05.09.2012, 13:37 Uhr

AG-SPORT-VORSTAND THOMAS PARITS ANALYSIERT DIE TRANSFERPERIODE

AG-Sport-Vorstand Thomas Parits analysiert die Transferperiode

Letzten Freitag schloss in Österreich das Transferfenster. Die Wiener Austria verpflichtete mit Dare Vrsic, Philipp Hosiner, Thomas Murg und Sebastian Wimmer vier neue Spieler, zog Srdjan Spiridonovic von den Amateuren hoch und beorderte Lukas Rotpuller aus Ried zurück. Indes wurden acht Spieler abgegeben - darunter Georg Margreitter, der den Sprung nach England zu Wolverhampton geschafft hat.

 

AG-Vorstand Sport Thomas Parits erklärt im Interview, mit welcher Strategie die Austria in die jüngste Transferperiode gegangen ist und welche Schlüsse zu ziehen sind.

 

Wirft man einen Blick auf die Zu- und Abgänge des abgelaufenen Transferfensters, wird schnell klar, dass die geholten Spieler im Durchschnitt wesentlich jünger sind als jene, die den Klub verlassen haben. Zufall?

Das war schon immer unser Weg, wobei wir uns diesmal eher punktuell verstärken wollten. Mit Dare Vrsic haben wir einen Spieler gesucht und gefunden, der die Mannschaft früher oder später führen kann. Mit Philipp Hosiner ist der gesuchte schnelle Stürmer verpflichtet worden. Zusätzlich sind mit Thomas Murg und Sebastian Wimmer zwei junge Spieler gekommen, die sich überraschend schnell integriert und ihr Können schon angedeutet haben. Mehr war nicht notwendig, denn schon im Winter haben wir mit Tomas Simkovic, Roman Kienast, James Holland und Ivan Kardum Spieler geholt, die sofort einsetzbar waren.

 

Mit der Verpflichtung von Hosiner ist am letzten Transfertag ein spektakulärer Zug gelungen. In Wiener Neustadt hat er bei seiner Premiere im 4-3-3-System im Sturm-Zentrum gespielt. Welche Position ist langfristig für ihn vorgesehen?

Fakt ist, dass wir einen Spieler mit seinen Eigenschaften vorher nicht hatten. Er ist schnell, bewegt sich gerne in die Räume und weiß zudem, wo das Tor steht. Wo ihn Peter Stöger letztendlich einsetzen wird, liegt an ihm. Aber Philipp weiß, dass er bei uns den nächsten Schritt machen kann, er steht ja eigentlich auch erst am Beginn seiner Karriere.

 

Vrsic hat bislang schon mehrfach angedeutet, was in ihm steckt. Wie lange wird es dauern, bis er sein volles Potenzial ausschöpfen kann?

Bei dem einen Spieler geht das schneller, beim anderen langsamer. Für einen Spieler in Dares Position ist wichtig, dass er die Mannschaft genau kennt und umgekehrt. Das dauert und erfordert Geduld, die wir aber in jedem Fall haben. Er kommt aus der slowenischen Liga, befindet sich noch in der Eingewöhnungsphase. Ich bin aber optimistisch, dass er uns alle zufrieden machen wird, wenn er weiter so hart arbeitet.  

 

Mit Georg Margreitter hat erneut ein Spieler den Sprung ins Ausland geschafft. Inwieweit hat sich der Transfer auch für die Austria ausgezahlt?

In erster Linie freut es mich für Georg. Als er zu uns gekommen ist, hat er klar betont, dass er früher oder später nur nach England wechseln möchte. Das hat seine Möglichkeiten zunächst natürlich unheimlich eingeschränkt. Dass es jetzt geklappt hat, ist toll. Inwieweit sich der Transfer ausgezahlt hat? Ich denke, dass alle Beteiligten gut ausgestiegen sind. Georg war der nächste Spieler, der verdeutlicht hat, dass die Austria auch bei Klubs aus dem Ausland auf dem Radar steht.

 

Die Austria geht mit drei Top-Torleuten in die Saison. Birgt diese Tatsache Gefahren?

Ich denke nicht. Es handelt sich einfach um einen großen Konkurrenzkampf auf dieser Position. Diese Situation ist ja erst entstanden, weil sich Pascal Grünwald am Anfang des Jahres schwer verletzt hat und auch Günter Arnberger länger ausgefallen ist. Jetzt haben wir mit Ivan Kardum, den wir damals geholt haben, Grünwald und Heinz Lindner drei Topleute im Kasten. Aber Torwarttrainer Franz Gruber hat mir berichtet, dass alle drei gut und fleißig arbeiten. Dass letztlich nur einer spielen kann, ist leider die Härte, die das Geschäft mit sich bringt.

 

Wie zufrieden sind Sie, wenn Sie sich den aktuellen Kader ansehen?

Peter (Stöger, Anm.) kann jede Position doppelt besetzen.  Er geht mit der Situation gut um, versteht es, jedem das Gefühl zu geben, dass er wichtig für die Mannschaft ist. Ich hoffe nur, dass unsere verletzten Spieler (Roman Kienast, Dare Vrsic, Martin Harrer, Anm.) bald in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Dann bin ich wirklich glücklich.

 

Nicht nur die Profi-Mannschaft der Austria ist Tabellenführer, auch die Amateure führen als jüngstes Team die Regionalliga Ost an.

Es freut mich, dass sie oben stehen. Denn das Trainerteam rund um Herbert Gager leistet hervorragende Arbeit. Die Spieler sind mit großem Ehrgeiz bei der Sache, weil sie wissen, dass sie auch oben ihre Chance bekommen können, wenn sie gut sind. Wir verfolgen die einzelnen Entwicklungen intensiv, wissen, dass einige Talente dabei sind, die ihren Weg machen können. Sie brauchen nur weiterhin Ehrgeiz und ein bisschen Geduld.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 18 36
2. FC Red Bull Salzburg 18 34
3. FK Austria Wien 18 34
4. SK Puntigamer Sturm Graz 17 33
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 17 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
» zur Gesamttabelle