatte, drei Tore. Es war sein zweiter Triple-Pack in der höchsten heimischen Spielklasse. In dieser hält er nun nach 45 Einsätzen bei 21 Treffern.

 
„Er fühlt sich wohl bei uns, das sieht man auf dem Spielfeld. Philipp passt zu uns“, lobte AG-Vorstand Sport, Thomas Parits, nach der Hosiner-Gala. Und Kapitän Manuel Ortlechner, der das 6:4 nur mit dem Wort „Wahnsinn“ kommentierte, meinte über seinen Mitspieler: „Natürlich sind wir alle froh, dass er nun unseren Dress trägt.“


Zehn Tore in einer Liga-Partie sind nichts Alltägliches, kommen aber vor. Zuletzt am 24. Oktober 2008, als die Salzburger daheim gegen den Kapfenberger SV 7:3 abfertigten. Die Austria hat übrigens auch schon vorher einmal 6:4 in der Südstadt gewonnen. Am 2. Oktober 1976 siegten Prohaska und Co mit diesem Resultat, nur führten damals zur Pause nicht wie diesmal die Admiraner, sondern die Gäste 3:2.

 
Sechs Treffer in einem Liga-Spiel gelangen den Veilchen zuletzt am 10. August 2007, als wir daheim Wacker Innsbruck 6:1 vom Rasen schossen. Sechs Mal hinter sich greifen musste ein Admira-Keeper zuletzt am 15. September 2006 in der Ersten Liga. Gegen den LASK mit Trainer Karl Daxbacher und dem Dreifach-Torschützen Ivo Vastic setzte es in Linz ebenfalls ein 1:6.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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