30.03.2011, 14:15 Uhr

TOMAS JUN UND DAS GUTE OMEN DES LETZTEN MEISTERSCHAFTSVIERTELS

Tomas Jun und das gute Omen des letzten Meisterschaftsviertels

Die Länderspielpause ist vorbei, ab sofort gilt auch bei der Wiener Austria wieder der volle Fokus der Meisterschaft. Die Teamspieler sind beim heutigen Nachmittagstraining bereits wieder an Bord, genauso wie Tomas Jun, der nach einer Grippe gestern erstmals wieder voll ins Training einstieg. Der beste Assistgeber der Liga (9 Vorlagen) hat sich für das letzte Meisterschaftsviertel viel vorgenommen.


Einmal heißt es nach der anstehenden Runde gegen Kapfenberg noch jeder gegen jeden. Jetzt geht es in der Liga also richtig ans Eingemachte. Einer, der vergangene Saison genau in dieser Phase nach einem Kreuzbandriss sein Comeback feierte, will wie vor einem Jahr entscheidende Akzente setzen. Tomas Jun war in der Saison 2009/10 so etwas wie die Initialzündung dafür, dass die Veilchen in der letzten Runde noch ein Wort um den Meistertitel mitreden konnten.


Am 24. März 2010 feierte er in Ried als Wechselspieler sein Comeback und legte just den Siegestreffer durch Emin Sulimani auf. Von den noch folgenden Spielen entschied er mit seinen Toren die drei Partien gegen den LASK (1:0), Rapid (1:0) und Ried (2:0, 2 Tore) im Alleingang, traf auch beim 5:1-Kanteresieg gegen Mattersburg und legte noch etliche Treffer auf.


Die dominante Erscheinung dieses sensationellen Endspurts hat sich auch diese Saison für diese Phase sehr viel vorgenommen. „In der Winterpause konnte ich endgültig alles ausheilen und spiele seitdem im Frühjahr endlich wieder ohne Schmerzen. Wir sind Erster und damit in einer deutlich besseren Ausgangsposition, als vor einem Jahr und genau dort wollen wir unbedingt auch bleiben.“


Dafür will der tschechische Stürmer vor allem auch selbst sorgen. Zwar gelang ihm beim 3:0-Erfolg in Innsbruck erstmals seit längerem wieder ein Tor, aber auch er weiß, dass diese Bilanz noch ausbaubar ist: „Ich weiß was ich kann, die Trainer wissen es auch und sehr bald wird es wieder öfter klingeln.“


Dass er zuletzt bei einer sehr offensiven Aufstellung zumeist am rechten Flügel zum Zug kam, lässt er dabei nur bedingt als Ausrede gelten: „Fakt ist, dass ich im Angriffszentrum oder hängend sicher noch viel torgefährlicher bin, weil ich hier meine Stärken am besten einsetzen kann. Klar versuche ich mich daher für diese Position in jedem Training aufzudrängen. Trotzdem, am wichtigsten ist, dass ich spiele und der Mannschaft helfen kann. Ich mache das Beste aus der aktuellen Situation und der Rest wird sich ergeben.“


Die zum Teil in den letzten Spielen nominell sehr offensive Aufstellung der Austria, die mit Roland Linz, Nacer Barazite, Tomas Jun, Zlatko Junuzovic und Marko Stankovic gleich mit fünf Spielern auflief, die schon als Spitze aufgeboten wurden, kann er etwas abgewinnen, auch wenn Jun gleichzeitig warnt: „Prinzipiell schätze ich die offensive Ausrichtung, nur muss gerade dann wie bei mir zuletzt am Flügel konsequent Defensivleistung gebracht werden, was doch etwas auf die Kosten des Angriffsspiels geht. Klar ist aber einfach, dass wir einen qualitativ hohen Kader haben, bei dem die Trainer jedes Wochenende versuchen, die für sie stärkste Mannschaft aufzubieten und das ist absolut nachvollziehbar.“


Während die Veilchen in der anstehenden Doppelrunde gegen Kapfenberg antreten, treffen mit Sturm Graz und Rapid zwei direkte Konkurrenten aufeinander und gleich im Anschluss darauf gastiert auch noch der FC Salzburg bei den „Blackies“. Diese vermeintlich leichtere Auslosung ist für Jun aber nur auf dem Papier vorhanden: „Kapfenberg ist ein unangenehmer Gegner, gegen den man erst einmal gewinnen muss. Sie werden uns das Leben schwer machen wollen, wir brauchen diese drei Punkte aber unter allen Umständen und werden dementsprechend auftreten.“


Um das erste der beiden Duelle am kommenden Samstag für sich zu entscheiden, ist für Jun vor allem eines wichtig: „Wir haben zehn Endspiele um die Meisterschaft vor uns. Wir haben es derzeit selbst in der Hand dieses große Ziel zu erreichen. Diese Tatsache muss jeder einzelne bei uns im Auge behalten. Die Tabellenführung ist ein wertvolles Gut, das wir unter allen Umständen und mit allen regulären Mitteln verteidigen wollen. Jeder weiß, es ist möglich und dafür heißt es zunächst am Samstag einmal maximalen Einsatz zu bringen!“

Tabelle
Pl. Mannschaft Spiele Pkt
1. SK Puntigamer Sturm Graz 18 36
2. CASHPOINT SCR Altach 18 36
3. FC Red Bull Salzburg 18 34
4. FK Austria Wien 18 34
5. SK Rapid Wien 18 24
6. RZ Pellets WAC 18 22
7. FC Admira Wacker Mödling 18 22
8. SV Guntamatic Ried 18 20
9. SKN St. Pölten 18 14
10. SV Mattersburg 18 11
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