12.12.2012, 14:32 Uhr

1 JAHR KLUBSERVICE: "WIR WOLLEN FÜR JEDEN FAN GREIFBAR SEIN!"

1 Jahr Klubservice: "Wir wollen für jeden Fan greifbar sein!"

Es war im Jänner 2012, als beim FK Austria Wien mit dem Klubservice  eine neue Abteilung geboren wurde. Seither kümmern sich Leiter Michael Kohlruss und sein Team um nahezu alle Belange der Anhänger. Egal ob Fragen zum Thema Merchandising, Ticketing oder zur Betreuung von Mitgliedern und Fans anstehen, das Klubservice (klubservice[at]fk-austria.at) ist die erste Anlaufstelle.


In Teil eins des Jahres-Rückblicks zieht Kohlruss eine erste große Bilanz zu den Themen Merchandising, Ticketing und Mitgliederservice und verrät zudem, in welchen Bereichen künftig Schwerpunkte gesetzt werden.


Seit Jänner 2012 steht die Austria in den Bereichen der Fanarbeit auf neuen Beinen. Was ist in dieser Zeit passiert?

 

Kohlruss: Der Austria war es schon seit längerer Zeit ein großes Anliegen, sich in diesem Bereich - im Sinne des Klubs und seiner Anhänger - neu aufzustellen. Im Jänner wurde dieser Schritt dann in die Tat umgesetzt und seither ist viel weitergegangen. Aber logischerweise stehen wir erst am Anfang – wir haben uns hohe Ziele gesteckt. Das fängt beim Merchandising an und geht hin bis zur direkten Betreuung der Fans.


Stichwort Merchandising: Wie sehen die Entwicklungen der letzten zwölf Monate aus?


Aufgrund des sportlich schwierigen Frühjahrs haben wir Anfang des Jahres natürlich auch im Bereich des Merchandisings Auswirkungen gespürt. Umso intensiver haben wir darauf gesetzt, im Sommer neu durchzustarten. Dabei hat das neue Trikot in unseren Vorstellungen eine große Rolle gespielt. Heute dürfen wir letztlich sagen: Es hat sich als veritabler Boost erwiesen. Es ist schon jetzt das mit Abstand am häufigsten abgesetzte Trikot der letzten zehn Jahre. Zudem schnüren wir jedes Jahr 250 Pakete für unseren Nachwuchs, um diesen optimal auszustatten. Und auch heuer gibt es neben den Trikots 350 weitere Fan-Artikel in unserem Sortiment, die wir über unsere beiden Fanshops vertreiben.


Die aktuell herrschende Vorweihnachtszeit zählt zu den wichtigsten Zeitspannen im Jahr.

 

Ich würde noch weitergehen und sagen, das Weihnachtsgeschäft ist die Basis für unser gesamtes Geschäftsjahr. Auch heuer bieten wir wieder attraktive Fanartikel an. Die Austria  wird am 24. Dezember jedenfalls wieder in tausenden Haushalten präsent sein. Das ist nicht nur unserer starken Mannschaft zu verdanken, sondern auch Merchandising-Leiter Tommy Ries und seiner Truppe.  Diese besteht aus insgesamt fünf Personen und glänzt das ganze Jahr über in Sachen Flexibilität. Dazu gehören hin und wieder sieben Dienste pro Woche – so sind sie auch am 24. Sowie am 31. Dezember für unsere Anhänger da. Davor ziehe ich meinen Hut.


Die Austria ist der einzige Klub in Österreich, der mit zwei Fanshops gleich zwei Anlaufstellen dieser Art besitzt. Ein Umstand, der sich rentiert?


Ja, das erfolgreiche Zwei-Shop-Konzept hat sich bis heute absolut rentiert. Allerdings haben wir uns dazu entschlossen, uns flächendeckender aufzustellen. Wir werden unseren bis dato sehr erfolgreich geführten und etablierten Citystore (Praterstraße 59, 1020 Wien) mit 31. Dezember 2012 schließen, dieses Know-How aber weiter nutzen und uns an neuen Standorten präsentieren.


Stichwort Know-How: Dieses stellte die Merchandising-Mannschaft etwa unter Beweis, als man in der Folge eines Triplepacks von Philipp Hosiner kurzfristig 30 Prozent Rabatt auf alle Trikots des zurzeit treffsichersten Austria-Stürmers gewährte.


Ich denke, es sind Aktionen wie diese, die unsere Stärken hervorheben. Wir wollen immer aktiv und innovativ sein, machen uns viele Gedanken. Im Rahmen der angesprochenen Aktion wurden binnen kürzester Zeit 200 Trikots mit der Aufschrift „Hosiner“ verkauft.


Im Anschluss an den GET-VIOLETT-Megastore, quasi im Bauch der Ost-Tribüne, befindet sich seit 2009 das Museum der Austria. 


 Auch hier gibt es laufend neue Ausstellungsstücke und Sonderführungen, um Fans und Interessenten weiterhin genügend gute Gründe zu geben, vorbeizuschauen. Weitere Highlights dieses Jahres waren die Eröffnung des Legendklubs sowie die Teilnahme am Tag der Museen. Insgesamt verzeichneten wir 2012 1.300 Besucher in unserem Museum. Viele davon kamen in den Geschmack von einer der insgesamt 30 Sonderführungen.  In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei  Kurator Gerhard Kaltenbeck für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken.


Themenwechsel: Seit Saisonstart gibt es einen prominent platzierten Infopoint. Zu welchem Zweck?
Unsere Überlegung war, den Infopoint zugänglicher für unsere Fans zu machen. Mittlerweile befindet er sich bei der Kassa des GET-VIOLETT-Megastores und stellt quasi den Mittelpunkt des violetten Entertainments dar. Er ist die erste Anlaufstelle, wo die Fans nahezu alles erfahren können. Etwa, wann die Mannschaft trainiert oder wann die nächsten Autogrammstunden stattfinden.


Eine ähnliche Funktion wie der Infopoint erfüllt auch die E-Mail-Adresse klubservice[at]fk-austria.at.
Sie ist eine weitere Anlaufstelle für alle Anhänger und hat sich seit der Einführung im Sommer sehr bewährt. Hier haben Fans die Möglichkeit, Wünsche, Anregungen, Beschwerden oder Fragen an den Verein zu adressieren. Eine persönliche Rückmeldung gibt es im Regelfall binnen einer Woche. Wir wollen für jeden Fall greifbar sein.


Letzten Sommer wurde ein neues Abo- und Tageskarten-Konzept aufgestellt. Mit welchen Neuerungen?


Es gab beispielsweise vor einiger Zeit den vielfachen Wunsch, ein Jugendabo für die Ost-Tribüne einzuführen. Im Sommer sind wir dieser Bitte gerne nachgekommen – seither erfreut sich das Abonnement um 99 Euro (nur 5 Euro pro Spiel, Anm.) großer Beliebtheit. Dazu ist das Park-Abo für die neu dazugekommenen Parkplätze eingeführt worden. Das sind nur zwei Beispiele, in denen die Austria auf die Anliegen ihrer Fans reagiert hat. Unser Motto lautet: Was technisch und finanziell umsetzbar ist, was der Austria und ihren Fans zugutekommt, wird umgesetzt.

 

Auch für die neue Parkplatz-Fläche stellt die Austria Abos zur Verfügung


Anfang Juli bestritt die Austria ein Freundschaftsspiel gegen West Ham. Der Test soll aber nicht nur der Mannschaft, sondern auch dem Klubservice gedient haben.


Das ist richtig, und wir müssen auch ehrlich sein. Bei dieser Generalprobe für die neue Saison waren wir aus organisatorischer Sicht nicht zufrieden mit uns selbst. Beispielsweise waren die Schlangen an den Kassen zu lang. Trotzdem haben wir es – auch dank einiger Investitionen – binnen kürzester Zeit geschafft, alle acht Stadionkassen bei der Ost-Tribüne durch neuestes Equipment auf Vordermann zu bringen, um in diesem Bereich eine höchstmögliche Fanzufriedenheit zu schaffen. 


Auch in Sachen Mitgliederservice gibt es eine klare Strategie.


Ja, unsere Fans und die Mitglieder sind das Herz und die Seele unseres Vereins. So setzen wir zum Beispiel verstärkt auf die Fans von morgen. Das alljährliche Löwenfest haben wir heuer erstmals an einem Spieltag in der Generali-Arena veranstaltet, um die Kinder an die Stimmung und den Flair in einem Stadion zu gewöhnen. Ich glaube, dass unsere vier Mitgliedschaftsvarianten im Preis-/Leistungsverhältnis jeden internationalen Vergleich standhalten können. Unsere Ticketing-Leiterin Gaby Schweiger leistet diesbezüglich tolle Arbeit. Wir wissen: Viele dieser jungen Fans sind jene Leute, die 2020 in unserem Stadion sitzen. Sie sind die Zukunft und schon jetzt ein wichtiger Teil der Austria-Familie.

 

Das Löwenfest erfreute sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit. Hier zu sehen: Markus Suttner mit jungen Fans

 

Abschließend: In welchen Bereichen werden in der nächsten Zeit die Schwerpunkte liegen?


Wie eingangs erwähnt, haben wir uns in vielen Bereichen hohe Ziele gesteckt und arbeiten täglich viele Stunden daran, den höchstmöglichen Level zu erreichen. Aber ein übergeordnetes Thema nimmt mit Sicherheit unser Vertriebskonzept (Ticketing und Fanartikel; Anm.) ein, das wir in den nächsten Jahren weiter forcieren wollen. Hier konnten wir zuletzt einen Umsatz von knapp 2 Millionen Euro verzeichnen, haben aber aus technischer wie flächendeckender Sicht im Osten Österreichs sicher noch Spielraum nach oben.

 

Teil II des Interviews erscheint innerhalb der nächsten Tage auf fk-austria.at.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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