16.08.2012, 14:17 Uhr

„HEIMKEHRER“ ROTPULLER GEGEN EX-KLUB SV RIED VON BEGINN?

„Heimkehrer“ Rotpuller gegen Ex-Klub SV Ried von Beginn?

Zuletzt gegen Admira Wacker (1:0) und zum Liga-Start in Wolfsberg (1:0) jeweils für Emir Dilaver eingewechselt, dazwischen im Derby gegen Rapid und gegen Sturm Graz auf der Bank. Am Dienstag im Test gegen UFC Jennersdorf (5:0) 90 Minuten im Einsatz. Bekommt Verteidiger Lukas Rotpuller am Sonntag (16.00 Uhr/live ORF eins/Sky Austria) vielleicht ausgerechnet in Ried gegen seinen Ex-Klub erstmals in einem Pflichtspiel in der Startelf des FK Austria Wien eine Chance?

„Das entscheidet der Trainer. Wenn er sagt, ich muss rein und diese oder jene Position ausfüllen, dann werde ich das machen“, sagte Rotpuller vor der Reise ins Innviertel zur fünften Runde der Bundesliga. Mit seinen zwei Einsätzen war er im Großen und Ganzen zufrieden, wenn man "bedenkt, dass ich noch nie als echter rechter Verteidiger gespielt habe“. Denn in Ried ist in der Vergangenheit die Dreier-Abwehr in der Defensive zu einem Fünf-Mann-Riegel gewachsen.

„Meine angestammte Position ist schon die Innenverteidigung. Aber wenn es rechts ist, dann passt das auch“, versteift sich der frühere violette Akademier und Amateur nicht auf einen bevorzugten Platz in der Elf. Er macht jedoch kein Hehl daraus, von Beginn an spielen zu wollen und er weiß, wie er sein Ziel erreichen kann. „Man muss dafür jeden Tag im Training hart arbeiten, sich immer voll reinhauen und sich beweisen. Dann kriegt man auch seine Chance“, meinte der 21-Jährige, der in diesem Sommer aus Ried zurückgekehrt ist.

Er war für ein Jahr mit Kaufoption dorthin verliehen gewesen und hatte sich auf Anhieb einen Stammleiberl erobert. „Der Kaufpreis war für mich ziemlich hoch angesetzt, die Austria wollte nicht nachgeben und die Rieder den Betrag nicht zahlen“, erzählte der geborene Eisenstädter über seine Rückkehr und sagt über sich, dass er ein Mensch sei, der einfach nie aufgibt und einen großen Willen besitzt. Am Anfang müsse man eben auch eine andere Position ausfüllen können.

„Wo immer man eingesetzt wird, gibt es keine Ausreden. Man muss das Beste daraus machen, dann kommt das andere“, lautet die Devise des U20-WM-Teilnehmers 2011 in Kolumbien, der in Wien bei einem Freund wohnt und sich derzeit auf Wohnungssuche befindet. Schließlich hat er hier sportlich noch einiges vor. „Luki“, der mit 14 Jahren zur Austria kam und alle Jugend-Abteilungen durchgemacht hat, will mit den Profis Erfolge feiern und sich als Stammspieler etablieren. „Das sind meine Ziele und ich hoffe, beides gelingt schon in dieser ersten Saison“.

„Wir können viel erreichen. Wir haben eine gute Mannschaft, sind gut gestartet. Wenn wir Dinge fortsetzen, mit denen wir schon begonnen haben, sind wir heuer auf einem gutem Weg“, meinte Rotpuller zuversichtlich, der wie alle auch einen Titel für möglich hält. Freilich könne man das vorher nie sagen, da müssten in gewissen Phasen die Punkte gemacht und müsse konsequent gut gespielt werden.

Die „Keine-Sorgen-Arena“ ist ein bekannt heißer Boden. Daran ändert auch nichts, das der Neo-Coach Heinz Fuchsbichler vom für die Gegner unangenehmen 3-3-3-1- auf ein 4-2-3-1-System (Rotpuller: „Das wundert mich“) umgestellt hat. „Die Rieder sind stets heimstark. Dort ist es irgendwie unangenehm zu spielen, habe ich von anderen Spielern gehört. Sie kontern normalerweise gut und stehen hinten kompakt“, warnte Rotpuller.

Die Veilchen reisten als Tabellenzweite und punktegleich vor den drittplatzierten „Wikingern“ zum Auswärtsspiel. Geht es nach Rotpuller, dann sollten wir „zumindest“ vor unserem kommenden Gegner bleiben.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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