14.08.2012, 13:04 Uhr

„STANKO“ WAR DER GLÜCKLICHSTE AUSTRIANER

„Stanko“ war der glücklichste Austrianer

Der Glücklichste im violetten Lager war nach dem 1:0-Heimsieg am Sonntag Abend gegen Admira Wacker sicherlich Marko Stankovic. In der 51. Minute von Trainer Peter Stöger für Dare Vrsic eingewechselt, erzielte der Offensiv-Mann zehn Minuten danach den Goldtreffer und schoss damit den FK Austria Wien in der vierten Bundesliga-Runde auf den zweiten Tabellenplatz. „Der Sieg war aufgrund unserer Chancen absolut verdient“, stellte der Matchwinner mit breitem Grinsen fest.

Er sorgte nicht nur für den ersten Heimsieg im zweiten Anlauf der Veilchen, sondern auch dafür, dass im 20. Liga-Spiel der Saison nicht das erste Remis zustand kam. Alle waren froh, dass wir das 1:0 über die Distanz gebracht haben. „Sicher, mit einem zweiten Treffer hätten wir uns leichter getan. Aber wir haben die drei Punkte trotzdem gemacht“, meinte „Stanko“ in Anbetracht dessen, dass „wir oft in Führung liegend, uns etwas zurückfallen lassen“.

Speziell gegen die Admira fällt dieser Umstand auf. „Vielleicht, weil wir wissen, dass wir uns gegen sie keinen Fehler leisten dürfen. Die Südstädter schalten nämlich von Defensive auf Offensive für mich so schnell und gut um wie kein anderes Team in Österreich“, erklärte der Matchwinner, der eine harte vorige Saison, vor allem im ersten halben Jahr, hinter sich hat.  Er sei, aus welchen Gründen auch immer, als Stammspieler plötzlich komplett im Niemandsland gestanden.

Stankovic hat sich erst wieder zurückkämpfen müssen, ein halbes Jahr ohne Spielrhythmus muss man erst einmal wieder aufholen. „Ivo Vastic hat mir wieder die Möglichkeit gegeben und unter Peter Stöger spüre ich das volle Vertrauen, auch wenn ich in den ersten vier Runden nicht angefangen habe“, erzählte unser Mann mit der Rückennummer 19. Er habe das Gefühl, dass er nicht der 12. oder 13. Spieler ist, sondern immer voll dabei sei.

„Und wenn man dann reinkommt und so spielt, dann ist das noch schöner und der Trainer weiß, da hat er einen, der mehr als der zwölfte Mann ist“, sagt Stankovic mit neuem Selbstvertrauen. Dieses hat er sich in der Sommerpause durch ein extrem intensives Individual-Training unter seinem Vater geholt. Der Senior hatte dabei zu seinem Junior auch gesagt, jetzt bist du 26 Jahre, hast schon einiges erlebt, warst im Ausland, du musst jetzt etwas zeigen. „Das habe ich mir zu Herzen genommen, weil nur mitspielen, ist nichts für mich. Mit so einer Leistung wie gegen Admira will ich mich empfehlen und nicht nur in der zweiten Spielhälfte spielen“, versichert der Goldtorschütze.

Stankovic ist nach eigener Einschätzung vielleicht reifer geworden, hat nie den Kopf hängen lassen, in den Testspielen und Trainings immer alles gegeben. „Ich habe immer gewusst, in Topform zu sein und wenn mich der Trainer bringt, dass ich das zeigen muss, wenn's wirklich darauf ankommt“. Er wisse, dass er mit seinen Qualitäten nicht auf die Bank gehört. Ihm ist es aber lieber, er wird in eine Mannschaft eingewechselt, die gewinnt, als man verliert und er kommt rein, weil ein anderer schlecht war.

Über das Comeback von „Stanko“, der nach dem ÖFB-Cup in Oberwart seinen zweiten Saisontreffer erzielt hat, freute sich Manuel Ortlechner „irrsinnig“. „Super, er kämpft immer um seine Chance. Er hätte sich auch einen Platz in der Startelf verdient. Das zeigt er auch stets, wenn er rein kommt. Er hat der Mannschaft heute sehr geholfen“, lobte der Kapitän den 26-Jährigen. Für „Orti“ geht es mit neun Punkten aus vier Spielen „schon in die Richtung, so wie wir uns das vorstellen“.

Für den Innenverteidiger war es „ganz, ganz wichtig, dass man auch solche Partien gewinnt“. In der ersten Hälfte habe man die eine oder andere Chance liegen gelassen und außerdem der Admira einige Konter ermöglicht. „In der Pause haben wir uns vorgenommen, eine Spur konsequenter zu spielen, weil wir teilweise auch zu wenig aggressiv waren. Wir sind glücklich, dass wir den Sieg eingefahren haben“, bilanzierte „Orti“.

Tomas Simkovic sah es im Rückspiegel ähnlich und kam zu dem Schluss: „Genau solche Erfolge brauchen wir, solche Spiele haben wir in der Vergangenheit nicht gewonnen. So muss es weiter gehen“. Alex Gorgon meinte, dass man es vor allem nach dem 1:0 in einigen Situationen verpasst habe, konsequent Fußball zu spielen. „Darum haben wir bis zum Ende zittern müssen“, sagte der rechte Flügelflitzer. Alex Grünwald, der auf der Tribüne verletzt mitgefiebert hatte, stufte das 1:0 als „verdienten Sieg“ ein.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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