15.09.2011, 14:00 Uhr

VON DYNAMO KIEW UND MARIUPOL BIS SHAKTHAR & METALURG DONEZK – DIE VIOLETTEN DUELLE MIT UKRAINISCHEN KLUBS

Von Dynamo Kiew und Mariupol bis Shakthar & Metalurg Donezk – die violetten Duelle mit ukrainischen Klubs

Mit dem heutigen Duell gegen Metalist Kharkiv trifft die Wiener Austria bereits auf den sechsten Vertreter aus dem Land des EURO 2012-Ausrichters. Die Bilanz ist mit drei Siegen, drei Remis und fünf Niederlagen zwar leicht negativ, gerade in der jüngsten Vergangenheit fuhren die Veilchen aber durchwegs starke Ergebnisse gegen Klubs aus der Ukraine ein. Nachfolgend die wichtigsten Highlights.


Das allererste Aufeinandertreffen fand bereits in der Saison 1969/70 in der ersten Runde des Cup der Cupsieger statt. Gegner war damals Dynamo Kiew. Das Hinspiel vor nicht weniger als 63.000 violetten Fans im Praterstadion ging knapp aber doch, mit 1:2 verloren. Nach der Führung durch Alfred Riedl drehten die Ukrainer das Match in der zweiten Hälfte noch. Mit AG-Vorstand Thomas Parits und Amateure-Co-Trainer Robert Sara waren damals auch zwei Spieler dabei, die noch heute für die Austria engagiert sind.


Eben jener Thomas Parits nährte mit einem tollen Freistoßtor zur frühen 1:0-Führung vor der Rekordkulisse von 100.000 Zuschauern in Kiew lange Zeit die Hoffnung auf den Aufstieg. Erst zwei Tore in den Schlussminuten besiegelten nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich den Abschied der Veilchen aus dem Europacup.


Noch knapper ging es 1981 im Europacup der Meister zu, als der Gegner ein weiteres Mal Dynamo Kiew hieß. Austria-Coach Karl Daxbacher stand dabei ebenso auf dem Platz wie Robert Sara. Das Hinspiel in Wien ging mit 0:1 verloren. Im Rückspiel gelang Violett durch den bulgarischen Teamstürmer Petko Petkov zwar abermals die Führung, das 1:1 nach neunzig Minuten reichte einmal mehr knapp, aber doch nicht, zum Aufstieg.


Die folgenden drei Begegnungen fanden seitdem allesamt im jüngsten Jahrzehnt statt. Die wohl legendärste Partie davon war sicher die 5:1-Machtdemonstration gegen Shakthar Donezk. Dabei begann die Partie denkbar schlecht, als die Ukrainer nach einer Viertelstunde bereits ihr wichtiges Auswärtstor erzielt hatten. Was dann folgte, war aber eine der besten Europacup-Vorstellungen der Wiener Austria. Vladimir Janocko hämmerte im zweiten Anlauf nach einem Freistoß das Leder unhaltbar ins Kreuzeck, ehe er gleich in der nächsten Aktion auf 2:1 erhöhte. Djalminha traf per gelupften Elfmeter zur 3:1-Pauseführung und Super-Joker Thorstein Helstad besorgte in der Schlussphase mit einem Doppelpack den 5:1-Endstand. Das fast schon bedeutungslose Match in Donezk ging dann noch mit 0:1 verloren.


In der Europacup-Erfolgssaison 2004/05 folgte gleich ein ukrainisches Doppel. Zunächst hieß der Gegner Illischowez Mariupol. Nach einem torlosen 0:0 im Hinspiel sorgten die Veilchen mit einem souveränen 3:0-Heimsieg für klare Fronten. Libor Sionko vor der Pause und Austria Amateure-Trainer Ivica Vastic mit einem Doppelpack in Hälfte zwei sorgten damals für die nötigen Tore. In der darauffolgenden UEFA-Cup-Gruppenphase stand ein Auswärtsspiel bei Dnipro Dnipropetrovsk auf dem Spielplan. Die Partie ging trotz einiger Topchancen in der Schlussphase mit 0:1 verloren, es sollte bis zum Weg ins UEFA-Cup-Viertelfinale in 14 Spielen aber die einzige Niederlage bleiben.


Das bis jetzt letzte Aufeinandertreffen endete zugunsten der Wiener Austria. Im Play-off für die erste Europa League-Gruppenphase trafen die Veilchen vor zwei Jahren auf Metalurg Donezk. Das Match in der Ukraine  endete nach einer bärenstarken Vorstellung der Austria mit einem schmeichelhaften 2:2 für die Gastgeber. Milenko Acimovic besorgte per Freistoß das frühe 1:0, „Momo“ Diabang traf gleich nach Wiederanpfiff zur abermaligen 2:1-Führung. Erst ein Gegentreffer in der Nachspielzeit verhinderte damals den eigentlich hochverdienten Auswärtssieg.


Das Rückspiel in Wien entwickelte sich dafür zum absoluten Thriller. Donezk präsentierte sich im Vergleich zum ersten Spiel stark verbessert, ging mit 1:0 in Front und Rubin Okotie gelang für die Veilchen in Hälfte eins vorerst nur der Ausgleich. Im zweiten Durchgang dann die abermalige Führung für die Gäste, jetzt brauchte die Austria bereits zwei Tor, um doch noch in die Gruppenphase aufzusteigen. Und es gelang tatsächlich! Zunächst egalisierte Milenko Acimovic mit einem Elfmetertreffer noch in der regulären Spielzeit das 2:2 aus dem ersten Match, ehe in der Verlängerung Emin Sulimani zuschlug.

Als viele schon mit einem Elfmeterschießen spekulierten, knallte „Suli“ den Ball per „Flatter“-Freistoß aus gut 25 Metern ins Tor und die Austria damit in die Gruppenphase.

 

Das Resümee aus den bisher elf Begegnungen: Abgesehen vom Kantersieg gegen Shakthar ging es in den Duellen mit ukrainischen Teams meist sehr knapp her. Die letzten drei Heimspiele konnten allesamt gewonnen werden. Spannung scheint also vor dem Kracher heute gegen Metalist Kharkiv beinahe garantiert!


Die gesammelten Duelle der Wiener Austria mit ukrainischen Vereinen:

17.09.1969 1. Runde Austria Wien - Dynamo Kiew 1 : 2 (1 : 0)
01.10.1969 1. Runde Dynamo Kiew - Austria Wien 3 : 1 (0 : 1)  
21.10.1981 2. Runde Austria Wien - Dynamo Kiew 0 : 1 (0 : 1)
04.11.1981 2. Runde Dynamo Kiew - Austria Wien 1 : 1 (1 : 1)
17.09.2002 1. Runde Austria Wien - Shakthar Donezk 5 : 1 (3 : 1)
01.10.2002 1. Runde Shakthar Donezk - Austria Wien 1 : 0 (0 : 0)  
12.08.2004 2. Runde Illischowez Mariupol FC - Austria Wien 0 : 0 (0 : 0)
26.08.2004 2. Runde Austria Wien - Illischowez Mariupol FC 3 : 0 (1 : 0)
25.11.2004 UEFA Gruppenphase - 3. Runde Dnepr Dnjepropetrovsk - Austria Wien 1 : 0
20.08.2009 4. Quali-Runde FK Metaurg Donezk - Austria Wien 2 : 2 (1 : 1)
27.08.2009 4. Quali-Runde Austria Wien - FK Metalurg Donezk 2 : 2 (1 : 1) - 3:2 (2:2) n.V.

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. CASHPOINT SCR Altach 19 39
2. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 19 22
7. FC Admira Wacker Mödling 19 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SV Mattersburg 19 14
10. SKN St. Pölten 18 14
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