Violett ist mehr... 19.09.2012, 13:04 Uhr

"WELTOFFENHEIT" - BEI DER AUSTRIA EIN ZENTRALER PUNKT!

"Weltoffenheit" - bei der Austria ein zentraler Punkt!

Dass der Fußball eine ganz besonders ausgeprägte integrative Kraft besitzt, ist hinlänglich bekannt. Der FK Austria Wien hat sich diesem Thema schon vor vielen Jahren angenommen und lebt nun in der tagtäglichen Arbeit vor, wie es gemacht werden kann.


Alleine in der Akademie der Veilchen haben 43 Prozent der Spieler einen Migrationshintergrund. „Tendenz gleichbleibend bis steigend“, erklärt Beate Winkler, zuständig für Organisation & Administration. Dabei begrüßen wir in unseren Teams Spieler, deren Wurzeln in Ländern wie Italien oder England, aber auch in Togo, Indien oder Afghanistan liegen.


AG-Wirtschafts-Vorstand Markus Kraetschmer erklärt: „Das Thema Migration ist ein gesellschaftliches Phänomen, das sich in unserer täglichen Arbeit widerspiegelt. Wobei es sich nicht nur auf die Spieler beschränkt, sondern über Trainer und Betreuer bis hin zu einigen Akteuren der Kampfmannschaft reicht.“ Denn auch bei den Profis stehen laufend österreichische Spieler mit ausländischen Wurzeln im Kader. Zurzeit sind es Alex Gorgon, Tomas Simkovic, Marin Leovac, Emir Dilaver und Marko Stankovic.


Kraetschmer: „Fußball ist ein Teamsport, wir arbeiten alle zusammen und das loyal. Es ist völlig egal, welche Hautfarbe oder Religion ein Spieler vertritt. Wie heißt es so schön: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Und doch gelte es, zwischen den einzelnen Religionen zu unterscheiden. Denn: „Viele davon bringen Sitten mit, die es in der täglichen Arbeit zur berücksichtigen gibt.“ Seien es regelmäßige Gebete oder der islamische Fastenmonat Ramadan, „solchen Dinge werden absolut respektiert - das ist in der Philosophie der Austria-Familie fest verankert.“


Weltoffenheit ist ein zentrales Thema, das bei den Veilchen großgeschrieben wird. „In der Geschäftsstelle haben wir beispielsweise eine türkischstämmige Putzkraft, deren Deutschkurs wir unterstützt haben, damit sie sich wohler fühlt und besser einlebt.“ Generell sieht Kraetschmer den Schlüssel zur Integration im Können der Sprache. „Einer unserer besten ausländischen Spieler in der Austria Geschichte war Raschid Rachimow. Das lag auch daran, dass er sofort bereit war, die Sprache zu lernen.“


Bei den Spielern aus der Akademie gehen Fußball und die schulische Ausbildung Hand in Hand. Für Neuzugänge auf der Profi-Ebene bietet der Klub Deutschkurse an. „Eigentlich sind sie verpflichtend, denn im Endeffekt profitiert davon nicht nur der Spieler, sondern die ganze Mannschaft. Aktuell nehmen es Spieler wie Ivan Kardum oder James Holland in Anspruch – und freilich dürfen sie auch ihre Angehörigen mitnehmen.“


Zudem werde laufend darüber nachgedacht, "wie Integration vorangetrieben und unterstützt werden kann“, erzählt Kraetschmer, für den dieses Thema einen wesentlichen Punkt in Sachen sozialer Verantwortung darstellt. „Mittlerweile ist es bereits die vierte Saison, in der wir uns sehr intensiv dem Thema CSR (Corporate Social Responsibility, Anm.) widmen.“

 

Neben vielen allgemeinen und anlassbezogenen Aktionen gibt es jeweils ein Projekt pro Saison, das die Austria aktiv bewirbt und unterstützt.  „Das fängt bei sozialen Projekten an, geht über den Support von Behindertensport bis hin zur Hilfeleistung für Arbeitssuchende.“ In der Saison 12/13 steht das SCORT-Foundation-Projekt im Mittelpunkt!

 

Ein wichtiger Teil davon ist auch das mittlerweile jährlich stattfindende TRIALOG-SPIEL, das heuer am 10.10.2012 in der Generali-Arena über die Bühne gehen wird. Dabei wird eine Mannschaft bestehend aus jüdischen, christlichen und muslimischen Jugendlichen gegen die Profi-Elf der Austria antreten.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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