11.12.2012, 11:40 Uhr

"WEIHNACHTSGELD": AUSTRIAS TABELLENFÜHRUNG BRINGT ALLEN ETWAS

"Weihnachtsgeld": Austrias Tabellenführung bringt allen etwas

So viel Freude unsere Mannschaft derzeit den Fans macht, so tief und oft muss der FK Austria Wien dafür in die Klub-Kassa greifen. Denn die Spieler erhalten eine vertraglich festgehaltene höhere Prämien, wenn sie als Tabellenführer einen Sieg oder ein Remis einfahren. Ein willkommenes „Weihnachtsgeld“.

 

Anhänger und Aktive hoffen natürlich, dass die Veilchen möglichst lange als Spitzenreiter in der Tabelle figurieren und letztlich im Mai über den 24. Meistertitel jubeln können. Das aktuelle sportliche Hoch mit all seinen zusätzlichen finanziellen Belastungen stellt für den Verein kein großes Problem dar. „Im Prinzip ist das eine Verschiebung der Liquidität und der Auszahlung“, sagte AG-Finanzvorstand Markus Kraetschmer.

 

Allein im Abrechnungszeitraum vom 20. Oktober bis 20. November, in dem den Mannen von Cheftrainer Peter Stöger fünf Siege gelangen, musste der Klub eine stattliche Summe für die Mannschaft und deren Betreuer überweisen. „Eine solche Periode hatten wir seit dem Abgang von Frank Stronach im Jahr 2008 als Sponsor noch nie“, erzählt Kraetschmer.

 

Es freue ihn aber, dass Spieler und Betreuer ein zusätzliches Weihnachtsgeld erhalten, weil sie es sich wirklich verdient hätten. Aber natürlich hat der violette Erfolgslauf auch positive Nebeneffekte wie in Form einer  ansteigenden Zuschauer-Entwicklung. Die Austria verzeichnete in der von der Bundesliga veröffentlichen offiziellen Besucher-Statistik im Herbst 2012 (nach 18 Runden) einen Anstieg.

 

Kamen in der ersten Saison-Hälfte 2011 pro Partie im Schnitt 8.156 Zuschauer in die Generali-Arena, so waren es heuer schon 8.409 Besucher, die den Weg an den Verteilerkreis fanden. In der Bundesliga wies in diesem Jahr nur noch Sturm Graz und natürlich Aufsteiger Wolfsberger AC ein Plus auf dem Zuschauer-Sektor auf! Alle anderen sieben Vereine des Oberhauses mussten mehr oder weniger große Besucher-Einbußen hinnehmen.

 

Aber nicht nur der positive Zuschauertrend, sondern auch andere Begleiterscheinungen wurden und werden in Favoriten mit Freude registriert. „Das erfolgreiche Spiel unserer Mannschaft bringt viele neue Leute, Besucher und auch Sponsoren ins Stadion. Von dem werden wir profitieren und daher übernehmen wir die Mehrausgaben für die Prämien gerne“, erklärte Kraetschmer.

 

Er ist sich sicher, dass der Verein aus dem erhöhten Interesse am Spitzenreiter ab dem Jahr 2013, möglicherweise noch in der Frühjahrs-Saison, aber spätestens für die Saison 2013/14 profitieren könne. „Daher kann man das sportliche Hoch nur als Zuglokomotive sehen“, meinte unser Finanz-Vorstand, der auch von einem Saison-Rekord-Umsatz im Merchandising bei einem vermeintlich „kleinen Spiel“ wie gegen den SC Wiener Neustadt berichtet.

 

In der vorweihnachtlichen Zeit haben also alle - Fans, Spieler und Verein - etwas, was das violette Herz erfreut. Sturm Graz kann kommen - und anschließend das Christkind!

 

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Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 9 22
2. FC Red Bull Salzburg 9 18
3. SK Rapid Wien 9 16
4. CASHPOINT SCR Altach 9 16
5. FK Austria Wien 9 13
6. SV Guntamatic Ried 9 11
7. RZ Pellets WAC 9 9
8. FC Admira Wacker Mödling 9 9
9. SKN St. Pölten 9 6
10. SV Mattersburg 9 5
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