13.12.2012, 13:31 Uhr

"RAMBO" MALLY HAT DANI ALVES ZUM VORBILD AUSERKOREN

"Rambo" Mally hat Dani Alves zum Vorbild auserkoren

Er ist einer unserer jungen Burschen, denen die Zukunft gehört, und den sie „Rambo“ rufen. Remo Mally ist unter unseren nachdrängende Jungen sozusagen erfahren. Er hat schon öfter Profi-Luft geschnuppert. Auf seinem Weg nach oben strebt er einem Weltklasse-Abwehrspieler nach.  „Mein Vorbild ist Dani Alves vom FC Barcelona. Was der spielt, ist sensationell“, schwärmt der Steirer von dem Brasilianer.
 

Der 55-fache Teamspieler ist rechter Verteidiger vom modernen Format und gehört auf dieser Position zu den Besten der Besten. Mally ist auch ein gelernten rechter Außenverteidiger, der unter Trainer Ivo Vastic auch für die zentrale Abwehr umfunktioniert wurde. Sein Profi-Debüt im violetten Dress hat er unter Karl Daxbacher am 15. Dezember 2011 beim 2:0-Heimsieg in der Europa League gegen Malmö FF gegeben.
 

Drei Tage später stand er auch erstmals in der Bundesliga beim 0:3 in Salzburg 90 Minuten auf dem Rasen. In Salzburg war er vor zwei Wochen auch wieder dabei, erlebte das 0:0 wegen eine eben erst überstandenen Fasereinrisses der Bauchmuskulatur mit anderen Kollegen, die für den Schlager auch nicht im Kader gestanden waren, vom vollen Fan-Sektor aus mit.
 

„Da war eine super Stimmung. Es war ein tolles Erlebnis, dass wir mitten im Geschehen waren. Es hat riesigen Spaß gemacht, die eigenen Kollegen auf dem Feld anzufeuern. Ich glaube, es hat geholfen, dass wir als zwölfter Mann hinter der Mannschaft gestanden sind und sie unterstützt haben“, erzählte Mally, der sich wie Holland, Rogulj etc. unter die fast 3.000 Austria-Anhänger gemischt hatte.
 

Der 21-Jährige, der 2005 von Flavia Solva zur Stronach-Akademie gekommen ist und im Jänner 2010 unter Daxbacher auf Trainingslager mit den Profis mitgenommen wurde, gehört ab Juni 2011 dem Kader der Großen an. In der laufenden Saison schien Mally am 25. August (2:0 daheim gegen Wacker Innsbruck) erstmals in unserem Aufgebot für ein Pflichtspiel auf.
 

Als junger, aufstrebender Kicker, der im Herbst mit den Amateuren acht Ostliga-Partien bestritt und dabei zwei Tore erzielte, möchte man natürlich mehr. „Stammspieler werden“, lautet Mallys Sehnsucht, der im Profi-Kader keine Anlaufprobleme hatte. Die älteren Kollegen hätten ihn super aufgenommen. „Da hat es überhaupt nichts gegeben. Ich bin gleich so behandelt worden als wäre ich schon immer da gewesen“, erzählte er von seinen violetten Profi-Anfängen.
 

Jetzt unter Trainer Peter Stöger und dessen Betreuerteam sei es diesbezüglich nicht anders, da habe jeder die gleiche Chancen. „Dass alle gleich behandelt werden, hat einen sehr großen Stellenwert bei Stöger. Und ich glaube auch, das ist das Wesentliche, warum wir derzeit sehr gut dastehen“, meinte der neunfache ÖFB-Nachwuchs-Teamspieler.
 

Mally ist vor dem letzten Pflichtspiel des Jahres am Sonntag (16.00 Uhr) in der Generali-Arena gegen Sturm Graz optimistisch, dass wir als Tabellenführer weiterhin mit sieben Punkten Vorsprung dastehen werden. „Es wird nochmals ein schwieriges Spiel werden. Wir müssen wieder alles abrufen wie in den vergangenen Partien. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir wieder drei Punkte einfahren und als Sieger das Jahr ausklingen lassen.“
 

Herbstmeister bei den Amateuren und den Profis sowie „Winterkönig“ ist er ist er schon. „Mit der Familie in Wagendorf und mit Freundin Ramona Weihnachten feiern und als Erster ins neue Jahr rutschen, ist wunderschön.“ Einen weiteren Wunsch ans Christkind hat Mally freilich noch: „Dass ich auf meiner Visitenkarte bald einen Meistertitel stehen habe.“
 

Aber das sei noch weit vorgegriffen. Vorerst müsse man von Spiel zu Spiel schauen, bleibt er realistischer Optimist, der die Schnelligkeit, das Kopfballspiel und den Zweikampf zu seinen Stärken zählt. Über seine Schwächen müssten andere urteilen. „Man kann sich in der jeder Hinsicht verbessern, technisch geht sicher noch einiges“, meinte Mally.
 

Als "Steirerbua" fühlt er sich in Wien mittlerweile pudelwohl. „Zu Beginn war es sehr schwer, von daheim wegzugehen. Es war eine Umstellung, weil ich auf dem Land aufgewachsen bin. Das hat sich mit der Zeit gelegt“, erinnert sich der Verteidiger, der inzwischen froh ist, hier zu sein und eine Wohnung zu haben. Die Stadt biete ihm viel Abwechslung. „Ich pendle auch ab und zu zu meiner Freundin in die Steiermark und sie kommt ebenfalls hin und wieder her."

 

Linktipps:

+ Profil von Remo Mally

+ Fotos: Die Winterkönige unterzogen sich Leistungschecks

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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